Aufrufe
vor 4 Monaten

Nr. 4 / 2022

  • Text
  • Wirkung
  • Hund
  • Wasser
  • Beispielsweise
  • Schweiz
  • Frauen
  • Zeit
  • Hausapotheke
  • Menschen
  • Schweizer
HELFER AUF VIER PFOTEN – ENGEL AUF RÄDERN | FÜR EINE NORMALE FUNKTION VON KNOCHEN | GUTES HÖREN | STUMPFE VERLETZUNGEN | BEI VENENBESCHWERDEN | PFEFFER, CHIA UND CO. | MEHR BEWEGLICHKEIT | WENN ES ENG WIRD IN DER GEMEINSAMKEIT | FÜR MEHR ENERGIE | GEMMOTHERAPIE, MISTEL | BEI JUCKREIZ IM INTIMBEREICH | KRAFTVOLLE FÜSSE | MEDIZINISCHE KNIEBANDAGEN | ECHTER WEIHRAUCH | BLASENENTZÜNDUNG – TYPISCH FRAU? | 30 JAHRE SONNENSCHUTZ | UNSCHÖNE HÜHNERAUGEN | WIEDERKEHRENDE VERDAUUNGSBESCHWERDEN? | OPTIMAL VERSORGT IM ALTER | MULTITALENT ALOE VERA | FÜR EINE BESSERE LEBERFUNKTION | GESCHICHTE DER KÖRPERHYGIENE | GESTÄRKT IN DIE POLLENZEIT | AKTIV-RÜCKENWOCHE | DIE WALLWURZPFLANZE BLÜHT | BABYS UND TIERE | HEILPFLANZE BOSWELLIA | DAS IST ZUM TOPPEN | WUNDERMITTEL GEGEN VERGESSLICHKEIT? | ORTHOPÄDIE STATT OPERATION | REISEN OHNE BESCHWERDEN | WORTWEISE | ANTI-FALTEN-PFLEGE | SCHÜSSLER SALZE BEI MUSKELPROBLEMEN | BEI SCHEIDENTROCKENHEIT | EINFACH GESCHEHEN LASSEN | IRREN IST MENSCHLICH | LEICHTER ABSCHALTEN | ZÄHNEKNIRSCHEN UND SCHNARCHEN | NICHT INS FETTNÄPFCHEN STOLPERN | YOGATHERAPIE: SCHLÜSSEL ZUR GESUNDHEIT | TIERE VOR ZECKEN SCHÜTZEN | RÄTSEL | ZWEITHAAR IST VERTRAUUENSSACHE | WECHSELJAHRE – EINE HEISSE PHASE | BODENEBENE DUSCHE | REZEPT | BOOSTER FÜR DAS IMMUNSYSTEM

Kronjuwel der

Kronjuwel der königlichen Geschenke im Stuhl hatten im Vergleich zur Einnahme des Scheinmedikaments abgenommen. Weitere Untersuchungen bestätigten die Abnahme der Stuhlfrequenz. Der Prozentsatz der Patienten mit dauerhaftem Nachlassen der Durchfallhäufigkeit war unter Weihrauch um 44 Prozent höher als unter dem Scheinmedikament. Die Besserung lag im Bereich des Behandlungserfolgs mit einem schwer löslichen Sulfonamid, dem Goldstandard bei entzündlichen Darmerkrankungen. Auch bei M. Crohn scheint Weihrauchextrakt dem Goldstandard nicht unterlegen zu sein. Die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland reisten nach Betlehem, um das neugeborene Christkind mit den kostbarsten Schätzen der damaligen Zeit zu beschenken: mit Gold, Myrrhe und Weihrauch. Der echte Weihrauch ist der getrocknete Wundsaft des Boswelliabaumes. Durch Schnitte in Stamm und Äste tritt ein Gummiharz aus, das zwei bis drei Wochen trocknen muss, bevor es geerntet werden kann. Nach der ersten minderwertigen Ernte mit dunklen, wenige Millimeter grossen Harztropfen wird das Harz der weiteren Ernten reiner und heller – und die Tropfen, auch Schweiss der Götter genannt, bis zu einem Zentimeter gross. Das Harz war schon in der Antike – und über die nachfolgenden Kulturen hinweg – nicht nur ein aromatisch duftendes Räuchermittel für kultische Zwecke, sondern auch als desinfizierendes und entzündungshemmendes Heilmittel in Gebrauch. Im 20. Jahrhundert geriet das medizinische Potenzial des Weihrauchs durch die Synthese der Antibiotika und von Kortison in Vergessenheit. Wundersame Wirksamkeit Getrocknete Harzperlen enthalten neben dem Harzanteil von bis zu 60 Prozent etwa 20 Prozent Schleimstoffe und acht Prozent ätherisches Öl. Die mehr als 200 Inhaltsstoffe machen den medizinischen Einsatz des Harzes zur Wundreinigung bei entzündlichen Erkrankungen und Erkrankungen der Atemwege plausibel. Das Besondere am Weihrauch sind die Harzsäuren. Neue Forschungsergebnisse erklären die wundersame Wirksamkeit des Powerharzes. Emeritus Professor Ammon von der Universität Tübingen entdeckte, dass die Harzsäuren des Weihrauchs bestimmte Botenstoffe der Entzündung, die auch bei Autoimmunkrankheiten eine Rolle spielen, hemmen. Die Powersäuren verringern zudem die Aktivität bestimmter Enzyme, die bei Entzündungsreaktionen benötigt werden. Für Krankheiten, die im letzten Jahrhundert überwiegend mit Kortison behandelt wurden, gibt es heute die Weihrauch-Alternative. Auf Harzsäuren standardisierte Präparate aus dem Weihrauch haben ihre Domänen bei Rheuma, Darmentzündungen, Asthma, Schuppenflechte, Multipler Sklerose und auch bei Hirntumoren. Rheuma und Arthrose In der traditionellen Indischen Medizin «Ayurveda» wird seit Jahrhunderten das Harz von Boswellia serrata bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises eingesetzt. Es ist auf den Märkten in Indien als «Salai Guggal» erhältlich. Weihrauchextrakt hemmt die Botenstoffe der Entzündung und der Knorpelzerstörung. Die antientzündliche Wirkung wurde in Tierversuchen und in humanpharmakologischen Untersuchungen bestätigt. Klinische Untersuchungen weisen auf Wirksamkeit beim entzündlichen Rheuma und beim altersbedingten Rheuma. Die Abnahme der Schmerzen, der Gelenkschwellung und der Steifigkeit der Gelenke sowie die Besserung der Gelenkfunktion wurden an anerkannten Messinstrumenten beurteilt. Die Ergebnisse waren klinisch relevant. Im Gelenkpunktat hatten im Vergleich zur Behandlung mit einem Scheinmedikament die Marker der Entzündung und der Knorpelzerstörung abgenommen. Da unter einer Behandlung mit synthetischen Entzündungshemmern oder Kortison schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten können, sollte Weihrauchextrakt möglichst bei Beginn der Arthrosebeschwerden eingesetzt werden; oder zur Einsparung synthetischer Medikamente. Darmerkrankungen Bei Patienten mit Colitis ulcerosa besserten sich unter der Einnahme von Weihrauchextrakt die Beschwerden wie diffuse Bauchschmerzen, wässriger Stuhl beziehungsweise Blut im Stuhl, Darmkrämpfe, Krankheitsgefühl und Blutarmut. Die weissen Blutkörperchen als Ausdruck der Entzündung wie auch der Entzündungsmarker Calprotectin Asthma Bei der Behandlung von Asthma werden Medikamente eingesetzt, die die ständige Entzündungsbereitschaft der Atemwege unterdrücken und so die Ursache der Asthmaerkrankung ausschalten. Weihrauchextrakt bewirkt, dass Schwellung, Schleimbildung und chronische Entzündung in den Bronchien abnehmen, wobei die Wirkung nicht sofort eintritt. Weihrauchextrakt sollte daher auch in Zeiten ohne Beschwerden regelmässig eingenommen werden, um für schlechtere Zeiten gewappnet zu sein. Untersuchungen zeigen, dass der Bedarf an Kortison durch Weihrauchextrakt verringert werden konnte und dass die Asthmabeschwerden abgenommen hatten. Dies wurde mithilfe von Atem- Funktionstests objektiviert. Multiple Sklerose Am Institut für Neuroimmunologie und Klinische Multiple-Sklerose- Forschung in Hamburg bekamen Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose anstelle von Kortison oder Interferon Kapseln mit Weihrauchextrakt verabreicht. Die Zahl der Nervenschäden verringerte sich um fast 60 Prozent, die jährliche Rate von neuen Schüben ging zurück. Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann 18 Schweizer Hausapotheke 4-2022

Blasenentzündung - typisch Frau? Warum Frauen häufiger unter Blasenentzündungen leiden. Die Blasenentzündung ist die häufigste Infektionskrankheit der Harnwege – rund 50 % der Frauen leiden in ihrem Leben mindestens einmal an einer Blaseninfektion. Die Ursache dafür liegt vor allem in der unterschiedlichen Anatomie von Frauen und Männern. Während die Harnröhre des Mannes im Schnitt mit einer Länge von rund 20 cm relativ weit entfernt vom Darmausgang liegt, beträgt der Abstand von Harnröhre zu After bei Frauen hingegen lediglich 3 bis 4 cm. Das führt schnell dazu, dass Bakterien aus dem Darm bis zur Harnblase gelangen und dort zu einer Infektion führen. Das E. coli Bakterium – Hauptursache für eine Blasenentzündung 90 % aller Blasenentzündungen entstehen durch das Bakterium Escherichia coli, auch E. coli genannt. Dabei handelt es sich um ein Darmbakterium, das auch in einem gesunden Darm ganz natürlich vorkommt. Dort bildet es mit vielen anderen Bakterien die Darmflora und ist harmlos, solange es Teil einer ausgewogenen Darmflora ist. Gelangen E. coli Bakterien jedoch über andere Wege in unseren Körper, z. B. über den Mund oder eben die Harnröhre, so können sie eine Vielzahl an Infektionen hervorrufen – so auch die Blasenentzündung. Ein gesundes Immunsystem schafft es in der Regel, die Eindringlinge zu beseitigen und eine Entzündung abzuwenden. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt, so haben die Bakterien leichtes Spiel. Blasenentzündung behandeln: Was kann ich machen und was hilft schnell und zuverlässig? Blasenentzündungen können sehr unangenehm werden, sind in der Regel jedoch leicht in den Griff zu bekommen. Eine akute, unkomplizierte Blasenentzündung sollte mit der richtigen Behandlung innerhalb von drei Tagen abgeklungen sein. Die wohl bekannteste Behandlung bei Blasenentzündungen sind Antibiotika. Diese gehen aber oft mit Nebenwirkungen und der Gefahr von Resistenzbildung einher. Für betroffene Frauen gibt es nun eine wirksame Therapie ohne Antibiotika – FEMANNOSE® N. Es enthält den natürlichen Einfachzucker D-Mannose, welcher sich an die Fimbrien (Härchen) der entzündungsverursachenden E. coli Bakterien bindet. Dadurch werden sie inaktiviert und mit dem Urin ausgeschwemmt. FEMANNOSE® N eignet sich für die Akutbehandlung einer Blasenentzündung und tiefdosiert auch zur Vorbeugung. Es wirkt rasch in der Blase, ist sehr gut verträglich und verursacht keine Resistenzbildung. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Medizinprodukt CE 0426, Informationen unter www.femannose.ch Schweizer Hausapotheke 4-2022 19

Unsere Zeitschriften