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Nr. 5 / 2020

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Aquarell, 1995, von Dr.

Aquarell, 1995, von Dr. Mohinder Singh Jus Miteinander wachsen «Der grosse Baum ist leider weg, aber die vielen kleinen, die er gesät hat, die sollen nun wachsen und ebenso gross werden. Auf dass der Wald der Homöopathie weiter gedeihen und fortbestehen wird!» Dieses zukunftsweisende Schlusswort erschien in einer Spezialausgabe (Sommer/Herbst 2019) der Zeitschrift «Similia». Das Schlusswort habe ich bewusst als Einstieg in diesen Artikel gewählt. Es wiederspiegelt für mich die Kraft, die aus dem Lebenswerk von Dr. Jus hervorgeht. Auf den kommenden Seiten tauchen wir in seine Welt, in die Welt der klassischen Homöopathie, ein. Mohinder Singh Jus war ein grosser Homöopath, Philosoph, Künstler, Lehrer, Mentor, Autor, Visionär – und für viele Menschen ein Freund und treuer Wegbegleiter. Sein Leben widmete er der klassischen Homöopathie, die er mehr als fünfzig Jahre lang studierte, lehrte und praktizierte. Durch seinen Vater, der Kunstmaler war und sich im Selbststudium die Homöopathie aneignete, entwickelte er schon in jungen Jahren das Interesse für diese Heilkunst. Jeden Abend half er seinem Vater in der Praxis, die für drei Stunden offen war, um Bedürftige kostenlos zu behandeln. Fasziniert von den Heilerfolgen seines Vaters beschloss er, in Kalkutta Homöopathie zu studieren. Sein Lehrer war Dr. B.K. Bose, der letzte lebende Schüler von Dr. J.T. Kent. Mohinder Singh Jus war nach seinem Studium und der Assistenzzeit im «Calcutta Homoeopathic Hospital» schon bald einer der gefragtesten Homöopathen Indiens. Anerkennung der Homöopathie Es war ihm schon früh sehr wichtig, den Nachwuchs zu fördern. So bildete er Praktikanten und Assistenten aus und dozierte an verschiedenen Universitäten. Seine Patienten behandelte er mit grosser Hingabe und Liebe. Da er Tag und Nacht für sie da war, kannte er keine Ferien. Wenn er nicht in der Praxis wirkte, war er in ganz Indien für die Anerkennung der Homöopathie unterwegs. 1973 kam der langersehnte Durchbruch: Die Regierung Indiens anerkannte die Homöopathie. «Die Homöopathie ist eine Heilwissenschaft, eine Kunst, die Krankheiten durch die Wiederherstellung des Gleichgewichts von Körper, Geist und Seele heilt. Sie tut dies, indem sie einem Wesen hilft, sich selbst zu helfen.» 6 Schweizer Hausapotheke 5-2020

Anfänge in der Schweiz Als Dr. Bijoy Kumar Bose 1977 im Alter von 98 Jahren auf dem Sterbebett lag, erwies ihm sein ehemaliger Schüler die letzte Ehre. Er wachte kurz aus seinem Dämmerschlaf auf und sagte: «Kümmere dich um die Homöopathie.» Dr. Jus hat diesen letzten Wunsch mit Freude erfüllt und ihn immer in Ehren gehalten. Nach seiner erfolgreichen Tätigkeit in Indien beschloss Dr. Jus, die Homöopathie in der Schweiz zu etablieren. 1985 kam er ohne Deutschkenntnisse nach Bern. Sein Ziel war es, eine Schule zu gründen und die Anerkennung der Homöopathie in unserem Land zu fördern. Als grosser Kämpfer für seine Anliegen duldete er keine Abweichung von seinen Grundprinzipien. Neben der Praxistätigkeit war er als Supervisor bei verschiedenen Ärzten tätig und unterrichtete Mediziner in Homöopathie. So lernte er auch seine spätere Frau, Dr. Martine Jus, kennen; sie war zu dieser Zeit als Veterinärin tätig. Stiftung und SHI Haus der Homöopathie 1993 gründeten Martine und Mohinder Singh Jus die Dr. B.K. Bose Stiftung. 1997 bezogen sie das SHI Haus der Homöopathie in Zug. Es wurde national und international schon bald zu einem Kompetenzzentrum für klassische Homöopathie. Dr. Jus kämpfte um die Anerkennung der Homöopathie als Beruf. 2007 schaffte er den Durchbruch: Der Bildungsgang «Homöopath der SHI auf dem Niveau Höhere Fachschule» wurde vom Regierungsrat des Kantons Zug staatlich anerkannt. Die Schule in Zug ist die einzige in der Schweiz, welche staatlich anerkannte HF-Diplome anbietet. Ein Meilenstein war geschafft. Die grosse Leidenschaft fürs Malen Mohinder Singh Jus war ein sehr spiritueller und gläubiger Mensch. Er spürte und suchte Gott in allem: in jedem Tier, in jeder Pflanze, in jeder Landschaft, in schöner Musik und in Gemälden. Seine Umgebung nahm er sehr tiefgründig wahr und konnte sich an den Farben und Formen der Natur begeistern. Er spielte zeitlebens seine Sitar (indische Langhalslaute) und malte leidenschaftlich gerne. Seine Seele lebt in jedem seiner zahlreichen Gemälde. Er malte immer skizzenlos, speicherte alles Erlebte und Gesehene in seinem Kopf. Beflügelt durch die Erinnerung zauberte er wie in einem Rausch Landschaften auf die Leinwand – manchmal entstanden drei Bilder an einem Tag. Wie unglaublich seine Traumlandschaften auf seine Betrachter wirken, habe ich selbst erfahren. Als ich vor seinen Gemälden stand, spürte ich eine unbeschreibliche Kraft und eine grosse Liebe. «Wahrer Reichtum besteht in dem, was du bist, was du tust und wie viel du für andere tust.» Nach der Führung durch dieses beeindruckende Haus hatte ich die Gelegenheit, Frau Dr. Martine Jus, CEO des SHI Haus der Homöopathie, Fragen zu stellen. Frau Jus, seit wann befassen Sie sich mit der Homöopathie? Seit 1982. Ich war im Studium zur Veterinärmedizinerin, als mich eine Kollegin fragte, ob ich sie an einen Homöopathie-Vortrag nach Genf begleiten würde. Ich wusste damals nicht genau, was Homöopathie ist. Sie sagte mir, es würde mir sicher gefallen, es sei etwas mit Pflanzen. Also bin ich mit ihr nach Genf gefahren, um diesen Vortrag zu besuchen. Nach dieser Einführung beschloss ich, eine dreijährige Ausbildung in Homöopathie zu absolvieren. Daneben studierte ich weiter Prellungen, Lindert Verstauchungen und Quetschungen. Original DR. ANDRES Wallwurz Salbe Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Dr. Andres Pharma AG Schweizer Hausapotheke 5-2020 7

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