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Nr. 6 / 2022

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Insektenstiche Wenn es

Insektenstiche Wenn es brennt, juckt und anschwillt helfen kühlende Gele mit einem Antihistaminikum, essigsaure Tonerde oder Coolpacks. Aber auch Hausmittel haben es in sich: Gurkenscheiben auflegen, Zitronen- oder Zwiebelsaft, Saft der Aloe vera oder frische Spitzwegerichblätter zum Einreiben. Wichtig: nicht an den Einstichstellen kratzen (Infektionsgefahr). Stich ist nicht gleich Stich Wespen-, Bienen- und Hornissenstiche schmerzen, während Mückenstiche jucken. Wenn aber Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen oder schlimmer werden, muss ein Arzt/eine Ärztin beigezogen werden. In der Schweiz leiden rund dreieinhalb Prozent der Bevölkerung unter einer Insektengiftallergie. Bei diesen Allergien empfiehlt es sich, ein Notfallset auf sich zu tragen, damit es nicht zum Schlimmsten kommt: zum Kreislaufschock. Insektenstiche sind verschieden. Zu den blutsaugenden oder beissenden Minimonstern gehören Bettwanzen, Flöhe, Zecken, Kopfläuse. Jedes Insekt kann Spätreaktionen oder zusätzliche Infektionen im Gewebe auslösen, das durch den Stich oder Biss bereits entzündet ist. Spätestens seit der Zika-Epidemie in Süd- und Mittelamerika sind exotische Stechmücken wieder im Fokus der Öffentlichkeit. Sie können gefährliche Krankheitserreger verbreiten. Der Klimawandel, der internationale Handel und der steigende Reiseverkehr begünstigen die Ausbreitung tropischer Stechmücken. 10 Schweizer Hausapotheke 6-2022 Hierzulande gelten «heimische» Mückenund Bremsenstiche allgemein eher als harmlos, wenn auch lästig. Sie treten dort auf, wo sich Menschen viel draussen aufhalten und es für die Insekten warm genug ist. Mücken, Schnaken und Stechmücken lieben Körpergeruch und Atem, Parfüms, Kosmetika und dunklere Kleidung. Deshalb: Hellfarbiges tragen, Körperstellen abdecken und zuvor Insektenschutzmittel auftragen! Die Störenfriede stechen zu, weil sie entweder das menschliche Blut als Nahrungsmittel benötigen oder sich verteidigen. Auch weil menschliches Blut das Weibchen mit einem Eiweissstoff versorgt, den es braucht, um seine Eier zu legen. Wie bei Flohbissen, sind Wanzenund Mückenstiche äusserlich nur schwer zu unterscheiden. Stiche – harmlos oder gefährlich? In der Medizin sind Insektenstiche bedeutsam, weil durch sie Krankheiten oder Gifte übertragen und allergische Reaktionen ausgelöst werden können. Wenn eine Mücke zusticht, erkennt das Immunsystem deren Speichel als Bedrohung und reagiert mit einer Immunantwort. Diese besteht in der Freisetzung von Histamin, das wiederum in der Haut einen gereizten Zustand auslöst; oft in Verbindung mit einem Ausschlag. Der Grund für die Symptome an der Einstichstelle (Schwellungen, Rötungen, Juckreiz) sind entzündungsauslösende Stoffe im Speichel der Insekten wie biogene Amine und Kinine. Eine allergische Reaktion ist die Überreaktion des Immunsystems auf Fremdkörper, die aber nicht unbedingt schädlich sein muss. Normalerweise muss auch wegen eines Wespenstichs (kleine Quaddel) nicht die Notfallstation aufgesucht werden. Hingegen emfehlen hiesige Spitäler das Aufsuchen einer solchen bei Symptomen wie Atemnot, Nesselfieber, grossflächigen Ausschlägen oder Hautausschlägen und Schwellungen am ganzen Körper, Schwindel sowie Ohnmacht. Bei einem Stich in Zunge, Mund oder Hals ist ärztlicher Rat ein Muss! Es ist nämlich möglich, dass jemand ohne vorher bekannte Wespenund Bienenstichallergie allergisch darauf reagiert. Nur eine Sommerplage? Bei der vorherbstlichen Apfelernte, dem Fallobst (Verfaulen der Früchte) und warmem Wetter werden die Feuerwehr (zum Ausheben von Nestern) sowie ärztliches Personal noch länger mit Wespen zu tun haben. Die häufigsten und aggressivsten Wespenarten, die «Deutsche» (Vorliebe für Speisen und Getränke) und die «Gemeine» (Lästigste) können bis Oktober oder November vorkommen. Die letzten Arbeiterinnen sterben erst beim ersten Frost. Nicht aber so die Stechmücken: Sie fallen gerade im Herbst noch einmal so richtig auf, wenn sie scharenweise ein warmes Zuhause zum Überwintern heimsuchen. Jacqueline Trachsel ist Journalistin BR. Seit 1994 schreibt sie als selbständige Journalistin und Redaktorin für diverse Medien.

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