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Nr. 6 / 2019

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Komplementär- und

Komplementär- und Alternativmedizin nutzen Was Sie im Hinblick auf die passende Versicherung wissen müssen. Rund zehn Jahre ist es her, seit die Schweizer Bevölkerung mit einer Zweidrittelmehrheit und der Gesamtheit aller Kantone den parlamentarischen Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» angenommen hat. Seither ist die Schweiz das erste und einzige Land, in welchem die Komplementär- und Alternativmedizin in der Verfassung verankert ist. Bund und Kantone sind nun gehalten, im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für die Berücksichtigung der Komplementärmedizin zu sorgen. Ärztinnen und Ärzte mit einem komplementärmedizinischen Fähigkeitsausweis finden Sie mit der erweiterten Suche auf www.doctorfmh.ch, nicht-ärztliche Therapeuten und Therapeutinnen auf www.nvs.swiss/therapeutensuche. Für die Bevölkerung heisst das, dass alle, die dies wünschen, zu komplementärmedizinischen Behandlungen Zugang haben. In der Grundversicherung können Leistungen von Ärztinnen und Ärzten in Anspruch genommen werden, die einen Fähigkeitsausweis in Homöopathie, Traditioneller Chinesischer Medizin, Anthroposophischer Medizin oder Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) erlangt haben. Insgesamt sind das immerhin rund 1000 von ungefähr 8000 Ärzten in der Grundversorgung. Auch immer mehr Spitäler bieten ergänzend zur Schulmedizin komplementärmedizinische Leistungen an, die von der Grundversicherung übernommen werden. Vergleichen lohnt sich Für all jene, die darüber hinaus komplementär- und alternativmedizinische Leistungen von nicht-ärztlichen Therapeutinnen und Therapeuten nutzen wollen, ist es von Vorteil, wenn sie über eine entsprechende Zusatzversicherung verfügen. Diese kann aber im Wesentlichen nur dann abgeschlossen werden, wenn jemand gesund und noch nicht in einem höheren Alter ist. Es lohnt sich also, sich frühzeitig um eine solche Versicherung zu kümmern; oder sie umgekehrt nicht leichtfertig zu kündigen. Die Prämien für eine komplementärmedizinische Zusatzversicherung sind deutlich tiefer als die Grundversicherungsprämie. Sie hängen aber vom gewählten Versicherungsmodell ab und steigen in der Regel mit zunehmendem Alter, weil bei älteren Menschen die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass sie Leistungen in Anspruch nehmen. Jedenfalls lohnt es sich, die entsprechenden Angebote verschiedener Versicherer zu vergleichen. Einige Anbieter kennen — wie in der Grundversicherung — eine Franchise, die pro Jahr zuerst einmal selbst bezahlt werden muss. Bei anderen gilt eine Betragsobergrenze für die jährlich übernommenen Leistungen, wiederum andere beschränken die Anzahl oder auch die Art der vergüteten Therapien. Manche übernehmen 90 Prozent, andere nur 75 Prozent der Behandlungskosten. Bei einigen Versicherern ist die entsprechende Versicherung in ein Paket mit weiteren Zusatzversicherungsleistungen integriert. Hinzu kommt, dass manche Versicherer Kollektivverträge zum Beispiel mit Sportverbänden abgeschlossen haben, sodass man einen Rabatt erhält, wenn man dort Mitglied ist. Kostengutsprache einholen Lassen Sie sich von dieser Vielfalt jedoch nicht verwirren oder gar abschrecken. Falls Sie Wert auf eine entsprechende Zusatzversicherung legen, nehmen Sie sich etwas Zeit, um Angebote mehrerer Versicherer miteinander zu vergleichen — am einfachsten im Internet. Das gilt auch, falls Sie bereits über eine Zusatzversicherung für komplementär- und alternativmedizinische Leistungen verfügen, aber aus irgendeinem Grund den Anbieter wechseln wollen. Kündigen Sie jedoch in diesem Fall die bisherige Versicherung erst, nachdem Sie vom neuen Versicherer die schriftliche Zusage erhalten haben, dass er Sie ohne Vorbehalt aufnimmt, und beachten Sie zudem die Kündigungsfrist. Noch etwas ist wichtig: Wer für Leistungen der Komplementär- und Alternativmedizin zusatzversichert ist, sollte sich unabhängig vom gewählten Zusatzversicherungsmodell immer vorgängig bei seinem Versicherer erkundigen, ob und in welchem Umfang eine gewünschte Behandlung bei einer bestimmten Therapeutin oder einem Therapeuten auch tatsächlich übernommen wird. So können Sie unliebsame Überraschungen vermeiden. Falls Sie keine Zusage erhalten, oder falls Sie nicht über eine entsprechende Zusatzversicherung verfügen, kann es auch Sinn machen, die gewünschte Therapie nach Möglichkeit selbst zu bezahlen. Denn die eigene Gesundheit ist ein hohes Gut, bei dem es sich lohnt, es auf sanfte Weise zu fördern und zu unterstützen. Dr. oec. Hans-Peter Studer ist Mitwelt- und Gesundheitsökonom, Erwachsenenbildner und Buchautor. Die NVS (Naturärzte Vereinigung der Schweiz) in Herisau als grösster Verband der Komplementär- und Alternativmedizin vertritt nicht nur einzelne Methoden oder Fachrichtungen, sondern sämtliche Praktizierende der Naturheilkunde und Komplementärtherapie. Um NVS-A-Mitglied zu werden, müssen die Praktizierenden die hohen SPAK-Anforderungen (Qualitätslabel der NVS) erfüllen. Die NVS-Mitglieder unterstellen sich den vom Verband formulierten Ethikrichtlinien. Die NVS-A- Naturheilpraktiker/innen und -Komplementärtherapeut/innen sind auf www.nvs.swiss aufgeführt. 42 Schweizer Hausapotheke 6-2019

Bewährte homöopathische Akutmitt el für unterwegs Was aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist, bewährt sich auch für unterwegs: die praktischen Akutmittel für den Fall der Fälle. Sie helfen sehr gut, sind handlich und komplett frei von Nebenwirkungen. Arnica — zur schnelleren Regeneration Der Klassiker schlechthin und die bekannteste homöopathische Arznei ist Arnica: Als Erste-Hilfe-Medizin bei Sportverletzungen, Quetschungen, Prellungen und Geweberissen. Sie lindert Schmerzen bei Schürfwunden und Blutergüssen, aber auch bei einer Gehirnerschütterung oder einem Schleudertrauma. Die Pflanze ist auch unter dem Namen Bergwohlverleih bekannt: früher nahmen sie Bergsteiger zur schnelleren Regeneration ein, wenn sie nach grossen Anstrengungen körperlich erschöpft waren. Apis — bei Schwellungen von Haut und Schleimhaut Das aus der Honigbiene gewonnene Apis hilft bei allem, was der Reaktion auf einen Bienenstich ähnelt – und insbesondere bei Insektenstichen. Werden die Globuli möglichst rasch nach einem Stich (Wespen, Mücken, Bremsen oder Bienen) oder einem Quallenkontakt eingenommen, lässt sich das unangenehme Brennen, Jucken und Anschwellen der Haut eindämmen. Auch bei klassischen Entzündungen der Haut und der Schleimhäute kann Apis helfen, so etwa bei Nesselfieber, Wundinfektionen oder Blasenentzündungen. Ausserdem wirkt es bei allergischen Reaktionen, bei Halsschmerzen und Angina. Nux vomica — für einen gesunden Magen-Darm-Trakt Wohltuend bei allen Beschwerden, die durch den übermässigen Konsum von Genussmitteln, zu viel Stress oder zu wenig Schlaf auftreten, ist die Brechnuss, Nux vomica: ein richtiges Katermittel. Hergestellt aus den getrockneten Samen eines Tropenbaumes kann sie den Magen-Darm-Trakt besänftigen, bei einem nervösen Magen und stressbedingter Übelkeit helfen und bei Sodbrennen die Schleimhaut beruhigen. Sie eignet sich auch sehr gut für die Behandlung von Beschwerden als Nebenwirkung eines Medikaments oder bei Nachwirkungen einer Narkose wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Kreislaufprobleme. Und auch bei Erkältungen, Kopf- und Zahnschmzen ist die Brechnuss die richtige Wahl. Belladonna — gegen Infekte und Fieber Akute Entzündungen, insbesondere im Anfangsstadium, sind ein Fall für Belladonna; gewonnen aus der eigentlich giftigen Tollkirsche. Bei allen plötzlich und heftig auftretenden Infekten wie Mandel- oder Mittelohrentzündungen, Bronchitis und Erkältungen kommt sie zum Einsatz, um die typischen Symptome wie hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten oder pochende Kopf- oder Zahnschmerzen zu lindern. Die vielseitige Belladonna hilft aber auch bei Bindehautentzündungen oder bei einem Sonnenbrand; und ihre Wirkung ist innert Minuten spürbar. Rhus toxicodendron — gegen Muskel- und Gelenkschmerzen Bei überlasteten Gelenken oder einer angegriffenen Muskulatur kommt diese homöopathische Arznei zum Einsatz. Produziert wird sie aus den Blättern des in Nordamerika heimischen Giftsumach. Rhus toxicodendron kann Schmerzen lindern, wie sie für Gelenksteifigkeit, Rheuma, Neuralgien typisch sind; aber auch bei Muskelkater nach zu viel Sport. Insbesondere im Winter, bei Feuchtigkeit und Kälte treten diese Symptome auf oder die Schmerzen verstärken sich. Das Mittel bewährt sich auch bei Fieberblasen. Aline Godel ist diplomierte Drogistin HF und arbeitet als Filialleiterein in der MÜLLER Reformhaus Vital Shop Drogerie im Shoppyland in Schönbühl. Schweizer Hausapotheke 6-2019 43

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