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Nr. 2 / 2019

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Der Blaue mit dem roten

Der Blaue mit dem roten Ring Für sie & ihn Maximaler Schutz für spröde und rissige Lippen! Gefühle auf Papier Heute werden Blogs auch als Tagebücher des Internetzeitalters bezeichnet. Dem Sinn und Zweck eines traditionellen Tagebuchs wird der Blog aber nicht gerecht. Der Blaue mit den Aktiv- Substanzen im roten Ring pflegt, schützt und schmiert nicht, beugt vor und hindert die Bakterien am Eindringen. Distribution Suisse – Tanner SA Cham, www.tanner-sa.ch 48 Schweizer Hausapotheke 2-2019 Blogs im Internet boomen. Weil aber im Internet verfasste Beiträge von jedem User gelesen und kommentiert werden können, käme es wohl kaum einem Blogger in den Sinn, seine intimsten Geheimnisse und Gefühle zu veröffentlichen. Deshalb vertrauen viele Menschen ihre persönlichsten Gedanken noch immer einem Tagebuch an – und heilen damit sogar ihre Psyche. Denn das Festhalten, das heisst Niederschreiben von Gedanken, Sorgen und Träumen, dient auch der Psychohygiene. Worte können Ängste lindern. Allein dem Gefühl ein verbales Etikett anzuheften, senkt häufig schon die Intensität der Empfindung. Die Tagebuchschreiber schreiben mehrmals über dasselbe Thema. Durch die wiederholte Konfrontation gewöhnen sie sich auch an schlimme Erfahrungen, vermuten Psychologen. Wer Traumatisches erlebt hat, zieht sich oft zurück. Bekannt ist, dass weit über sechzig Prozent aller jungen Frauen zwischen 15 und 24 Jahren Tagebücher führen; bei Männern sind es in diesem Alter ungefähr zwanzig Prozent. Später lassen vermutlich Beruf und Alltag zu wenig Zeit, sich diesem Medium anzuvertrauen. Expressives Schreiben Beim expressiven Schreiben, wie vom Begründer der Therapie, James Pennebaker, Psychologe der University of Texas, in den Achtzigerjahren als neue Form der Therapie empfohlen, geschieht aber noch mehr. An drei bis fünf aufeinanderfolgenden Tagen schreibt man für je 15 bis 20 Minuten über ein Thema, das einen emotional belastet – den Tod eines geliebten Menschen etwa, einen Unfall, aber auch verletzende Konflikte, eine gescheiterte Beziehung oder eine Krankheit. Es kann sein, dass am dritten oder vierten Tag Schwierigkeiten aufkommen, das Thema wieder aufzunehmen. Aber gerade die erneute Aufnahme wirkt sich am Ende positiv aus. Besonders wirkungsvoll ist das expressive Schreiben, wenn es danach gelingt, eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen; Bruchstücke von Erinnerungen zusammenzufügen und dabei die Perspektive zu wechseln; zum Beispiel auch mal in der dritten Person zu schreiben. Menschen schreiben dabei über ein persönliches Erlebnis, das sie belastet. Sie stellen sich den schweren Gefühlen und fassen in Worte, was ihnen Kummer usapotheke_73x282_d.indd 1 02.02.17 21:04

ereitet. Computeranalysen der Texte zeigen: Wer nicht immer nur «ich» schreibt, sondern auch mal «wir» oder «er», profitiert mehr. Es scheint vorteilhaft zu sein, den Blickwinkel zu verändern, andere Menschen und Sichtweisen einzubeziehen. Auch eine hohe Anzahl an Begriffen, die für Einsicht oder kausale Zusammenhänge stehen, ist hilfreich: Wer Formulierungen wie «mir wurde klar» oder «ich verstehe warum» verwendet, ist auf einem guten Weg. Befreites Denken Beim Schreiben, so eine Theorie, sortieren wir lose Fragmente von Eindrücken, Gefühlen und Gedanken und fügen sie zu einer schlüssigen Geschichte zusammen. Lose Fäden werden dabei so verschnürt, dass sie den Geist nicht mehr immerzu beschäftigen. Menschen verfangen sich dann weniger in «Grübelschleifen» und werden seltener von Erinnerungsfetzen gequält, die sie mühsam unterdrücken müssen. Studien deuten darauf hin, dass in den Wochen nach dem therapeutischen Schreiben das Arbeitsgedächtnis entlastet und damit leistungsfähiger wird. Das Denken wird offenbar befreit(er). Und auch das soziale Miteinander scheint aufzublühen. Ob man mit der Hand oder auf einer Tastatur schreibt, spielt keine Rolle. Entscheidend ist, sich die eigenen Gefühle einzugestehen und sie möglichst offen auszudrücken. Wer nicht schreiben mag, kann auch ein Tonband besprechen. Die Methode erfordert keine Vorkenntnisse, ist für jedermann und überall sowie jederzeit praktizierbar. Schreiben kann Psyche, Seele und den Körper stärken und ein Burnout verhindern. Es kann kommunikative Kompetenzen stärken und helfen, den Selbstwert zu stabilisieren. Schreiben als Begleitung für Menschen, die sich selbst helfen wollen, auch bei belastenden Erfahrungen. Das Tagebuchschreiben hält sich für eine Eigentherapie, bei der Menschen zu einer Art Selbsterkenntnis gelangen können, die man nur durch eine ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst gewinnt. Zur richtigen Zeit Wichtig ist der richtige Zeitpunkt: Gerade über sehr belastende Ereignisse sollte man erst mit zeitlichem Abstand schreiben und nach einem solchen Erlebnis mindestens ein bis zwei Monate zuwarten. Wenn die Gefühle zu stark werden, lieber aufhören: Das Schreiben kann aufwühlend sein, viele sind danach zunächst niedergeschlagen. Seit vielen Jahren wird das Schreiben als Therapiemethode auch in der Psychologie genutzt und verschafft dort vielen Patienten Linderung. Experten für expressives Schreiben sind überzeugt, dass die schriftliche Auseinandersetzung mit belastenden Gefühlen und Erfahrungen einen positiven Effekt auf die seelische Gesundheit von Patienten hat. Es ist, als habe die emotionale Öffnung die tapferen Schreiber widerstandsfähiger gemacht. Zahlreiche wissenschaftliche Studien mit grösseren Versuchsgruppen haben diese These seither bestätigt. Inzwischen gilt das expressive Schreiben als eine der am besten untersuchten Techniken zur Selbsthilfe; das heisst, schriftlich zu denken und alle Gedanken zur augenblicklichen Fragestellung aufzuschreiben. Das kann ruhig ganz unsortiert sein. Hauptsache, alle Gedanken landen auf dem Papier. Expressives Schreiben kann Depressiven helfen, weniger zu grübeln. Menschen, die Schreckliches erlebt haben, überwinden mit den Übungen leichter eine posttraumatische Belastungsstörung. Die Seele «gesundschreiben» Intuitiv kennen Menschen die Heilkraft der Worte von jeher. Der erste Tagebuchschreiber, dessen Aufzeichnungen zur Weltliteratur aufstiegen, war Samuel Pepys, Staatssekretär im englischen Marineamt. Ehrlich und unverblümt schilderte er den Alltag im London des 17. Jahrhunderts. Neben Betrachtungen über Krieg und Politik faszinieren heute vor allem seine Schilderungen von privaten Erlebnissen, die dem Leser eindrucksvoll Einblick in die Psyche eines Menschen von damals verschaffen. Weltberühmt ist «Das Tagebuch der Anne Frank». Oder Franz Kafkas «Brief an den Vater». Wie viele Tagebücher gibt es, die in stillen Stunden der Verzweiflung geschrieben wurden? Wie viele Briefe an verlorene Geliebte, die nie abgeschickt wurden, aber den Schmerz doch etwas linderten? Nicht zuletzt deshalb ist der Psyche das Niederschreiben von bedrückenden Gefühlen und traumatischen Erlebnissen förderlich. Beispiele für die schriftliche Selbsttherapie finden sich in der Literatur. Von Christoph Kolumbus bis Kurt Cobain, Sänger und Gitarrist der Rockgruppe Nirvana, unter anderen ebenso Schriftsteller Thomas Mann oder Max Frisch betätigten sich auch privat als Diaristen. Alle schrieben sie Tagebuch. Psychologen setzen auf die verblüffende Wirkung des Tagebuchschreibens. Jacqueline Trachsel WOW! 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