Aufrufe
vor 2 Monaten

Nr. 3 / 2021

  • Text
  • Schweizer
  • Hausapotheke
  • Menschen
  • Kompliment
  • Zudem
  • Wirkung
  • Mittel
  • Zeit
  • Behandlung
  • Schweiz
LEBENSENERGIE – MAGIE IM LEBENSRAUM | VITALITÄT MIT MIKRONÄHRSTOFFEN | GESUNDES ZAHNFLEISCH | STUMPFE VERLETZUNGEN | HILFE BEI VAGINALBESCHWERDEN | RHABARBER – BESONDERES GEWÄCHS | ZU VIEL ODER ZU WENIG? | HÖRSYSTEME | VERSTOPFUNG | MACHEN SIE IHREN BEINEN BEINE | AUGENTROPFEN | SCHÜSSLER SALZE – DER BERÜHMTE ARZT UND SEINE SALZE | VITALPILZE, POTENTIAL FÜR IHRE GESUNDHEIT | ENDLICH GUT SEHEN | SPAGYRIK BEI HEUSCHNUPFEN | HÜHNERAUGENPFLASTER | HAGEBUTTE, GEMMOTHERAPIE | HILFE BEI REIZDARMSYNDROM | WUNDERSAMER WEIHRAUCH-EXTRAKT | DAS HAST DU SEHR GUT GEMACHT! DIE SACHE MIT DEN KOMPLIMENTEN | DIE WIEDERGEBURT DER ANTIBIOTISCHEN HEILER? | SELBSTSTÄNDIGKEIT IM ALTER | CBD – MYTHOS ODER GROSSES POTENZIAL? | BEHANDLUNG VON NAGELPILZ | NUTZEN VON ANTIOXYDANTIEN | RISIKO GÜRTELROSE | PFLANZENKNOSPEN GEGEN HEUSCHNUPFEN | NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL IN WASSERHÜLLE | PFLEGE FÜR DIE HAUT | HAFER-BISCUITS | BASISCHE NATURKOSMETIK | DIE SCHWEIGSAMEN MÄNNER | GESUNDES STILLEN | DEN KOPF IN SCHWUNG HALTEN | LÖSUNGEN BEI MUNDTROCKENHEIT | 60 JAHRE KRÄUTERHEFE | MULTIPLE SKLEROSE, WELT MS-TAG | WORTWEISE | STOFFWECHSELTHERAPIE | DIE ÜBERZEUGUNG, ETWAS BESONDERES ZU SEIN | SCHUHE ZUM WOHLFÜHLEN | COVID-19: ERFAHRUNGEN UND FALLBERICHT | NATÜRLICHER GESUNDHEITSSCHUTZ | GESUNDE MOLKE | IMMUNSYSTEM STÄRKEN | VITAMIN D3 | NATÜRLICHE INFEKTIONSBARRIERE STÄRKEN | ESSLUST HOMÖOPATHISCH REGULIEREN

Besonderes Gewächs

Besonderes Gewächs Rhabarber (Rheum rhabarbarum) aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) Die winterharte Staude kennen wir alle aus den Gemüsegärten und als Zutat für Kuchen oder Konfitüre. Da könnte man denken, der Rhabarber wuchs schon immer in heimischen Bauerngärten und sei bodenständig traditionell. Doch wie sein botanischer Name verrät, ist der Rhabarber ein ganz besonderes Gewächs. Rheum heisst im Mittelhochdeutschen die Wurzel und rhabarbarum ist von den Barbaren abgeleitet. In der Antike nannten die Griechen alles Fremdländische barbarisch. Tatsächlich kam die Gemüsepflanze erst im 18. Jahrhundert zu uns nach Europa und ist somit ein Exot. Ursprünglich wuchsen Rhabarbern nur auf dem Himalaja. Im Mittelalter gelangten die Wurzeln als Importwaren zu den berühmten arabischen Medizinern und diese verwendeten sie als Arzneimittel. Das Treiben und Nutzen der Blattstiele ist also eine eher moderne Erfindung. Die Pflanze braucht im Frühling Dunkelheit, weshalb die Gärtner ihnen ein lichtundurchlässiges Gefäss überstülpen. Darunter ist es zudem warm und die Stängel beginnen schon bald in die Höhe zu spriessen. Die so gebleichten Blattstängel enthalten weniger Oxalsäure und Bitterstoffe. Je näher der Sommer rückt, desto mehr Oxalsäure lagert die Pflanze jedoch ein. Deshalb haben die Bäuerinnen den Rhabarber nur bis zum Johannistag, dem 24. Juni, geerntet. Die neuern Sorten sind milder und besonders die Rötlichen enthalten weniger schädliche Oxalsäure. Die damit zubereiteten Speisen haben ausserdem eine hübsche Farbnote. Heilmittel aus dem Tibet Die Rhabarberwurzel wird bis heute als Heilmittel verwendet, allerdings meist von der rheum officinale, der Medizinrhabarber. Sie hat eine abführende Wirkung. Da sie ausserdem entzündungshemmend wirkt, ist sie in gewissen natürlichen Heilmitteln gegen Fieberblasen enthalten. Der sibirische Rhabarber rhaponticum enthält natürliche Östrogene und wirkt deshalb lindernd gegen Wechseljahrbeschwerden. Extrakte werden in der Naturmedizin zudem als Mittel gegen Entzündungen der Mundschleimhaut oder des Zahnfleisches empfohlen. Während die Wurzeln als Heilmittel Verwendung finden, sind die Blätter schon fast als giftig zu bezeichnen. In ihnen speichert die 10 Schweizer Hausapotheke 3-2021 Pflanze nämlich grosse Mengen Oxalsäure. Diese Säure kommt zwar in vielen Pflanzen, die wir essen oder als Tee trinken vor, jedoch in sehr geringen Mengen. In grösseren Mengen ist sie gesundheitsschädlich. Oxalsäure behindert im Darm die Aufnahme von Eisen und sollte deshalb bei Eisenmangel oder entsprechenden Behandlungen möglichst wenig eingenommen werden. Bei regelmässiger Einnahme grösserer Mengen Oxalsäure können sich Nierensteine, so genannte Oxalatsteine, bilden. In der Tiermedizin ist jedoch Oxalsäure äusserst nützlich. Sie wirkt zum Beispiel gegen Varroamilben, die bevorzugt Bienen befallen. Die Imker träufeln im Spätherbst eine oxalsäurehaltige Zuckerlösung auf die Bienenwaben. Diese kann auch zum Reinigen von Kristall und gegen Rostflecken verwendet werden. Gemüse oder Frucht Genau genommen sind die Rhabarberstängel ein Gemüse, obwohl sie meist wie eine Frucht zu Kompott oder Konfitüre verarbeitet werden. Vor der Zubereitung sollten die Stängel immer gründlich geschält werden, denn auch in der Schale befinden sich grössere Mengen Oxalsäure. Wird das süsssaure Gemüse ausserdem blanchiert, kann weitere gelöste Säure mit dem Kochwasser weggeschüttet werden. Die Stängel werden vor allem als Zutat für Süssspeisen verwendet, auf fruchtigen Wähen, Joghurts oder Kuchen. Auch als Getränke wie Sirup, spritzigen Schorles oder Cocktails. Weniger bekannt ist die salzige Zubereitung. Der Stängel passt gut zu Käse- oder Flammkuchen, Rucolasalat und harmoniert sogar mit Lammfleisch oder Fisch. Und weil die Rhabarberstängel auch gern die Zähne angreifen, sollte mit dem Putzen der Zähne nach deren Verzehr mindestens eine halbe Stunde gewartet werden. Judith Dominguez ist Diplom-Biologin, Pflegefachfrau HF und diplomierte interdisziplinäre Gerontologin.

ALLTAGSS ZENE Zu viel – oder zu wenig? Wir leben bekanntlich in einer ausgesprochenen Konsumgesellschaft und viele von uns besitzen deutlich mehr, als eigentlich notwendig wäre … Beim Zappen im Fernsehen bin ich kürzlich an einer Reportage hängen geblieben. Dabei ging es um einen etwa 40-jährigen Mann, der sich selbst als «Minimalist» bezeichnete, (er soll sogar mehrfacher Millionär sein) und auch entsprechend lebt. Wie er sagte, besitze er nur 50 Gegenstände, Kleider und Schuhe inklusive, und er meinte, dass er damit ganz gut durch das Leben käme. Dieser Bericht hat mich nachhaltig beschäftigt und ich habe mir in der Folge einige Gedanken darüber gemacht: Wie viel besitzen wir? Was genau besitzen wir? Brauchen wir all das wirklich? Und welche Themen stehen in Verbindung mit dem Minimalismus? Bescheidenheit vielleicht? Es folgte ein bewusster Gang durch meine Wohnung und ein kritischer Blick in alle meine Schränke, Gestelle und Schubladen. Die Beschäftigung mit diesem Thema war für mich nicht ganz neu, habe ich doch vor wenigen Jahren, als ich die Wohnung wechselte, schon rigoros geräumt und mich von vielen alten und älteren Gegenständen getrennt. Einiges habe ich verschenkt, vieles auch entsorgt. Aber nur 50 Gegenstände? Oh, da bin ich doch noch weit davon entfernt, wenn ich nur schon meine CDs, Bücher und Musiknotenhefte zusammenzähle, liege ich schon bei weit über 100. Und dann all das Geschirr und Besteck, die Schüsseln und Pfannen, alle meine Hosen, Hemden und Socken, die Schuhe und die Jacken, ebenso die Musikinstrumente, die Bilder an der Wand, Kerzen und Kerzenständer, Möbel, Farben, Bleistifte, Kugelschreiber, auch der Kühlschrank ist meist gut gefüllt, dann die Kaffeemaschine, den Mixer, den Teekocher, drei Kirschschokoladen, Weinflaschen und, und, und … Obschon ich glaube, nicht übermässig viel zu besitzen (das, tue ich eigentlich ganz bewusst), käme ich, wenn ich in meiner Wohnung alles zusammenzählte, ganz sicher auf weit über tausend Gegenstände. Kein Vergleich also mit dem 40-jährigen Minimalisten mit seinen 50 Gegenständen … Materialismus Wenn ich diesen Minimalisten in der Reportage richtig verstanden habe, bezeichnete er unsere Art zu leben als «Materialismus». Er BESSER HÖREN. BESSER LEBEN. Probieren. Erleben. Dazugehören. Mit innovativer Technik den Alltag neu erleben: Hörsysteme von heute sorgen für bestes Sprachverstehen und unterstützen dank smarter Funktionen im täglichen Leben. Wenn jemand immer öfter «Wie bitte?» fragt, den Fernseher immer lauter dreht oder sich in einem Gespräch zunehmend zurückzieht, sind das typische Anzeichen einer Hörminderung. Ein Hörverlust macht sich meist schleichend bemerkbar. Menschen mit Hörminderung versuchen oft, diese zu überspielen. Ängste sind hier jedoch unbegründet. Denn mit Hörsystemen von heute erlebt man den Alltag vollkommen neu: Dazugehören & Neues erleben Innert Sekunden stellt sich ein Hörsystem vollautomatisch auf verschiedene Situationen ein. Das bedeutet, Hörgeräteträger tauchen unkompliziert in die unterschiedlichen Geräuschkulissen des Alltags ein. Auch entspannten Gesprächen in lauter Umgebung steht nichts mehr im Weg – Störgeräusche werden einfach minimiert. Erleichterung im Alltag bietet die Möglichkeit zur Bluetooth- Verbindung zwischen Hörgeräten und Smartphone oder TV. Dadurch telefoniert man zukünftig freihändig und spielt sich den Ton direkt über die Hörsysteme ins Ohr. Hörsysteme 30 Tage lang kostenlos und unverbindlich im Alltag ausprobieren. Jedes Ohr ist so individuell wie das Leben. Deshalb ist auch ein Hörsystem etwas ganz Persönliches. Bei Neuroth kann man aus diesem Grund ein Hörsystem 30 Tage lang mit nach Hause nehmen und es in gewohnter Umgebung testen. Kostenlos und unverbindlich, für besseres Hören und besseres Leben. Foto: Neuroth AG WERBUNG Testen Sie jetzt ein Hörsystem und gewinnen Sie ein 1. Klasse GA der SBB – Ihr Ticket für neue Erlebnisse. Mehr Infos & Anmeldung unter neuroth.com/erleben oder 00800 8001 8001. Schweizer Hausapotheke 3-2021 11

Unsere Zeitschriften