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Nr. 2 / 2019

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GEMMOTHERAPIE Ginkgo

GEMMOTHERAPIE Ginkgo biloba Der Ginkgo Der Ginkgobaum ist ein aussergewöhnliches Lebewesen: Er bewohnt unseren Planeten seit rund 300 Millionen Jahren, wie Funde fossiler Ginkgoblätter zeigen! Dies zeugt von einer fast unglaublichen Anpassungs fähigkeit an Umweltveränderungen, hat doch der Ginkgo in seiner langen Geschichte die Kontinentalplattenverschiebung miterlebt, das Zeitalter der Dinosaurier, das Aufkommen der Vögel und Säugetiere, das Erscheinen des Menschen. Die Fähigkeit, all diese Veränderungen zu bewältigen, lässt auf besondere Eigenschaften schliessen. Botanisch gesehen ist der Ginkgo weder Laub- noch Nadelbaum, er nimmt eine Sonderstellung ein als einziger Vertreter einer eigenen Pflanzenklasse zwischen Nadelbäumen und Palmfarnen. Die nadelbaumähnliche Wuchsform, vor allem aber die charakteristischen fächerförmigen Blätter mit den parallel laufenden Blattadern, machen ihn unverwechselbar. Diese Blätter waren im Jugendstil ein beliebtes Motiv in Kunst und Schmuck. Ginkgos waren einst über die ganze Nordhalbkugel verbreitet, bis die Eiszeiten sie in ein kleines Areal in Südchina zurückdrängten. Dort leben die letzten wildwachsenden Exemplare; darunter auch ein rund 5000 Jahre alter Methusalem, der als ältester Ginkgo gilt. Um 1730 kamen die ersten Ginkgos nach Europa, wo sie sich rasch grosser Beliebtheit erfreuten. Die Bäume zeigten gegen Pilze und Bakterien, Schadinsekten, Luftschadstoffe, Feuer, ja sogar Radioaktivität eine grosse Widerstandskraft. Berühmt geworden ist der Ginkgo von Hiroshima, der als einziges Lebewesen den Atombombenangriff nahe der Explosionsstelle überlebte. Aus einem scheinbar völlig zerstörten Wurzelstock schlug er im Frühling 1946 wieder aus und gab den traumatisierten Menschen die Hoffnung zurück. Auch im heutigen urbanen Umfeld kommen Ginkgos problemlos klar und werden deshalb weltweit zur Stadtbegrünung eingesetzt. In Asien gelten die Früchte, die Ginkgonüsse, als Delikatesse. In Europa hingegen tut man sich schwer damit; denn die äussere Fruchtschale produziert während der Reife Buttersäure. Kurz gesagt, die Früchte stinken! Aus diesem Grund werden in Europa bevorzugt männliche Ginkgobäume angepflanzt. Der Botanische Garten Bern ist jedoch für Gleichberechtigung: Von den drei grossen Ginkgos sind zwei weiblich und fruchten regelmässig. 26 Schweizer Hausapotheke 2-2019 Ginkgo bewegt das Blut Die Wirkstoffe, die den Ginkgo zur Heilpflanze machen, sind so aussergewöhnlich wie der Baum selber: Die Terpenlaktone Ginkgolide und Bilobalid findet man nirgends sonst im Pflanzenreich. Weitere Wirkstoffe sind Flavonglykoside, Proanthocyanidine, Triterpene, organische Säuren, Carotinoide, Wachse. Die traditionelle chinesische Medizin setzte die Samen bei Asthma, Bronchitis, Husten und zur Stärkung der Nierenenergie ein. Roh sollen die Samen Krebs vorbeugen, gekocht die Spermienproduktion verbessern. Die Blätter fanden Anwendung bei Asthma, Tuberkulose, Gedächtnisstörungen und Kreislaufkrankheiten. In der westlichen Medizin ist Ginkgo heute eines der wichtigsten Pflanzenheilmittel mit den zwei Hauptindikationen Gehirn und periphere Zirkulation. Die Ginkgo-Wirkstoffe erweitern die Blutgefässe und verbessern die Fliessfähigkeit des Blutes. Dadurch gelangt das Blut leichter auch durch feinste Kapillaren, das Gewebe wird besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, freie Radikale werden abgefangen. In der Gemmotherapie werden die sich öffnenden Frühlingsknospen von Ginkgo verwendet. Gedächtnisschwäche und Konzentrationsstörungen, Schwindel, Stimmungsschwankungen, wie sie im Alter auftreten können, benötigen Ginkgo. Wichtig ist, mit der Behandlung frühzeitig zu beginnen und sie längere Zeit fortzusetzen. Die altersbedingte Abnahme der Botenstoffe im Gehirn wird durch Ginkgo gehemmt, das Kurzzeitgedächtnis verbessert, die geistige Wachheit und die Orientierungsfähigkeit erhöht, Gleichgewichtsstörungen nehmen ab. Bei Alzheimer-Krankheit wird der Verlauf verlangsamt. Ginkgo regt die Funktion der Nervenzellen im Gehirn an, stabilisiert die Mitochondrien – das sind die kleinen Kraftwerke der Zellen – und verbessert deren Funktion. Die Menschen werden wieder aktiver. Ginkgo steigert zudem die Toleranz des Hirn gewebes gegenüber Sauerstoffmangel, hemmt die Entwicklung von Hirnödemen und beschleunigt deren Rückbildung. Bei peripheren Zirkulationsstörungen verbessert Ginkgo die Durchblutung von Händen und Füssen und vermindert die Gefahr eines Gefässverschlusses. Die bessere Durchblutung hilft ebenfalls bei chronischem oder akutem Tinnitus. Das zentrale Thema von Ginkgo ist Alter und Regeneration. Seine unbändige Lebenskraft, die Anpassungsfähigkeit und Robustheit machen ihn zu einem Symbol für Unbesiegbarkeit und ein langes Leben. Es gibt eine Verbindung zwischen Menschen und Ginkgo, die schon fast symbiotisch ist: Der Mensch kultiviert seit vielen Jahrhunderten Ginkgobäume, die wild nur noch in kleiner Anzahl existieren, und die Ginkgobäume stellen ihre einzigartigen Heilkräfte den immer älter werdenden Menschen mit ihren spezifischen Problemen zur Verfügung. Ursula Glauser-Spahni ist Biologin. Seit mehr als 30 Jahren sammelt sie Schweizer Bachblüten für die Firma Phytomed AG. Sie verfasste 2008 das Buch «Kaninchenapotheke».

Neu in der Schweiz: Gluteostop hilft Gluten abzubauen Endlich Hilfe für alle Menschen, die unter einer Gluten-Unverträglichkeit leiden. Das neue Gluteostop hilft, den Abbau von Gluten in einer glutenarmen Ernährung zu unterstützen. Dank dem praktischen Klickspender ist Gluteostop ideal für zuhause und unterwegs. Die Mini-Tabletten können sogar ohne Wasser eingenommen werden. Verwenden Sie das neue Nahrungsergänzungsmittel Gluteostop vor allem auch als Vorbeugung, wenn Sie zum Beispiel im Restaurant oder bei Freunden nicht sicher sind, ob die Speisen Spuren von Gluten enthalten. Endlich können Menschen, die unter den Folgen einer Gluten­ Unverträglichkeit (Gluten-Intoleranz) leiden, die unangenehmen Beschwerden nach dem Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln lindern. Gluteostop enthält ein spezielles Verdauungsenzym, die Prolyloligopeptidase, welche die Aminosäurekette (Peptide) im Gluten spaltet. Damit kann Gluten abgebaut werden. Das Enzym wurde so entwickelt, dass es in den sauren Bedingungen unseres Magens seine optimale Wirkung erzielt. Es ist das erste Protease­ Enzym, welches in einer randomi sierten klinischen Humanstudie der Universität Maastricht (mit Placebo-Kontrolle) äusserst wirksam war. Gluteostop ist für alle geeignet, die sich glutenfrei ernähren müssen und verhindern wollen, dass Beschwerden durch Glutenspuren oder «versteckte Gluten» in Nahrungsmitteln auftreten. Gluteostop im Klickspender enthält pro Mini-Tablette 30 000 PPI­ Einheiten des Enzyms Prolyloligopeptidase. Der PPI-Wert gibt die Enzymaktivität an. Vertrieb: Chrisana GmbH Dorfstrasse 8, 6005 Luzern Telefon 041 362 04 38 info@chrisana.ch www.chrisana.ch IM WACHSTUM LIEGT DIE KRAFT Mit Gemmotherapie von PHYTOMED NATÜRLICH GESUND In der Schweiz gesammelte Knospen aus Wildsammlung oder biologischem Anbau. Produkte ohne Zusatzstoffe. 40 der wichtigsten Präparate aus eigener Herstellung. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Angaben auf der äusseren Packung oder lassen Sie sich von einer Fachperson beraten. Zulassungsinhaberin/Herstellerin: www.phytomed.ch PHYTOMED AG · CH-3415 Hasle/Burgdorf Telefon +41 (0)34 460 22 11 Schweizer Hausapotheke 2-2019 27

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