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Nr. 3 / 2021

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Die Antioxydantien und

Die Antioxydantien und ihre Nutzen rend der Sonnenexposition. Diese verschiedenen Eigenschaften würden die Vorteile der Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel mit Antioxydantien untermauern, natürlich nebst der reichlichen Einnahme von Früchten und Gemüsen. Astaxanthin ist nützlich – speziell für Sportler Astaxanthin gehört zu der grossen Familie der karotinoiden Farbstoffe (Xanthophyllen), deren antioxydativen Eigenschaften es besitzt. Es wird durch mehrere Arten von Algen und von Plankton produziert. Es ist der rote Farbstoff, der die Färbung der Pelikane und der Lachse erzeugt. Die höchste natürliche Konzentration ist bei der Alge Haematococcus pluvialis zu finden. Seit über zehn Jahren wird Astaxanthin auf seine Wirkung auf den Organismus unter Belastung untersucht. Ein japanisches Team von Forschern hat gezeigt, dass Astaxanthin den Fettmetabolismus verbessert und somit auch die muskuläre Ausdauer. Es erlaubt auch, Entzündungen zu behandeln und würde somit eine bessere Regeneration ermöglichen. Die Substanz hat bei Gelenk- und Muskelschmerzen sowie bei Sehnenscheidenentzündungen interessante Resultate gezeigt. Die Gruppe der Karotinoide nimmt in der grossen Familie der Antioxydantien eine wichtige Stellung ein. Von ihrer Struktur her sind sie mit dem Betakarotin (Provitamin A) verwandt. Einige, wie zum Beispiel das Astaxanthin, sind sehr potente Antioxydantien. Betakarotin ist eine Vorstufe des Vitamin A. Es ist in allen farbigen Früchten und Gemüsen unserer Nahrung enthalten und verwandelt sich im Körper in Vitamin A. Diese Umwandlung wird vom Körper entsprechend seinen Bedürfnissen vorgenommen. Eine Überdosierung kann somit nicht stattfinden, wie dies mit Gaben von reinem Vitamin A der Fall sein könnte. Eine wichtige Funktion des Betakarotins und der Karotinoide ist die Neutralisierung der freien Radikale, also die antioxydative Wirkung. Unser Organismus ist eine biochemische Fabrik, welche mehr oder weniger stark durchgehend 24 Stunden in Betrieb ist. Die «Abfälle» der zahlreichen chemischen Reaktionen, die im Körper ablaufen, werden entweder wiederverwendet oder ausgeschieden. Es bilden sich dabei auch chemische Elemente, die freie Radikale genannt werden. Diese sind sehr reaktionsfähig, da sie ein oder mehrere freie Elektronen besitzen, mit denen sie versuchen zu «oxydieren». Ein Teil dieser freien Radikale richtet gezwungenermassen Schäden an unseren Zellen an und bewirkt unter anderem eine vorzeitige Alterung. Es scheint, dass sich die von freien Radikalen verursachten Schäden durch Antioxydantien, zumindest teilweise, eingrenzen lassen. Letztere hindern die freien Radikale am Erreichen des Ziels. Sie werden deshalb auch «chemische Schutzfaktoren» genannt. Karotinoide spielen eine spezifische Rolle in der Fixierung des Singulett-Sauerstoffes. Dies ermöglicht ihnen, vor Schäden durch ultraviolette Strahlen und Sonneneinwirkung zu schützen: eine wertvolle Hilfe vor und wäh- Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Fachleute noch nicht alle Wirkmechanismen und nicht alle Eigenschaften des Astaxanthins kennen. Dieser Farbstoff scheint jedoch eine vielversprechende Zukunft in vielen Gebieten zu haben. 32 Schweizer Hausapotheke 3-2021

Gürtelrose ~ höheres Risiko bei älteren Personen Windpocken, auch als spitze oder wilde Blattern bekannt, gehören zu den klassischen Kinderkrankheiten: Durch Tröpfcheninfektion über Husten und Niesen sind sie zwar hoch ansteckend, verlaufen aber meist harmlos. Jahre später kann sich aus den gleichen Viren eine schmerzhafte Gürtelrose entwickeln – mit teils schwerwiegenden Folgen. Die Ursachen einer Gürtelrose liegen in der Regel weit in der Vergangenheit, in der Erstinfektion mit dem Varicella-Zoster-Virus (VZV), welcher die Windpocken (Varizellen) ausgelöst hat. Meistens passiert das schon im Kindesalter: Windpocken sind eine bekannte Kinderkrankheit. Die Viren verbreiten sich nicht nur durch Niesen und Husten, sondern auch durch Sprechen und Atmen sehr schnell und auch über grössere Distanzen – «wie der Wind», daher auch der Name. Aber auch die Flüssigkeit in den typischen, juckenden Bläschen ist ansteckend. Bei gesunden Kindern verläuft die lästige Erkrankung meistens harmlos; im Erwachsenenalter kann sie aber vermehrt zu Komplikationen führen. In der Regel erkrankt man nur einmal im Leben an Windpocken, weil der Körper nach der Abheilung immun ist. Aber die Viren verbleiben im Körper – zwar «schlummernd» in den Nervenzellen, aber trotzdem mit dem latenten Risiko, dass sie nach Jahren oder Jahrzehnten reaktiviert werden und eine Gürtelrose hervorrufen können; dies insbesondere, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Wie weit verbreitet der Primärkontakt mit VZV ist, zeigt die folgende Aussage des Bundesamts für Gesundheit (BAG): «Bis zum Alter von 40 Jahren haben mehr als 99 % aller Erwachsenen Kontakt mit VZV». 1 Jede vierte Person erkrankt bis zum Alter von 80 Jahren an Gürtelrose. Symptome Bevor die klassischen, sichtbaren Zeichen einer Gürtelrose (Herpes Zoster, HZ) auftreten, sind Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber erste diffuse Vorboten. Bald kommen in einem beschränkten Körperbereich erste Missempfindungen, Taubheitsgefühle oder auch schon brennende Schmerzen dazu. Nach ein bis zwei Tagen werden Hautrötungen sichtbar, auf denen sich Bläschen bilden; typisch ist das einseitige Auftreten, oft als gürtelähnliches Band – was der Krankheit ihren Namen gibt – in einem Halbkreis zwischen Brustbein und Wirbelsäule, entlang der betroffenen Nervenbahn. Eine Gürtelrose kann sich aber auch an Beinen, Armen, Gesäss und im Gesicht bilden – und sie ist häufig von heftigen Schmerzen begleitet. Nach zwei bis drei Tagen erreicht der Ausschlag seinen Höhepunkt: Die Bläschen platzen auf und die daraus hervorgehenden Wunden verschorfen nach und nach. Der Schorf fällt normalerweise nach zwei bis drei Wochen ab; in 90 Prozent der Fälle ist eine Gürtelrose nach einem Monat ausgeheilt. Risiken und Komplikationen Auffällig ist laut BAG das häufigere Auftreten von Herpes Zoster bei «immungeschwächten oder älteren Menschen. Das mit dem Alter verbundene Risiko hängt wahrscheinlich zusammen mit der während der Primärinfektion erworbenen, jedoch über die Zeit abnehmenden Immunität (...). Daraus resultiert mit zunehmendem Alter eine kontinuierliche Zunahme der Schwere von Herpes Zoster und dessen Komplikationen bei Menschen über 50 Jahren.» 1 Eine mögliche lokale Komplikation ist die Infektion des Ausschlags mit Bakterien, was Narbenbildung der Haut nach sich ziehen kann. Noch schwerer wiegen weiterreichende Komplikationen wie Hornhaut- und Bindehautentzündung – die unbehandelt zu einer Erblindung führen können –, Post-Herpetische Neuralgie (PHN: chronische Schmerzen nach dem Ausschlag, die über Jahre bestehen bleiben können), Lähmungserscheinungen (insbesondere im Gesicht) oder Entzündungen des Hörnervs bis hin zur Taubheit. Deshalb sind eine frühe, präzise Diagnose und gezielte Therapie einer Gürtelrose enorm wichtig. Impfempfehlung des BAG Aufgrund der Auswertung epidemiologischer und klinischer Untersuchungen und der durch Swissmedic erfolgten Zulassung eines entsprechenden Impfstoffes hat das BAG inzwischen eine Impfempfehlung formuliert. Die Impfung wird allen Personen zwischen 65 bis 79 Jahren empfohlen; und Patientinnen und Patienten im Alter von 50 bis 79 Jahren, die voraussichtlich beziehungsweise wahrscheinlich immungeschwächt werden. 1 Bull BAG; Nr. 48/2017: 12-15 Weitere Informationen zum Thema Gürtelrose finden Sie auf www.stop-guertelrose.ch Entgeltliche Einschaltung mit freundlicher Unterstützung durch die MSD Merck Sharp & Dohme AG. MSD Merck Sharp & Dohme AG, Werftestrasse 4, 6005 Luzern, www.msd.ch CH-CIN-00023/April 2021 www.stop-guertelrose.ch © MSD Merck Sharp & Dohme AG, Werftestrasse 4, 6005 Luzern, Schweiz. Alle Rechte vorbehalten. CH-CIN-00013, erstellt 03 / 2019. MSD2148 Inserat Stop Guertelrose DE V03.indd 1 27.03.19 09:41 Schweizer Hausapotheke 3-2021 33

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