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Nr. 6 / 2022

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Gewichtszunahme in der

Gewichtszunahme in der vorangegangenen Schwangerschaft, afrikanische, asiatische oder lateinamerikanische Herkunft sowie ein Alter ab 40 Jahren. Deshalb empfiehlt Markus Laimer bei Risikopersonen, den Blutzucker schon bei der ersten Schwangerschaftskontrolle zu testen. «Ein unerkannter und somit nicht behandelter Schwangerschaftsdiabetes kann sowohl Mutter als auch Kind gefährden», sagt er. «Deshalb macht das Screening Sinn und wird auch allen schwangeren Frauen ohne bekannten Diabetes empfohlen.» Das Gefährliche am Schwangerschaftsdiabetes: Da die Schwangere keine Beschwerden hat und die typischen Anzeichen von Diabetes – wie etwa starker Durst oder häufigeres Wasserlassen – nicht vorkommen oder gar typisch sind für eine Schwangerschaft, ist es unerlässlich, den Glukosegehalt im Urin zu messen. Zucker im Urin weist zusammen mit einer grossen Menge an Fruchtwasser und einer grossen Grösse des Kindes auf Schwangerschaftsdiabetes hin. Die Urinuntersuchung ist allerdings wenig aussagekräftig, weshalb die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, gynécologie suisse, seit 2009 empfiehlt, bei allen Schwangeren einen sogenannten Zuckerbelastungstest durchzuführen. Dieser wird von den Krankenkassen bezahlt und zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Bei diesem oralen Glukose- Toleranztest (oGTT) trinkt die Schwangere auf nüchternen Magen eine Zuckerlösung aus Wasser und Glukose. Nach einer und nach zwei Stunden wird der Blutzuckerwert gemessen. Sind die Untersuchungswerte über einem bestimmten Grenzbereich, steht die Diagnose: Schwangerschaftsdiabetes. Die Lösung: Ernährungsumstellung und Bewegung Für viele Schwangere ist die Diagnose erst einmal ein Schock und schwer einzuordnen, besonders, wenn die Schwangerschaft bisher ohne Komplikationen verlief. Die gute Nachricht: Bei 85 Prozent der Betroffenen reicht eine Ernährungsanpassung, um die Blutzuckerwerte wieder ins Lot zu bringen. In der Schwangerschaft ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung besonders wichtig, und das gilt umso mehr bei der Diagnose Schwangerschaftsdiabetes. Eine Diät oder der Verzicht auf Kohlenhydrate ist der falsche Ansatz. Leicht umzusetzen und mit positivem Effekt auf die Blutzuckerwerte ist eine Ernährung, bei der jede Mahlzeit aus rund 40 bis 50 Prozent Kohlenhydraten, 20 Prozent Proteinen und 20 bis 30 Prozent Fett besteht. Um Blutzuckerspitzen zu vermeiden, sollten 38 Schweizer Hausapotheke 6-2022 neben drei nicht allzu grossen Hauptmahlzeiten zwei bis drei kleinere Zwischenmahlzeiten eingenommen werden. Süssigkeiten sind trotz Schwangerschaftsdiabetes erlaubt – in Massen, denn «versteckte» Zucker in Früchten, Softgetränken und Weissmehlprodukten wirken sich zusätzlich auf die Blutzuckerwerte aus. Ballaststoffreiche Getreideprodukte, frisch zubereitetes Gemüse und fettarme Milchprodukte sind hingegen ideal. Nach dem Essen wird der Blutzuckerwert mit einem kleinen Piks in den Finger regelmässig selbst gemessen. Da auch die Lebensweise, Stress und Schlafqualität einen Einfluss auf die Blutzuckerwerte haben, rät Lia Bally, Leiterin Ernährung, Metabolismus und Adipositas und Leiterin Forschung am Inselspital Bern, zu einer ausgewogenen Lebensweise mit viel Bewegung: «Regelmässige, für Schwangere gut durchführbare und risikolose körperliche Betätigungen wie Schwimmen, Gehen und Treppensteigen lassen die Körperzellen besser auf das körpereigene Insulin ansprechen.» Erst wenn diese Anpassungen nicht wirksam sind, wird Insulin verschrieben. Gemäss Markus Laimer spritzt etwa jede vierte Frau mit Schwangerschaftsdiabetes Insulin für die Zeit bis zur Geburt. Eine unbedenkliche Massnahme, wie er beruhigt: «Da Insulin nicht die Plazenta passiert, gelangt es nicht in den Kreislauf des Kindes.» Diabetes-Risiko für Mutter und Kind Wenn die Wehen einsetzen, wird die Behandlung mit Insulin beendet. Bei den meisten Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes normalisieren sich die Zuckerwerte nach der Geburt wieder. Auch wenn vorher Insulin gespritzt wurde, ist in der Regel nach der Geburt kein Insulin mehr nötig. Dennoch ist die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, kann sie doch für Mutter und Kind zu ernsthaften Komplikationen führen. Schwangerschaftsdiabetes kann zu einem schnelleren Wachstum des Kindes führen, was auch vergrösserte, aber unreife innere Organe bedeutet. Ein grösseres Kind ist meistens auch schwerer, was die Möglichkeit von Komplikationen und Eingriffen bei der Geburt erhöhen kann. Nach der Geburt sind Babys von Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes häufiger von Unterzuckerung und Gelbsucht betroffen. Und schliesslich besteht ein späteres Diabetesrisiko für Mutter und Kind: Eine deutsche Studie befand, dass 30 Prozent der Kinder von Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes übergewichtig werden – ein Risikofaktor für einen späteren Typ-2-Diabetes. Bei den Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes ist das Risiko, später an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken, gar bis zu 50 Prozent höher. Deshalb wird nach einem Schwangerschaftsdiabetes empfohlen, den Blutzucker in jährlichen Abständen zu untersuchen. Eine Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums OBSAN hat jedoch ergeben, dass dies in Realität oft vernachlässigt wird. Als Prävention einer späteren Diabetes-Diagnose sollten daher die Empfehlungen bei Schwangerschaftsdiabetes in Bezug auf Ernährung und Bewegung auch nach der Schwangerschaft beachtet werden. Manuela Donati ist Journalistin und Yoga- Lehrerin und wohnt in Bern und Davos. Ihre Fachgebiete sind Nachhaltigkeit, Kultur und Gesellschaft.

Feste dritte Zähne in einem Tag Mehr Lebensqualität mit Zahnimplantaten Wenn alle Zähne fehlen oder entfernt werden müssen und man sich nicht mit einem herausnehmbaren Gebiss begnügen will, war der Weg zu festen Zähnen bisher oft ein rechter Leidensweg: Knochenaufbau, mehrfache Operationen und schlecht sitzende provisorische Vollprothesen, die bis zu einem Jahr getragen werden mussten. Zum Glück gibt es heute fortschrittliche Methoden, die den Weg zu festem Zahnersatz erheblich abkürzen. Die All-On-Four-Methode erlaubt es, mit nur vier Implantaten pro Kiefer festsitzenden Zahnersatz als Sofort-Versorgung zu realisieren. Dabei ist im Regelfall nur ein chirurgischer Eingriff erforderlich, der in Vollnarkose oder im Dämmerschlaf möglich ist. Noch vorhandene Zähne können gleichzeitig entfernt werden. Einige Stunden nach dem Eingriff verlässt der Patient unsere Praxisklinik mit festen, belastungs fähigen Zähnen. Etwa drei Monate später wird dann die endgültige Brücke angefertigt Ein Fall aus unserer Praxis – Frau Esther Burckhardt, 68 Jahre, aus Thun: „Ich litt an fortgeschrittener Parodontitis und konnte mit meinen lockeren Zähnen kaum noch essen. Die Entzündungen bereiteten mir chronische Schmerzen und ich musste regelmässig starke Schmerztabletten nehmen. Aus Angst vor schmerzhaften Operationen und langwierigen Behandlungen hatte ich das Thema Implantate immer vor mir hergeschoben. Mit meinen abstossenden Zähnen traute ich mich am Ende gar nicht mehr unter die Leute und fühlte mich zunehmend isoliert und depressiv. Als ich dann durch meine Tochter von der All-On-Four-Methode erfuhr, schöpfte ich Hoffnung. Feste Zähne sofort, das war bisher nur ein Wunschtraum gewesen. Eines Tages raffte ich mich dann zur Totalsanierung in Vollnarkose auf. Ich habe meinen Entschluss, mein Zahnproblem ein für alle Mal zu lösen, nicht eine Minute bereut. Mit meinen festen, schönen Zähnen habe ich jetzt ein ganz anderes Lebensgefühl, fühle mich viel jünger und selbstbewusster. Und kann wieder unbeschwert essen, was ich will.“ Der „Trick” der All-On-4-Technik besteht darin, dass die hinteren Implantate schräg nach vorne geneigt eingesetzt werden. Dadurch können auch bei reduziertem Knochenangebot 3 Nur eine Operation erforderlich 3 Keine Knochentransplantate oder -aufbauten, dadurch vermindertes Operationsrisiko 3 Sofort feste Zähne, keine langen Wartezeiten mit herausnehmbaren Prothesen besonders lange und stabile Implantate verwendet werden, die eine Sofortbelastung zulassen, ohne lange Einheilphasen abwarten zu müssen. Das bedeutet für den Patienten: 3 Geringere Kosten (im Vergleich zu Brücken auf 6 oder 8 Implantaten) 3 Gute Ästhetik, einfache Hygiene, da nur 4 Implantate zu putzen sind 3 Verschraubter Zahnersatz ermöglicht bei Bedarf einfache Reparatur Sicherheit und Garantie Die All-On-Four-Methode wird seit über 17 Jahren weltweit angewandt und ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien abgestützt. Alle bisher vorliegenden Untersuchungen ergaben sehr gute Resultate. Dr. Schulte wendet die All-On-Four-Technik seit über 15 Jahren an und hat damit bereits über 500 Patienten erfolgreich zu festen Zähnen in einem Tag verholfen. Er ist aufgrund seiner eigenen umfangreichen Erfahrung von den Vorteilen und der Sicherheit dieser Methode überzeugt. Daher gewähren wir unseren Patienten eine 10-Jahres-Garantie auf Implantatverlust Öffentliche Vorträge von Dr. Markus Schulte zum Thema „Feste Zähne an einem Tag” Luzern Bern Zürich Luzern Montag, 19. September 2022, 19.00 Uhr Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse 37, 6003 Luzern Montag, 17. Oktober 2022, 19.00 Uhr Hotel Ambassador, Seftigenstrasse 99, 3007 Bern Montag, 7. November 2022, 19.00 Uhr Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9, 8001 Zürich Montag, 28. November 2022, 19.00 Uhr Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse 37, 6003 Luzern Anmeldung erbeten an Tel. 041 210 58 58 oder praxis@ztlu.ch Autor: Dr. med. dent. Markus Schulte ist Zahnarzt und Spezialist für Oralchirurgie. Praxisklinik: Zahnarzt Team Luzern Winkelriedstrasse 37 6003 Luzern Tel.: 041 210 58 58 Ausführliche Informationen unter www.ztlu.ch Schweizer Hausapotheke 6-2022 39

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