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Nr. 6 / 2021

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Weg vom Gehirn, hin zur

Weg vom Gehirn, hin zur Seele Fast altmodisch mutet der Begriff «Herzensbildung» (Bildung der Gefühle) an. Und manch eine und einer können schon gar nicht mehr sagen, was sich dahinter verbirgt. Dabei weisen Experten immer wieder darauf hin, dass beispielsweise emotionale und soziale Fähigkeiten für die Zukunft eines Kindes entscheidender sind als kognitive. Bildung, Bildung, Bildung ist das ständig wie ein Mantra wiederholte Schlagwort in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Damit sind aber oft nur die Anhäufung von Wissen, die Anwendung von Technik und eine Fülle von auf uns einprasselnder Informationen gemeint. Die Herzensbildung, sie bleibt leider oft auf der Strecke. Eine Art von Bildung, die weniger aus erlernbaren Zahlen, Daten, Fakten besteht, sondern sich in wertschätzenden Verhaltensweisen und ethischer Verantwortung ausdrückt. Was dazu gehört? Sicher eine gehörige Empathie und Einfühlungsvermögen. Eine Erweiterung des Horizonts vom Gehirn auf die Seele, für die symbolisch das Herz steht und die Wesensmitte des Menschen bezeichnet. Der Duden definiert Herzensbildung als ein «durch Erziehung erworbener Besitz einer reichen und differenzierten Gefühls- und Empfindungsfähigkeit.» Emotionen und pädagogische Konzepte Seit der Antike waren Verstand und Emotionen ein wichtiger Teil der menschlichen Entwicklung. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschwanden die Emotionen aus den pädagogischen Konzepten. Dieses Jahrhundert war geprägt von dem Verständnis der Trennung von Körper und Geist: Die Bildung galt der Ausbildung des Verstandes. Emotionen in Form von Leidenschaften wurden für diese Entwicklung als hinderlich angesehen. Man setzte Emotionalität mit Irrationalität gleich – Bildung, verstanden als intellektuelle 42 Schweizer Hausapotheke 6-2021 Entwicklung, orientierte sich an Inhalten. Erst seit der Wende zum 21. Jahrhundert gewinnen Emotionen wieder eine entscheidende Rolle in der Bildung zurück. Wissenschaftliche Untersuchungen arbeiten heraus, welche immens wichtige Bedeutung emotionale Fähigkeiten für die menschliche Entwicklung haben. Die Forscher kamen zum Ergebnis, dass sozial-emotionale Fähigkeiten im Kindergartenalter einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung von jungen Erwachsenen in verschiedenen Bereichen wie Bildung, Arbeit, kriminelle Aktivität, Drogenkonsum und psychische Gesundheit haben, dass emotionale und soziale Fähigkeiten wichtiger als kognitive Fähigkeiten für die Zukunft eines Kindes sind. Es ist weniger entscheidend, wie gut ein Kind lesen und schreiben lernt, sondern welche Skills es im Umgang mit anderen Kindern an den Tag legt – vor allem, ob es Dinge mit anderen teilt, ihnen zuhört, ob es hilfsbereit ist und Probleme löst. Emotionale Intelligenz Bei Herzensbildung geht es um die Entwicklung der Persönlichkeit im Hinblick auf mitmenschliche Qualitäten, heute unter dem zeitgemässen Begriff emotionale Intelligenz bekannt – ein Begriff, der in der heutigen Leistungsgesellschaft nüchterner und rationaler als Herzensbildung klingt und aus diesem Grund wohl auch populärer ist. Er macht deutlich: Nicht angehäuftes Wissen ist das ausschliessliche Gütekriterium für einen gebildeten Menschen. Er braucht darüber hinaus Schlüsselqualifikationen aus dem Reich des Herzens, der Emotionalität und der Menschenkenntnis. Fühlen und Denken können nicht getrennt werden, wie aktuelle Erkenntnisse der Hirnforschung belegen. Nur auf einem sicheren emotionalen Fundament kann sich Leistungsfähigkeit entwickeln. Dies zu erkennen und bei der Erziehungsarbeit umzusetzen, gehört für Eltern und Pädagogen zu den in der heutigen Zeit wichtigsten Aufgaben. Der Dalai Lama bezeichnet Herzensbildung als eine menschliche Ethik, unabhängig von Religionen. In der westlichen Welt fehle heute vielen Kindern «etwas Wesentliches in der Erziehung. Es muss ein Gleichgewicht zwischen Gehirn und dem Herzen bestehen. Emotionen kennenlernen Zu keinem Zeitpunkt des Lebens wird jemand von seinen Gefühlen so stark bestimmt wie in der frühen Kindheit. In wenigen Minuten kann ein Säugling vom Quengeln über lautes Schreien zum quietschenden Lachen wechseln. Um dieses grosse Stimmungsrepertoire optimal meistern zu können, muss das Kind zunächst lernen, seine eigenen Emotionen zu erkennen, sie zu akzeptieren und ihre Wirkung auf andere Menschen zu verstehen. Erst wenn es das gemeistert hat, ist es seinen Gefühlen nicht

mehr hilflos ausgeliefert. Dieser Lernprozess geht mit vielen positiven Erfahrungen einher. Kinder brauchen deshalb einfühlsame Eltern, die ihnen ihre ganze Liebe und Fürsorge schenken. Auf Mamas und Papas Schoss sitzen, Kniereiter und Fingerspiele machen, gemeinsam kuscheln, herumtollen und lachen: All das trägt zu positiven Körpererfahrungen bei. Einflüsse Dritter Mit zunehmender Sprachentwicklung lernt ein Kind, seine Gefühle auszusprechen. Es erfährt dabei, dass Worte nicht nur Dinge bezeichnen, sondern auch Gefühle bei Menschen auslösen können. Gegen Ende des zweiten Lebensjahres formuliert das Kind die für seine Ich-Entwicklung so entscheidenden Worte «ich» und «mein», «du» und «dein». Ein Beispiel: Im Sandkasten sitzen sich zwei Kleinkinder gegenüber. Beide würden gern mit dem Bagger spielen. Der kleine Besitzer nimmt das Spielzeug an sich und sagt «meins». Mit Hilfe von Mama oder Papa werden dann ein Tausch oder ein gemeinsames Spiel vereinbart: eine Herausforderung, die das Kind in Zukunft umso besser meistert, je öfter solche Situationen im Alltag eingeübt wurden. Es lernt mehr und mehr, sein Handeln auf die Perspektive eines anderen Menschen abzustimmen. Dies ist das Fundament für eine erfolgreiche Kontaktaufnahme und Kommunikation. Angst, Wut, Traurigkeit können Denken und Handeln lähmen und das Leistungsvermögen beeinträchtigen. Kinder lernen aber durch das Vorbild der Eltern damit umzugehen. Wenn ein Kind Angst empfindet, sollte es mit jemandem darüber reden und auf Hilfe und Schutz bauen können. Ein liebevolles Gespräch bewirkt hier Wunder. Glücklichsein ist lernbar Kinder werden leider oft genug auf ein Unglück vorbereitet. Manche Eltern, aber auch Erzieher, vermitteln dem Kind, meist unbewusst, dass es ungeschickt oder dumm ist, dass andere Kinder besser sind, dass Arbeit keine Freude macht, dass das Leben ein ständiger Kampf ist, dass das Schicksal ungerecht und grausam ist. In Wahrheit bestimmt aber nicht die Aussenwelt, sondern die innere Einstellung, ob sich jemand gut oder schlecht fühlt. Das Geheimnis der Optimisten: Sie sehen nicht zwangsläufig alles positiv. Aber sie wenden sich aufmerksam dem Positiven zu und beschäftigen sich ausdauernd damit. Ängstliche, pessimistische Menschen lassen sich dagegen magisch vom Negativen anziehen und fühlen sich bei eintretendem Unglück auch noch in ihren Vorurteilen bestätigt. Um eine gute Grundlage für das Gefühls- und Gemütsleben zu schaffen, ist es verständlicherweise unbedingt erforderlich, dass sich die Eltern selber bemühen, ihre eigenen Gefühle immer besser in den Griff zu bekommen. Wie gelingt das? Indem sie sich um ein besseres Familienleben bemühen, ihre Beziehung gut pflegen, ihre gegenseitige Liebe in einer angemessenen Form auch vor den Kindern zeigen. Allerdings neigt man manchmal dazu zu denken, dass die Gemütsregungen und die Gefühle über den familiären Erziehungsbereich hinausgehen. Vielleicht ist das so, weil sie scheinbar etwas sind, das passiert, das wir nicht kontrollieren und nicht ändern können. Urs Tiefenauer Richtig Zähneputzen für gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch Mundgesundheit ist für das allgemeine Wohlbefinden wichtig. Welche Vorteile haben Schallzahnbürsten? Bei den elektrischen Zahnbürsten unterscheiden wir zwischen herkömmlichen Elektrozahnbürsten mit rotierend-oszillierendem Bürstenkopf und Schallzahnbürsten. Diese weisen gegenüber der Handzahnbürste einen höheren Komfort und eine bessere Reinigungsleistung auf. Zahnbürsten mit Schalltechnologie sind aus unserer Sicht besonders zu empfehlen. Sie beruhen auf elektro-magnetisch erzeugten Borstenschwingungen, die durch über 36 000 Impulse/Minute eine dynamische Putzwirkung entfalten. Unter Verwendung von Zahnpasta entsteht so ein hydro-dynamischer Effekt. Dadurch entsteht eine Schaumwelle, die eine Putzwirkung sogar kontaktlos in Zahnfleischtaschen ermöglicht. Druck auf die Bürste, wie er für herkömmliche Hand- und elektrisch-oszillierende Zahnbüsten erforderlich ist, ist für Schallzahnbürsten nicht nötig und wäre sogar kontraproduktiv. Schonend sanft und trotzdem hydrodynamisch – geht das? Die Schweizer Marke paro, welche ihre Prophylaxe-Produkte in der Schweiz in Kilchberg ZH herstellt, hat ihre dritte Generation der parosonic Schallzahnbürste auf den Markt gebracht. Diese Schallzahnbürste wurde in Zusammenarbeit mit dem Zahnmedizinischen Zentrum der Universität Zürich entwickelt, sowie an der Dentalhygienikerinnen Schule – Prophylaxe Zentrum Zürich getestet. Der Praxis-Test wurde auch durch Untersuchungen der Universität Zürich bestätigt. Diese haben gezeigt, dass mit der parosonic eine hervorragende und schonende Reinigung erzeugt wird. Diese Kombination von schonend sanfter und trotzdem noch hydrodynamischer Reinigung mit einer so handlich-leichten Schallzahnbürste wird bei der parosonic perfekt umgesetzt. Die parosonic ist in serviceorientierten Apotheken oder Drogerien erhältlich. paro sonic Kit Art-Nr 760 PharmaCode 7529577 Mehr erfahren Sie unter parosonic.com Schweizer Hausapotheke 6-2021 43

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