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Nr. 5 / 2021

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Dingen). Eigensinnige

Dingen). Eigensinnige jedoch leben einfach nach ihrem eigenen Sinn. Das ist für andere zwar oft sehr schwer nachvollziehbar, was aber nicht heisst, dass es auf Kosten anderer gehen muss. Was schadet es schon der Welt, wenn jemand seinen Job bei einer Bank kündigt, um in den Abruzzen Esel zu züchten oder in Sizilien eine Olivenplantage zu bewirtschaften? Tugend oder Untugend Während die Gesellschaft den Eigensinn in der Regel als «Untugend» bezeichnet, sah dies Hermann Hesse etwas anders: Er schrieb dazu Folgendes: «Es gibt eine Tugend, die liebe ich sehr, eine einzige. Sie heisst Eigensinn. Tugend ist Gehorsam. Die Frage ist nur, wem man gehorcht. Auch der Eigensinn ist Gehorsam. Aber alle anderen so sehr beliebten und gelobten Tugenden sind Gehorsam gegen Gesetze, welche von Menschen gegeben sind. Einzig der Eigensinn ist es, der nach diesen Gesetzen nicht fragt. Wer eigensinnig ist, gehorcht einem anderen Gesetz, einem einzigen, unbedingt heiligen, dem Gesetz in sich selbst». Wäre Hesse ein so grosser Schriftsteller geworden, wenn er nicht in hohem Masse eigensinnig gewesen wäre? Hätte er immer nur das gemacht, was man von ihm erwartet hätte, hätte es durchaus sein können, dass er irgendwo in einem kleinen, muffigen Büro als Gemeindeschreiber versauert wäre. Gar viele Menschen behaupten, in der Welt ginge es drunter und drüber, wenn alle nach ihrem eigenen Sinn lebten. Deshalb sei es notwendig, Vergessen Sie Kotztüten ZINTONA – das einzige rein pfl anzliche Naturheilmittel mit Ingwer gegen Reisekrankheit, Übelkeit und Magenbeschwerden. Nachweislich beste Wirkung und Verträglichkeit, bestätigt durch mehr als 20 klinische Studien. Neue Indikation Nach Absprache mit dem Arzt auch gegen Schwangerschaftserbrechen. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. www.chrisana.ch alles zu regeln. Ordnung muss sein. Entsprechend haben wir auch Gesetze, Regeln, Verordnungen. Tausende. Und: Trotzdem geht die Welt drunter und drüber. Die Frage sei erlaubt, ob die Welt besser oder schlechter aussähe, wenn alle Menschen nach ihrem eigenen Sinn – also eigensinnig – leben würden. Wie wäre es, wenn wir mehr Originale und weniger Kopien hätten? Wäre das Leben dann nicht reicher, interessanter und intensiver? Gäbe es dann nicht noch mehr Menschen, die so tolle Sachen in die Welt setzen wie Hermann Hesse …? Was liegt in uns? Je stärker die gesellschaftlichen Normen und Zwänge sind, desto stärker wird der Wunsch, nach dem eigenen Sinn zu leben und entsprechend eigene Wege zu gehen. Nicht wenige sprechen es gelegentlich offen aus, dass sie am liebsten alles stehen lassen würden, um dahin zu gehen, wohin das Herz sie trägt. Auf einen Bauernhof im Tessin, zu Ureinwohnern im Amazonas, auf eine Ranch in Texas oder auf Tahiti. Nur wenige aber haben den Mut dazu. Sie sind unsicher. Die Auseinandersetzung mit der Unsicherheit jedoch wäre die erste Hürde. Das hat Erich Fromm schon formuliert: «Die Aufgabe, die wir uns stellen sollten, ist nicht, uns sicher zu fühlen, sondern in der Lage zu sein, die Unsicherheit zu tolerieren». Wer den Mut hat, eigene Wege zu gehen und dazu die Kraft, die dazugehörende Unsicherheit auszuhalten, der kann möglicherweise Wundersames erleben. Wunderschön hat das Henry David Thoreau formuliert: «Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt, nach aussen in die Welt tragen, geschehen Wunder». Das müssen übrigens nicht zwingend Wunder sein, welche den gesamten Kosmos verzücken. Es genügt, wenn es kleine, unscheinbare, aber persönlich ganz intensive Empfindungen sind. Etwa die Empfindung, ein «r» so zu schreiben, dass es dem eigenen Sinn statt der Vorstellung des Lehrers entspricht. Egoistisch sei es, nach dem eigenen Sinn zu leben und zu handeln. Doch das stimmt nicht. Egoisten suchen immer nur ihren ganz persönlichen Vorteil (meist in äusseren, materiellen Verlust oder Gewinn? Vieles probieren wir nicht aus, weil wir es uns nicht zumuten. Wir vergleichen uns mit anderen, welche aus unserer Sicht «besser» oder «mutiger» sind. Noch bevor die Begeisterung, den eigenen Weg zu gehen, richtig aufblühen und ausbrechen kann, würgen wir alles ab. Auch aus Angst, was andere wohl denken und sagen würden. Dadurch berauben wir uns unendlich grosser Möglichkeiten und bestrafen uns letztlich selbst. Eigensinnig zu sein, nach dem eigenen Sinn zu leben und den eigenen Weg zu gehen bedeutet, sich ganz auf sich selbst einzulassen. Auf sein eigenes Wesen. Das heisst auch, sich selbst die Frage zu stellen, was für einen wesentlich ist. Und wesentlich ist ja bekanntlich alles, was dem eigenen Wesen entspricht. Das kann durchaus auch eine schmerzliche Erfahrung mit sich bringen. Etwa dann, wenn wir an unsere eigenen Grenzen stossen. Wer den eigenen Weg gehen will, der lässt sich auf ein Risiko ein. Das Leben plätschert dann plötzlich nicht mehr lauwarm dahin. Es wird ab und zu ziemlich heiss oder unangenehm kalt. Wer den eigenen Weg geht, macht vielleicht Fehler, wird von Zweifeln geplagt und fällt ab und zu auf die Nase. Doch Fehler machen wir ja auch, wenn wir nicht den eigenen Weg gehen, wenn wir nichts riskieren. Auch von Zweifeln werden wir geplagt, wenn wir uns nicht auf den eigenen Sinn verlassen. Und auf die Nase fallen wir ja eh hin und wieder. Also: Was kann ich verlieren, wenn ich eigensinnig bin und bleibe? Nichts. Was kann ich gewinnen? Viel. Sehr viel sogar. Oder wie es Hermann Hesse formulierte: «Für den Eigensinnigen gibt es nichts als das stille, unweigerliche Gesetz in der eigenen Brust, dem zu folgen, was dem Menschen des bequemen Herkommens so unendlich schwerfällt, das dem Eigensinnigen aber Schicksal und Gottheit zugleich bedeuten». Albin Rohrer ist Berater, Coach, Autor, Kursund Seminar leiter sowie Musiklehrer. 30 Schweizer Hausapotheke 5-2021

Von Sportlern für Sportler Wer wäre geeigneter, ein wirksames Produkt gegen Sportleiden zu kreieren, als ein leidgeprüfter Sportler? Nicht nur, dass ein schmerzerfahrener Sportler wüsste, wie eine Creme wirken muss; es braucht vor allem eine gewaltige Ausdauer und einen eisernen Durchhaltewillen, um ein Heilmittel auf den Markt zu bringen. Markus Schmid hat das Rennen gemacht. Markus Schmid ist in seiner Amateurkarriere als Ausdauersportler unzählige Kilometer gelaufen. Die längste und beschwerlichste Strecke seines Lebens führte ihn aber nicht über Stock und Stein, durch Feld, Wald und Wiesen; sondern durch Labors, vorbei an unzähligen Briefkästen und über die interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel IKS (heute Swissmedic) in Bern bis hin zur Liste D für in Apotheken und Drogerien frei verkäufliche Heilmittel. Sieben Jahre dauerte damals das Rennen durch den gesetzlichen Dschungel, bis die «Schmids Heil- und Sportcreme» endlich registriert, frei erhältlich und bereit war, landauf, landab die üblichen körperlichen Leiden von aktiven Menschen zu lindern. Damit die zugelassene Creme allerdings endgültig der breiten Öffentlichkeit zugänglich wurde, brauchte es erst noch einen geeigneten Vertriebspartner. Die Suche gestaltete sich schwierig; denn das Interesse potenzieller Absatzmittler an einem gänzlich unbekannten Produkt ist gering. Erst seit die OTC Pharma AG in Niederurnen (heute Tentan AG in Itingen) das pflanzliche Heilmittel in ihr Sortiment aufgenommen hat, nimmt der Absatz so richtig Fahrt auf – und die Schmids werden je länger, je mehr für ihren Aufwand entschädigt. Angesprochen auf die schier endlos lange Zeit der Ungewissheit, verbunden mit dem beträchtlichen finanziellen Aufwand, geben Markus Schmid und seine Ehefrau Gaby zu, einige schlaflose Nächte gehabt zu haben. Heute bezeichnen sie ihre Creme liebevoll als ihr «drittes Kind». Einzigartig in Substanz und Wirkung Die Idee, ein eigenes Mittel herzustellen, entstand quasi aus der Not heraus: Der einstige Juniorenläufer Schmid litt während Monaten an einer lästigen Knochenhautentzündung. Besserung erfuhr er erst durch die Behandlung mit einem pflanzlichen Massageöl, das ihm vom mittlerweile leider verstorbenen Naturarzt Jakob Näf empfohlen wurde. Die plötzliche Besserung durch das wundersame Mittel blieb Markus Schmid in bester Erinnerung – und bildete den Ausgangspunkt für die heute frei erhältliche Innovation. Mit der Geschäftsidee rund um seinen «Geheimtipp» konfrontiert, übergab Naturarzt Näf das Rezept unter der Bedingung, dass Schmid erst nach seinem Tod mit der Produktentwicklung und dem kommerziellen Vertrieb beginnen würde. Um den klinischen Anforderungen eines Heilmittels zu genügen, musste die galenische Form eines Öls in eine nicht fettende Creme geändert werden. Heute ist das Produkt mit seinem sehr hohen Anteil an ätherischen Ölen (30 %) auf dem Schweizer Markt einzigartig. Markus Schmid folgte auf seinem langen Weg der einleuchtenden Logik, dass ein Produkt, das in seiner Wirkung «unschlagbar» ist, auch Erfolg haben muss. Er sollte damit Recht behalten, auch wenn er auf seinen langen Atem als Ausdauersportler und die tatkräftige Unterstützung seiner Familie angewiesen war, um den endgültigen Durchbruch zu schaffen. Viele sportlich aktive Menschen aus der ganzen Schweiz sind ihm dankbar dafür. Mischa Felber Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Rezeptfrei erhältlich in Apotheken und Drogerien. Zulassungsinhaberin: Tentan AG, 4452 Itingen 20 JAHRE Schmids Heil- und Sportcreme ist ein pflanzliches Arzneimittel. Sie hilft bei Schmerzen und Entzündungen der Gelenke, Muskeln, Bänder und Sehnen sowie bei schmerzhaften, stumpfen Verletzungen wie Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen, Zerrungen, Blutergüssen und Schwellungen. Sie wirkt unterstützend bei Rheuma, Arthritis, Arthrose und Gicht. Schweizer Hausapotheke 5-2021 31

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