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Nr. 2 / 2020

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Mitleiden «Geteiltes

Mitleiden «Geteiltes Leid ist halbes Leid.» Das behauptet das bekannte Sprichwort. Und es ist eines, das wir nur zu gerne befolgen: Von unseren Wehwehchen, Sorgen und Leiden berichten wir bereitwillig. Es tut uns gut, mit jemandem zu reden, Mitgefühl zu spüren, uns an einer starken Schulter auszuweinen. Aber haben wir schon je darüber nachgedacht, wie es dem anderen dabei geht? Ich behaupte: Geteiltes Leid ist doppeltes Leid. Ich gebe zu, diese Einsicht fand ich erst spät, mein Liebster brachte mich darauf. Er hatte einmal eine ganze Weile ein persönliches Problem mit sich herumgetragen, jedoch nie mit mir darüber gesprochen. Als er es dann in einem anderen Zusammenhang erwähnte, nachdem es nicht mehr akut war, fragte ich ihn erstaunt, warum er sich mir nicht anvertraut hatte. «Weil du nichts zur Lösung beitragen konntest», antwortete er und erläuterte es mir mit einem Gleichnis: «Stell dir unseren gemeinsamen Lebensweg vor, als wären wir zusammen in einem Kanu auf einem Wildbach. Ich paddle auf der linken Seite, du auf der rechten. Ich passe auf meiner Seite auf, dass wir auf Kurs bleiben und nicht gegen Felsen prallen, du tust es auf deiner Seite. Solange ich mit den Herausforderungen auf meiner Seite fertig werde oder du mir ohnehin nicht helfen könntest, ist es unnötig, dass ich dir davon erzähle, dich damit belaste und dadurch von deinen eigenen Aufgaben ablenke. Sehe ich jedoch, dass ich es allein nicht schaffe und du tatsächlich etwas für mich tun kannst, dann teile ich es dir mit und bitte dich um deine Hilfe.» Stimmt, musste ich mir eingestehen. Lade ich Kummer, Schmerz, Sorgen bei Mitmenschen ab, die mich lieben, mir in der betreffenden Situation aber nicht helfen können, so werden sie nur machtlos mit mir mit-leiden. Nützt mir das etwas? Nein. Schadet es den anderen? Ja. Ist das etwa nicht egoistisch und rücksichtslos? Dann ist es doch allemal besser, ein anderes Sprichwort zu beherzigen: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Karin Jundt ist Autorin und Verlegerin von Fachbüchern über Selbstliebe, Karma Yoga und Spiritualität. Webseite der Autorin: selbstliebe.ch Neuerscheinung — Liebe ist kein Deal Ein Weg zur glücklichen Paarbeziehung Karin Jundt ISBN 978-3-907091-16-6 Softcover, 188 Seiten Format 13,5 x 21,5 cm Unverbindlicher Preis: Fr. 23.– 52 Schweizer Hausapotheke 2-2020 Der «Liebesdeal» ist das in Paarbeziehungen am häufigsten gelebte Modell. Es beruht auf dem Prinzip eines ausgewogenen Gebens und Nehmens mit einem fairen Verhältnis zwischen Rechten und Pflichten. Betrachtet man jedoch die hohen Trennungsund Scheidungsraten und die erhebliche Anzahl unzufriedener oder konfliktärer Beziehungen, ist es offenbar nicht besonders erfolgreich. Wonach wir uns in Wahrheit sehnen, ist die selbstlose, bedingungslose, vorbehaltlose Liebe ohne Forderungen und Erwartungen, die eine harmonische Verbindung zweier Menschen nährt, in welcher jeder er selbst sein darf und angenommen und geliebt wird, wie er ist. Reine Liebe, ein hohes Ideal. Um es zu erlangen, ist zuerst eine gründliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Ego unerlässlich. Die tragenden Elemente für ein Leben im Einklang mit sich und dem Partner sieht Karin Jundt in Selbstliebe, Authentizität, Kommunikation und Einheit. Ihr Buch richtet sich an Menschen, die den Weg der selbstlosen Liebe einschlagen oder vertiefen wollen. Es ist aber auch für all jene ein Wegweiser, die ihre Partnerschaft friedlicher und bereichernder gestalten oder an bestehende Probleme herangehen und sie bewältigen möchten. Wie es für ihre Wegweiser-Bücher charakteristisch ist, bleibt die Autorin nicht bei der Theorie stehen; vielmehr gibt sie konkrete, im Alltag anwendbare Anleitungen und Tipps, damit die neuen Erkenntnisse in der Praxis genutzt und umgesetzt werden können. Karin Jundt verbrachte als Tochter schwei- zerisch-italienischer Eltern ihre Kindheit in Italien; mit elf Jahren zog sie mit ihrer Familie in die Schweiz, wo sie heute noch lebt. Nachdem sie als Teenager ihre streng katholische Erziehung abgelegt hatte, suchte sie nach neuen Wegen und wandte sich dem Buddhismus und Hinduismus zu, studierte an der Universität Zürich unter anderem Religionswissenschaften und Psychologie. Karin Jundt war als Kursleiterin in den Bereichen Selbstliebe, Urvertrauen und Paarbeziehungen tätig und veröffentlichte mehrere Ratgeber-Bücher dazu. Ferner betreibt sie Webseiten zu Selbstliebe, Selbstwertgefühl, Urvertrauen, Spiritualität und mehr: selbstliebe.ch karma-yoga.ch nada-verlag.ch

Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen … Von Blähungen (Flatulenz) ist fast jeder Mensch von Zeit zu Zeit einmal betroffen. Dabei befindet sich zu viel Luft im Darm, die drückt und zwickt. Meist haben Blähungen keinen Krankheitswert und verschwinden zum Glück von alleine wieder. Wir Menschen schlucken beim Atmen, Sprechen oder Essen im Alltag reichlich Luft. Diese wird grösstenteils durch den Mund wieder ausgeschieden, der Rest wandert in den Darm. Die dort angesiedelten Bakterien produzieren beim Verdauen Wasserstoff, Stickstoff, Kohlendioxid und Methan. Auf diese Gase prallt die Luft, das Gemisch wirbelt durch den Darm und will nach draussen – als Pups. Pupsen nicht unterdrücken Darmgase sollten freigelassen und besser nicht unterdrückt werden: Je mehr Luft sich im Darm ansammelt, desto grösser wird der Dehnungsreiz. Wie Menschen Blähungen wahrnehmen, ist völlig unterschiedlich. Einige Personen empfinden schon geringe Gasmengen im Bauch als störend, andere sind in dieser Hinsicht weniger empfindlich. Im Prinzip jedoch sind Darmwinde meist völlig harmlos und lediglich ein Zeichen dafür, dass der Darm arbeitet. Von Blähungen oder Flatulenz spricht man erst dann, wenn sich zu viel Luft im Bauch befindet, die über den Darmausgang (After) entweicht. Dafür gibt es verschiedene Ursachen – vor allem die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle. Bei einem besonders empfindlichen Darm können allerdings schon die alltäglichsten Lebensmittel zu Verdauungsproblemen und Blähungen führen. Zu den blähenden Lebensmitteln gehören unter anderem Hülsenfrüchte, Kohlgemüsesorten, Rohkost im Allgemeinen, scharfes Essen und unverdauliche Kohlenhydrate. Vielerlei Gründe Übermässiger Genuss von Kaffee und Nikotin, kohlensäurehaltige Getränke, Lebensmittel mit Zuckeraustauschstoffen sowie eine Nahrungsunverträglichkeit und Stress können auch zu Blähungen führen. Wer seinen Tag grösstenteils sitzend verbringt, ist ebenfalls anfälliger: Bewegungsmangel macht den Darm träge und fördert Flatulenz. Auch sind Blähungen in der Schwangerschaft keine Seltenheit: Der Körper der werdenden Mutter produziert das Hormon Progesteron. Es entspannt das Muskelgewebe von Organen inklusive der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt. Damit verlangsamt sich die Verdauung, was leichter zu Blähungen führen kann. Möglich bei Blähungen ist auch eine Beeinträchtigung der Darmflora. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Antibiotika eingenommen werden müssen. In einem solchen Fall sind die Billionen von Bakterien im Darm aus ihrem natürlichen Gleichgewicht geraten. Blähungen bei Babys Babys leiden insbesondere in den ersten drei Monaten sehr häufig unter Blähungen. Dabei blähen Gase den Bauch der Kleinen schmerzhaft auf. Zum Teil gelangt Luft ganz einfach durch Schlucken beim Trinken in den Verdauungstrakt. Aus diesem Grund sollten Säuglinge nach dem Trinken «rülpsen», so kann die Luft wieder aus dem Magen entweichen. So beugen Sie vor Blähungen lassen sich vermeiden, indem Sie auf blähende Speisen bewusst verzichten und auf leichte Kost setzen. Hilfreich sind auch verdauungsfördernde Gewürze wie Kümmel, Anis, Majoran oder Koriander. Dazu sollten Sie sich stets genügend Zeit zum Essen nehmen, gründlich kauen und beim Essen nur wenig sprechen. Ideal ist es zudem, den Darm mit Bewegung und Sport auf Trab zu halten. Wenn Sie Sport nicht mögen, so ist zumindest ein kleiner Verdauungsspaziergang nach den Mahlzeiten der Verdauung förderlich. Selten kommen als Ursachen von Blähungen sowohl kurzfristige als auch schwerwiegende Krankheiten in Frage. In folgenden Fällen allerdings sollten Sie besser einen Arzt um Rat fragen: Die Blähungen gehen mit starken Bauchschmerzen, Erbrechen und verändertem Stuhlgang einher; sie treten in bestimmten Zusammenhängen immer wieder auf; sie halten über einen längeren Zeitraum an. Impressum Schweizer Hausapotheke Verlag und Anzeigen Perpress Medien AG, Könizstrasse 25, 3008 Bern, Tel. 031 740 97 10, Fax 031 740 97 28, info@schweizerhausapotheke.ch • Geschäftsleitung Dr. Christoph Tschan, 031 740 97 15, ch.tschan@schweizerhausapotheke.ch • Administration & Buchhaltung Carolyn Scheid egger, 031 740 97 10, c.scheidegger@schweizerhausapotheke.ch • Backoffice Ursula Etter • Redaktions- und Produktions leitung Sylvia Felber, 031 740 97 20, s.felber@schweizerhausapotheke.ch • Ann- Brita Dähler, Verantwortliche Digital, 031 740 97 18, a.daehler@schweizerhausapotheke.ch • Leiter Marketing & Kommunikation Mischa Felber, 031 740 97 12, m.felber@schweizerhausapotheke.ch • Gestaltung Sinem Seçkin • Auflage (deutsch + französisch) 222580 (beglaubigt WEMF 2019) Abonnement Fr. 24.– Erscheinung achtmal jährlich • Abonnentendienst Industriestrasse 37, 3178 Bösingen, 031 740 97 62, abo@schweizerhausapotheke.ch Urs Tiefenauer ist Texter, Werbe- und PR- Fachmann. Seit 2001 arbeitet er selbständig im Bereich Gesundheit und Gesellschaft. Schweizer Hausapotheke 2-2020 53

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