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Nr. 5 / 2021

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ist). Er überlegt einen

ist). Er überlegt einen Moment, lächelt uns an, setzt sich auf seine Vespa und sagt: «Folgen Sie mir, ich führe Sie zu diesem Hotel». Gesagt, getan. In einem angenehmen Tempo fährt er voraus und führt uns sicher durch das Gewühl der Stadt, bis vor die Eingangstüre des gesuchten Hotels. Wir bedanken uns und möchten ihm ein Trinkgeld geben, welches er jedoch ablehnt. Dafür erzählt er uns noch dies und jenes über die Stadt («das müssen Sie sich unbedingt anschauen, dort müssen Sie essen gehen, jenes sollten Sie auch nicht verpassen …»). Es entwickelt sich ein wunderbares Gespräch mit einem wildfremden, aber äusserst hilfsbereiten und freundlichen Sizilianer. «Molte grazie per il vostro aiuto» (Vielen Dank für Ihre Hilfe), sagen wir ihm, worauf er mit «Non c’è di che» (keine Ursache) antwortet. War das jetzt eine wunderbare Begegnung! Kaum an einem fremden Ort angekommen, ergibt sich schon ein persönlicher Kontakt und ein interessantes Gespräch mit einem Einheimischen. Genau das will man doch erleben, wenn man in die Fremde fährt! Und wie wäre das, wenn ich heute in Siracusa ein Hotel suchen müsste? Ganz einfach: Ich würde das Navigationsgerät im Mietauto einschalten und auf dem kürzesten Weg zum gesuchten Hotel fahren. Ich hätte dann vielleicht eine Stunde Zeit gespart, allerdings wäre mir eine so interessante und herzliche Begegnung mit einem Sizilianer verwehrt geblieben. Tja, wie gross sind jetzt bei diesem Vergleich die Vor- beziehungsweise Nachteile der Digitalisierung? E-Books Seit einigen Jahren sind sie schon auf dem Markt. Die elektronischen Bücher. Man sagt, das sei sehr handlich (vor allem müsse man nicht mehr kiloweise Bücher in die Ferien mitschleppen). E-Books seien auch sehr praktisch, weil man auf minimalem Platz ganz viel Bücher speichern und jederzeit abrufen könne. Natürlich stimmen diese Argumente, doch ich würde nie im Leben ein E-Book lesen. Niemals! Und warum? Auch wenn es altmodisch scheint, doch ein Buch ist für mich etwas sehr Sinnliches. Wie schön ist es doch, in einem Buchladen ein Buch anzuschauen, darin zu blättern, es dann zu kaufen, zu Hause auszupacken, das Papier in den Händen zu spüren, die Druckerschwärze zu riechen, mit einem Leuchtstift wichtige Stellen zu markieren, ein Buchzeichen einzulegen, das Buch auf den Nachttisch zu legen (mit der wunderschönen Titelseite nach oben), es dann später wieder in die Hände zu nehmen … Sinnlichkeit pur ist das für mich. Und wo wäre denn die Sinnlichkeit bei einem E-Book? Dort sehe ich sie kaum. «Sinnlichkeit erzeugt den Sinn im Leben», schrieb der Philosoph Wilhelm Schmid in seinem Buch über die Gelassenheit. Wie wahr doch! So nehme ich es gerne in Kauf, auch bei meinen nächsten Ferien (sofern die Corona-Pandemie, das überhaupt zulässt), wieder ein paar schöne (und schwere!) Bücher in die Koffer zu packen und diese in die Ferien mitzuschleppen. Briefe und Karten So richtig aufgefallen ist mir das wieder einmal bei meinem letzten Geburtstag: Eine Postkarte und einen Brief habe ich erhalten, dazu unzählige Mitteilungen per E-Mail, SMS oder WhatsApp. Natürlich habe ich mich auch über all diese elektronischen Glückwünsche gefreut, sie waren allesamt ja sehr gut gemeint. Am meisten freuten mich aber der Brief und die Karte. Wie schön war es doch, den Briefkasten zu leeren und dann diesen Brief und die Karte in die Hände zu nehmen. Aufgrund der Schrift auf dem Umschlag wusste ich sofort, woher der Brief kam. Ich öffnete ihn und las ihn mit grösstem Vergnügen. Handgeschrieben, sehr persönlich mit einer kleinen Zeichnung versehen und unterschrieben. Die Handschrift zeigte mir aber auch noch etwas: Da ich die Person, die den Brief geschrieben hat, sehr gut kenne, konnte ich aus der Handschrift auch die momentane Befindlichkeit erahnen. Gleiches galt auch für die Postkarte. Und was mich besonders freute: Einen Brief oder eine Karte zu schreiben ist zeitlich viel aufwendiger als schnell eine E-Mail zu versenden. Das heisst: Diese zwei Personen haben sich Zeit genommen, um mir Glückwünsche zu schicken, was ich letztlich als wahre Wertschätzung und Zuneigung betrachtete. Noch gut erinnere ich mich an die Zeiten vor der Digitalisierung. Da war es noch selbstverständlich, einen Brief oder eine Postkarte zu verschicken. Zum Beispiel in den Ferien. In einem Souvenirladen suchte man nach geeigneten Karten für bestimmte Personen, man kaufte Marken, setzte sich in ein Strassencafé, bestellte einen Espresso, schrieb von Hand die Texte auf die Karten, leckte die Briefmarken ab, spürte den Leim auf der Zunge, klebte die Marken auf die Karten und störte sich auch nicht daran, wenn an den Rändern der Marken danach nicht nur Leim, sondern auch Kaffee klebte … Und dann gab es noch etwas zu tun! Wo ist ein Briefkasten? Einen Briefkasten zu finden und ihn auch als solchen zu erkennen, war in vielen Ländern gar nicht so einfach. Doch genau das fand ich jeweils spannend. Und heute? Man sitzt in einem Hotel und schickt per WhatsApp Nachrichten in die Heimat. Ist ja auch okay, aber irgendwie halt doch etwas plump und fade … Tja, die Digitalisierung … sie scheint unaufhaltsam fortzuschreiten. Sie bringt tatsächlich Vorteile. Vieles geht schneller, vieles geht genauer, vieles ist einfacher geworden. Vieles geht aber auch verloren, vieles ist unpersönlich geworden, viel Zwischenmenschliches bleibt auf der Strecke, das Sinnliche fehlt zunehmend, die Welt wird irgendwie kälter. Schade … Albin Rohrer BEI SCHMERZEN UND ENTZÜNDUNGEN Schmids Sportcreme kann angewendet werden bei Schmerzen und Entzündungen von Gelenken, Muskeln, Bändern, Sehnen, bei stumpfen Verletzungen oder als unterstützende Massnahme bei Rheuma, Arth ritis, Arthrose und Gicht. Rezeptfrei in Ihrer Apotheke und Drogerie erhältlich in Packungen à 100g. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Zulassungsinhaberin: Tentan AG, 4452 Itingen, www.tentan.ch BON 3.- beim Kauf einer Schmids Sportcreme Händlerhinweis: Vergütung in Ware durch unseren Aussendienst. Nicht kumulierbar. 46Ins_SchmidsSportcreme_Hausapo_189x61_12.20.indd Schweizer Hausapotheke 5-2021 1 02.12.20 12:57

Mundtrockenheit? Sie sind nicht allein – und es gibt Lösungen! Laut einer kürzlich publizierten Untersuchung leidet ein Viertel der Bevölkerung aus Amerika an Mundtrockenheit (Xerostomie). Ab 45 Jahren steigt der Anteil auf über die Hälfte an. Die Ursachen dafür sind: • Medikamenteneinnahme: Blutdrucksenker; harntreibende, beruhigende und krampflösende Mittel, Migränemittel • Krankheiten: Immunschwäche, Diabetes, Nierenprobleme, Strahlentherapie • Schlechte Mundhygiene: schlecht sitzende Prothesen, Tabakkonsum, Schlafen mit offenem Mund, Verwendung einer CPAP-Maske gegen Schlafapnoe Das Problem der Mundtrockenheit ist nicht nur unangenehm, es kann auch weitere ungünstige Auswirkungen auf die Gesundheit haben, darunter schlechten Atem und Karies. Denn der Speichel festigt die Zähne, indem er sie mit Kalzium und Phosphor versorgt, und puffert damit die vom Zahnbelag produzierte Säure. Die befeuchtende und schmierende Wirkung schützt die Mundschleimhäute und die Lippen und spielt überdies bei der Verdauung eine wichtige Rolle. XyliMelts, eine anhaftende Pastille, erhöht die Speichelproduktion regelmässig und anhaltend. Sie besteht ausschliesslich aus natürlichen Zutaten und ist zuckerfrei, (Xylitol), hat einen natürlichen Minzgeschmack (nur die Sorte Minze) schützt die Zähne vor Karies und Zahnbelag und reduziert Mundgeruch. Sie heftet sich dank ihres natürlichen Haftstoffs ans Zahnfleisch, löst sich sehr langsam auf (in 1 bis 4 Stunden tagsüber und in 4 bis 8 Stunden nachts) und gibt dabei 550 mg Xylitol sowie Befeuchtungsmittel ab. XyliMelts ist in zwei Sorten erhältlich: mit Minzgeschmack und neutral. Eine Untersuchung bei 1168 amerikanischen Zahnärzten zeigte, dass XyliMelts das wirksamste Mittel gegen Mundtrockenheit (Xerostomie) ist. XyliMelts verdreifacht die Flüssigkeitszufuhr in den Mund zum Zeitpunkt des Aufwachens. CE Medizinprodukt, Minze: Pharmacode 7295872 CE Medizinprodukt, neutral: Pharmacode 7768959 Weitere Informationen: www.oscimedsa.com Oscimed SA, La Chaux-de-Fonds info@oscimedsa.com 032 326 63 36 ADVANCED SWISS SUNCARE Made in Switzerland Dermatologischer Sonnenschutz OHNE Kompromisse Hohe Verträglichkeit Ultrasun verzichtet auf: Künstliche Duftstoffe, Mineralöle, Silikone, PEG-/ PPG-Emulgatoren, irritierende oder hormonaktive Filter, Aluminium-Verbindungen und zusätzliche Konservierungsmittel. Leicht Angenehm leichtes Hautgefühl Erhältlich in Apotheken und Drogerien EcoSun Pass is either a registered trademark or a trademark of BASF SE in the European Union and/or other countries. Schweizer Hausapotheke 5-2021 47

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