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Nr. 2 / 2021

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Gliederschmerzen,

Gliederschmerzen, Müdigkeit oder Fieber. In diesem Fall sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Um eine Borreliose zu diagnostizieren, stehen verschiedene Tests zur Verfügung, die nach spezifischen Antikörpern im Blut suchen. Leider sind diese aber nicht sehr zuverlässig, sodass es manchmal schwierig ist, eine korrekte Diagnose zu stellen. Ein ziemlich guter Hinweis ist deshalb meist der ringförmige Hautausschlag, der jedoch nicht in jedem Fall bemerkt wird. Die Therapie besteht in einer möglichst raschen Behandlung mit Antibiotika. Eine Impfung gibt es bis heute leider noch nicht. Heimtückische Erkrankung Im Frühling sind Zecken besonders aktiv: Hungrig lauern sie auf Blutmahlzeiten, die sie für ihre Entwicklung dringend benötigen. Die Gefahr für uns Menschen besteht darin, dass die Parasiten gefährliche Krankheiten, wie zum Beispiel die Borreliose, übertragen können. Weltweit gibt es über 800 verschiedene Zeckenarten. Sie gehören zusammen mit ihren nächsten Verwandten, den Milben, zur grossen Familie der Spinnentiere. Bei gemässigten Temperaturen und genügend Luftfeuchtigkeit liegen sie häufig auf der Lauer, bei höheren Wärmegraden im Sommer, tieferen Temperaturen im Winter oder trockener Luft sind sie hingegen kaum mehr aktiv. Ganz schön clever Zecken halten sich vor allem an Wald- und Wegrändern, in Lichtungen oder Hecken auf. Aber auch in Gärten und Parkanlagen können sie ihr Unwesen treiben. Im Unterholz, auf Gräsern oder in Hecken warten sie darauf, dass Tiere oder Menschen vorbeikommen. Durch ihre spezialisierten Sinneszellen können sie den nahenden Blutspender anhand seiner Wärmestrahlung und Kohlendioxyd- Ausdünstung orten. Ist das Opfer in Reichweite, krallen sich die Parasiten blitzartig an ihm fest. Auf der Haut wandern sie anschliessend zu Stellen, an denen die Haut besonders dünn und feucht ist. Das sind zum Beispiel Kniekehlen, Achselhöhlen, Nacken, Haaransatz oder Ohren. Dort können sie sich besonders gut festbeissen, und die Blutgefässe sind leicht erreichbar. Der Saugvorgang kann mehrere Tage andauern. Ist er vollbracht, lassen sich die Zecken fallen. Borreliose: Nicht harmlos! Im Speichel der Zecken können sich Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien befinden. Bei einem Biss können diese leicht in die Blutbahn des Opfers gelangen und eine ganze Anzahl verschiedener Krankheiten auslösen. Zu den wichtigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen gehören die Borreliose und die Zeckenenzephalitis. Die Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst, die den Darm der Zecke besiedeln. In der Schweiz sind, je nach Region, 5 bis 50 Prozent der Zecken mit diesen Bakterien infiziert. Die Krankheit kann chronisch verlaufen und – oft erst nach Monaten oder Jahren – Gelenke und Muskeln sowie Haut, Herz, Augen und das Nervensystem befallen. Allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit und Unwohlsein sind auch zu beobachten. Ein Fall für den Arzt Erste Anzeichen für eine Ansteckung mit Borreliose-Erregern sind eine nach Tagen bis Wochen auftretende, ringförmige und grossflächige Rötung rund um die Einstichstelle, sowie grippeähnliche Symptome wie Infektionen vermeiden Die beste Vorbeugung vor einem Zeckenbiss besteht darin, sich bei Aktivitäten im Freien vor den Parasiten zu schützen. Tragen Sie deshalb in kritischen Gebieten vorzugsweise lange Hosen, langärmelige Hemden und festes Schuhwerk und stülpen Sie die Socken über die Hosenbeine. Einige Insektenschutzmittel sind auch gegen Zecken wirksam und können sowohl auf die unbedeckten Körperpartien, als auch auf die Kleidung aufgetragen werden. Der Schutz ist aber leider nicht hundertprozentig und hält oft nur wenige Stunden an. Nach der Heimkehr sollten Sie deshalb sofort die Kleidung wechseln und den ganzen Körper gründlich nach Zecken absuchen. Zecken richtig entfernen Manchmal findet man trotz aller Vorsichtsmassnahmen eine Zecke. Entfernen Sie diese dann so schnell, wie möglich. Greifen Sie den Parasiten mit einer Pinzette oder mit einer speziellen Zeckenkarte möglichst nahe der Haut und ziehen Sie ihn zügig und gerade heraus. Achten Sie darauf, dass auch die Mundwerkzeuge richtig beseitigt wurden und desinfizieren Sie Einstichstelle und Hände gut. Notieren Sie sich Ort und Datum des Einstichs und beobachten Sie die Stelle während der nächsten Wochen genau. Bei Entzündung, ringförmiger Rötung und anhaltendem Juckreiz oder aber beim Auftreten grippeähnlicher Symptome konsultieren Sie unbedingt einen Arzt. Christiane Schittny ist Apothekerin und Betriebsleiterin. Seit 15 Jahren arbeitet sie als Fachjour nalistin für diverse Printmedien. 40 Schweizer Hausapotheke 2-2021

Was beim Zahnen helfen kann Viele Eltern können ein Lied davon singen: Unruhige Tage und Nächte mit einem weinerlichen, reizbaren und vielleicht leicht fiebrigen Säugling – das Zahnen kann für alle ganz schön anstrengend sein. Bis zum Alter von drei Jahren verschaffen sich 20 Milchzähne ihren Platz im kleinen Kiefer; Klein und Gross schätzen in diesen Phasen wirksame Linderung. Schon vor der Geburt sind die Milchzähne und die bleibenden Zähne im Kieferknochen angelegt. Durchschnittlich ab dem sechsten Lebensmonat brechen die ersten an die Oberfläche durch: In der Regel sind es die unteren beiden Schneidezähne, die den Anfang machen. Ihnen folgen die oberen und seitlichen Schneidezähne, zuletzt die Backen- und Eckzähne. Bis zum dritten Geburtstag ist das Milchgebiss mit 20 Zähnen vollständig. Bei manchen Babys läuft das Zahnen fast unbemerkt ab, sie leiden kaum und die Zähnchen werden von den Eltern rein zufällig entdeckt. Abgesehen von den paar Glückspilzen sind Beschwerden beim Zahnen aber weit verbreitet; ein zwar ganz normaler, aber häufig ziemlich anstrengender Entwicklungsschritt. Ein Zahndurchbruch dauert im Schnitt acht Tage und wiederholt sich in unterschiedlichen Abständen und bis zum vollständigen Gebiss zwanzig Mal. Wirksame Hilfsmittel stehen also hoch im Kurs. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. Zulassungsnummer: 59057 Im Beratungsalltag von Frau Wattinger, Drogistin, ist das Zahnen ein immer wiederkehrendes Thema. Wir haben sie nach ihren Tipps gefragt. Was sind die typischen Anzeichen fürs Zahnen, Frau Wattinger? Weil der bevorstehende Zahndurchbruch mit einer lokalen Zahnfleischentzündung verbunden ist, juckt und schmerzt das angeschwollene Zahnfleisch. Die Säuglinge plagen sich damit, sind untröstlich und unleidig. Dazu kommen unruhiger Schlaf, Weinerlichkeit und ein erhöhter Speichelfluss; manchmal auch leichtes Fieber und ein verminderter Appetit. Die zeitweilige Verweigerung beim Trinken kommt bei manchen Babys daher, dass die Saugbewegung die Durchblutung anregt und die betroffene Stelle damit noch empfindlicher macht. Oft lässt sich beobachten, dass die Kleinen auf allem herumkauen, was greifbar ist. Woran liegt das? Genau, das ist sehr typisch, wenn der Durchbruch des Zähnchens kurz bevorsteht. Das «Sabbern» steigert sich weiter und das Baby schnappt sich und kaut auf allem herum, was in der Nähe ist: Im Gegensatz zur Saugbewegung scheint leichter Druck den Schmerz etwas zu lindern. Achten Sie also speziell da rauf, was sich in der Phase so alles in Griffweite befindet. Und wie ist es mit dem Reiben am Ohr? Babys reiben sich beim Zahnen gerne mit den Händen an den Wangen und Ohren, das lindert das Spannungsgefühl im Kiefer. Falls Sie aber den Eindruck haben, dass Ihr Baby übermässig leidet, sollten Sie sich vergewissern, dass weder eine Grippe noch eine Ohrenentzündung dahinterstecken. Was können Eltern tun, um dem geplagten Säugling zu helfen? Auch wenn Eltern und andere Betreuungspersonen während der unruhigen «Zahnzeit» selber an Grenzen stossen, ist es wichtig, den Kleinen besonders viel Zuwendung und Ruhe zu schenken. Schon einfache Hilfsmittel erleichtern die Situation für alle: So sorgen etwa Halstücher oder Lätzchen dafür, dass auch beim starken Sabbern Hemdchen und Strampler trocken bleiben. Spezielle, leicht gekühlte und einfach zu desinfizierende Beissringe sorgen für Erleichterung beim Baby, bieten Sicherheit beim Kauen und unterstützen die Mundhygiene. Und schliesslich gibt es auch natürliche Präparate, die Linderung verschaffen und fürs Kleine unbedenklich sind. Was empfehlen Sie? Sehr praktisch in Dosierung und Anwendung sind die homöopathischen Trinklösungen Camilia von Boiron. Als Einzeldosen verpackt sind sie sehr handlich – auch für unterwegs –, immer hygienisch und leicht zu verabreichen. Die Homöopathie ist eine schonende Behandlungsmethode, die sich schon für Babys eignet. Auf der Basis von gereinigtem Wasser entfalten die drei natürlichen Wirkstoffe, beispielsweise wilde Kamille, ihre Wirkung bei allen Symptomen des Zahndurchbruchs: Sie lindern ein verstärktes Kau-, Beissoder Saugbedürfnis, den erhöhten Speichelfluss oder die Reizbarkeit Ihres Babys. Erhältlich in Apotheken und Drogerien Michèle Wattinger ist diplomierte Naturheilpraktikerin TEN mit den Schwerpunkten Ernährung und Vitalstoffe. Die zweifache Mutter arbeitet im MÜLLER Reformhaus Vital Shop an der Pelzgasse 13 in Aarau und ist online unter www.tenvital.ch erreichbar. Schweizer Hausapotheke 2-2021 41

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