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Nr. 2 / 2020

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Bereicherndes

Bereicherndes Wildgemüse Vogelmiere (Stellaria media) aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) Die Vogelmiere ist ein einjähriges Kraut. Sie bildet eine unglaubliche Menge an Samen, die gerne von Vögeln gegessen werden: Deshalb nennen wir sie Vogelmiere. Sie kriecht dem Erdboden entlang und bildet grossflächige Grünteppiche. Man zählt die interessante Pflanze zu den Theophyten. Das sind Lebenskünstler, die für andere Pflanzen ungünstige Jahreszeiten zu ihrem Vorteil nutzen. Die Vogelmiere hat sich auf trockene Wetterphasen spezialisiert. Bevor anspruchsvollere Samenarten auch nur daran denken zu keimen, haben die Vogelmieren schon ihr ganzes Blattwerk entfaltet und grosse Flächen erobert. Die Blätter der Vogelmiere sind nämlich so gebaut, dass sie Wasser auffangen und dieses zum Stängel leiten können. Auf diese Weise sammeln sie jeden einzelnen Tautropfen ein und stillen mit diesem süssen Nass ihren Durst. Selbstverständlich gefällt diese kluge Strategie nicht jedem: Weder auf dem Acker noch im Gemüsegarten ist die Vogelmiere gerne gesehen. Dort verdrängen sie die Nutzpflanzen und werden deshalb als Unkraut bezeichnet. Bekämpfen lassen sie sich allerdings nicht so einfach; die unglaubliche Anzahl Samen lässt die Pflanze immer wieder irgendwo auf einem trockenen Plätzchen keimen. Das Kraut ist in allen gemässigten Breiten stark verbreitet. Allerdings nicht nur als Unkraut, sondern auch als wertvolle Heilpflanze. Vermutlich kannten bereits die Menschen in der Steinzeit ihre Vorzüge als wirkungsvolle Heilpflanze und schmackhaftes Wildgemüse. Wildgemüse Die feinen Blätter pflückt man ganzjährig. Fünfzig Gramm Vogelmiere decken unseren Tagesbedarf an Vitamin C ab. Zudem enthält sie viel Zink, Eisen und andere wichtige Mineralstoffe. Cumarin gibt den Blättern das typische Aroma nach jungen Maiskolben, welches den Verzehr zum Genuss macht. Die Blätter der Vogelmiere bereichern den Salat und würzen eine kräftige Gemüsesuppe. Aus Vogelmieren – gemischt mit anderen Kräutern, wie zum Beispiel Petersilie – lässt sich ein ausgezeichneter Brotaufstrich zubereiten. Die zierlichen Blätter passen gut auf jeden Gemüsekuchen oder auf eine vegetarische Pizza, sollte gerade mal kein Rucola zur Hand sein. Egal, wo auch immer Kräuter verwendet werden, passt die Vogelmiere mit dazu. Zusammen mit Basilikum, Knoblauch, geriebenem Parmesan, gerösteten Sonnenblumenkernen, Salz und Olivenöl kann man eine tolle Alternative zur herkömmlichen Pestosauce kreieren. Gewaschen werden die feinen Blätter am einfachsten, wenn sie gleich mit der Wurzel aus dem Boden gezogen werden: Dann hält die Pflanze leichter zusammen. Heilpflanze In der Naturheilkunde werden die oberirdischen Teile ganzjährig gesammelt und verwendet. Extrakte aus den Blättern helfen gut gegen rheumatische Schmerzen. Man kann gegen Schmerzen auch einen Tee brauen und ihn innerlich oder äusserlich verwenden. Besonders hilfreich sind warme oder kalte Wickel mit zerquetschten Pflanzenteilen gegen Entzündungen der Gelenke. Als kalter Umschlag lindert die Heilpflanze die akuten Schmerzen bei Verbrennungen. Die Vogelmiere hilft gegen das Brennen bei Insektenstichen oder wirkt gegen schmerzhafte Blasen an den Füssen. Dieses Wissen ist äusserst praktisch für die fröhlichen Wanderer; denn das Heilkraut wächst fast überall und ist auch unterwegs leicht zu finden. Kocht man etwas Tee und träufelt dieses Heilwasser auf eine kleine Kompresse, können sich müde Augen damit angenehm erholen. Der bekannte Pfarrer Kneipp empfiehlt die Vogelmiere gegen Hämorrhoiden und als Tee bei hartnäckigem Husten. Bei Blasenentzündungen sollte man viel trinken – und weil die Vogelmiere gleichzeitig ausschwemmend und entzündungshemmend wirkt, ist sie für jede Blasenteemischung geeignet. 30 Schweizer Hausapotheke 2-2020 Judith Dominguez ist Diplom-Biologin, Pflegefachfrau HF und diplomierte interdisziplinäre Gerontologin.

Bärenkräfte fürs Immunsystem Nicht nur in der nasskalten Jahreszeit ist unser Immunsystem gefordert. Auch der Frühling hat so seine Tücken. Grund genug, die Drogistin Claudia Schiely zu fragen, wie unser Immunsystem funktioniert und wie es gezielt unterstützt werden kann. Claudia Schiely, was macht das Immunsystem besonders anfällig? Eine wesentliche Rolle spielen die Anforderungen des Alltags: Hektik, Stress und wenig Schlaf fordern das Immunsystem heraus. Wird dazu auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung wenig Wert gelegt, wird es schwierig. Das führt zu einem Energiedefizit. Ein ausgeglichener Energiehaushalt ist eine wichtige Grundlage für die Abwehrkraft. Auch eine offene und positive Einstellung zum Leben wirkt begünstigend auf das Immunsystem. Was ist das Immunsystem überhaupt? Das Immunsystem ist das Abwehrsystem des Körpers. Es schützt uns gegen Krankmacher wie Bakterien, Viren und Pilze. Es handelt sich dabei um ein komplexes Netzwerk, bestehend aus verschiedenen Zellen und Organen. Wir unterscheiden zwei Arten: Die unspezifische Immunabwehr ist angeboren. Dazu zählen unter anderem die Haut und die Schleimhäute als einfache Schutzbarrieren gegen aussen. Ebenfalls zum angeborenen Immunsystem gehören Fresszellen im Gewebe, welche bereits eingedrungene Keime unschädlich machen. Diese Prozesse laufen in der Regel sehr schnell ab. Was verbirgt sich hinter dem spezifischen Immunsystem? Das ist jener Teil des Immunsystems, welcher der Mensch im Laufe seines Lebens entwickelt. Dazu gehören komplexere Zellen, die sich im Blut und Gewebe aufhalten, Krankheitserreger identifizieren und je nach Bedarf die Produktion von Antikörpern initiieren. Diese Prozesse brauchen etwas mehr Zeit. Training lohnt sich: Deshalb ist es auch wichtig, dass bereits Kinder durch eine vernünftige Konfrontation mit Keimen die Chance erhalten, eine starke Immunabwehr zu entwickeln. Bakterien sind ohnehin allgegenwärtig. Am meisten davon hat es im Darm, wo durch eintreffende Nahrung ein Kontakt zur Aussenwelt stattfindet. Entsprechend ist das Immunsystem dort besonders aktiv und macht in jeder Darmzotte eine «Einfuhrkontrolle». Stichwort Ernährung: Welche Lebensmittel sind besonders wertvoll? Viele Gewürze wie Ingwer, Pfeffer, Zimt und Kurkuma fördern das sogenannte Verdauungsfeuer. Sie wärmen den Körper von innen und regen die Durchblutung des Verdauungssystems an. Die Auswahl an saisonalen Früchten und Gemüsesorten kommta langsam aus dem Winterschlaf. Der Frühling bietet bereits wieder eine breitere Palette an. Grundsätzlich gilt: je bunter, desto besser. Bei Bedarf kann gerne auch auf Eingemachtes zurückgegriffen werden. Dank der Konservierung bewahren diese Produkte ihren Nährstoffgehalt. Für das Immunsystem besonders wichtig ist Vitamin C, insbesondere in Kombination mit Zink. Beide Stoffe können Erkältungsbeschwerden verkürzen. Lohnt sich der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln? Reformhäuser führen seit zwei Jahren die Produktelinie «Naturkraft». Unter dieser Marke werden rein naturbelassene Nahrungsergänzungsmittel basierend auf dem Fachwissen der Mitarbeitenden entwickelt. Zwei dieser Produkte unterstützen spezifisch das Immunsystem. Der ImmunBooster ist für die akute Situation gedacht, in welcher der Körper bereits angeschlagen ist. Er enthält unter anderem Echinacea, Hagebutte, Thymian, Salbei und Ingwer. Damit es gar nicht so weit kommt, kann mit ImmunAktiv vorgebeugt werden: Dieses Produkt enthält zahlreiche natürliche, antibakterielle, reizmildernde und schleimhautstärkende Stoffe wie Zistrose, Thymian, Malvenblätter, Schachtelhalm, Schwarze Johannisbeere, die natürliche Vitamin-C-Quelle Acerola sowie diverse Nährstoffe – darunter natürlich Zink. Mit ein bis drei Kapseln pro Tag kann das Immunsystem gezielt gestärkt werden. Mögliche Standorte finden Sie unter reformhaus.ch/filialen Das ganze Gespräch zum Thema Immunsystem finden Sie auch als Folge des neuen Podcasts Inside REFORM- HAUS gratis bei iTunes unter https://t1p.de/nrm6 Claudia Schiely dipl. Drogistin HF Schweizer Hausapotheke 2-2020 31

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