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Nr. 6 / 2022

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Das schmerzt! Arthrose

Das schmerzt! Arthrose ist eine degenerative Erkrankung der Gelenke. Die Schmerzen entstehen meist durch eine Überbelastung oder durch Abnutzungserscheinungen. Was hilft? Arthrose macht sich am häufigsten an Hüft-, Knie-, Fuss- oder Handgelenken bemerkbar, doch grundsätzlich kann sie an allen Gelenken auftreten. Es handelt sich um eine chronische, langsam fortschreitende Erkrankung, bei der die Gelenkknorpel vorzeitig abgenützt und geschädigt werden. Die Knorpelsubstanz bildet sich langsam zurück. Dadurch wird die darunter liegende Knochenoberfläche freigelegt und stark belastet. Die Knochen reiben aufeinander und können sich deformieren, was zu starken Schmerzen und irreparablen Schäden führt. So äussert sich eine Arthrose Der Verlauf einer Arthrose kann sehr unterschiedlich sein, doch im Allgemeinen stehen die Schmerzen im Vordergrund: Sie treten im Gelenk selbst auf, vornehmlich beim Bewegen und Belasten. Auch eine Gelenksteifheit kommt vor; hauptsächlich nach Ruhepausen. Schmerzen und Gelenksteifheit führen oft zu Bewegungseinschränkungen. Als Begleiterscheinung einer Arthrose können auch Entzündungen auftreten: Das Gelenk schmerzt, fühlt sich warm an und schwillt an. Den Alltag bewältigen Es gibt einige Möglichkeiten, das Leben mit Arthrose angenehmer und schmerzloser zu gestalten. Eine der wichtigsten Regeln lautet, nie zu lange in der gleichen Position zu verharren. Weder zu langes Stehen noch zu langes Sitzen sind ideal. Auch länger andauernde, gleichförmige Belastungen der erkrankten Gelenke sollten vermieden werden. Beim Ausruhen sollte eine für die Gelenke bequeme Stellung gefunden werden. Im Handel gibt es verschiedene Hilfsmittel, die 50 Schweizer Hausapotheke 6-2022 zu einer Entlastung der Gelenke beitragen können. Informationen hierzu hält unter anderem die Rheumaliga Schweiz bereit. Auf das Gewicht achten Wie bei vielen anderen Erkrankungen spielt auch bei Arthrose das Körpergewicht eine entscheidende Rolle. Übergewicht erhöht die tagtägliche Belastung der Gelenke, was die Krankheit begünstigen oder beschleunigen kann. Auf sein Gewicht zu achten, lohnt sich. Nimmt der Körper über die Nahrung mehr Energie auf, als er braucht, wird die überschüssige Energie in den Fettzellen eingelagert. Das Körpergewicht steigt. Eine reduzierte Kalorienzufuhr durch eine leichte, ausgewogene Ernährung und eine Erhöhung des Kalorienverbrauchs durch mehr Bewegung helfen, ein gesundes Körpergewicht zu halten oder zu erlangen. Wärme- und Kältetherapie Je nach Art der Beschwerden kommen Wärmeoder Kältebehandlungen in Betracht. Bei akuten Beschwerden mit Überwärmung des Gelenks (Entzündung) und Schwellung wird Kälte oft als angenehmer empfunden. Stehen hingegen Steifheit und ein dumpfer Schmerz im Vordergrund, hilft Wärme meist besser. Kältepackungen sollten nie direkt aufgelegt, sondern immer vorher in ein Tuch gewickelt werden. Das schützt die Haut vor Kälteschäden. Wärme kann durch Wärmepackungen, warme Bäder oder durch Bestrahlung mit Infrarotlicht erzeugt werden. Diese Medikamente helfen • Oft helfen schon einfache Schmerzmittel wie Paracetamol, die in der Apotheke ohne Rezept bezogen werden können. Sie ermöglichen einen schmerzfreien Bewegungsablauf und verhindern ungünstige Schonhaltungen. Ist eine längerfristige Einnahme von Schmerzmitteln nötig, sollte jedoch eine Ärztin/ein Arzt zugezogen werden. • Wenn das Gelenk entzündet ist, kommen entzündungshemmende rezeptfreie Medikamente – wie beispielsweise Ibuprofen – oder stärkere rezeptpflichtige Arzneimittel zum Einsatz. Bei manchen Menschen können diese jedoch Magenprobleme hervorrufen, weshalb sie nicht ohne ärztliche Betreuung über längere Zeit eingenommen werden sollten. • Kortison hat eine stark entzündungshemmende Wirkung. Es kann von einer ärztlichen Fachperson mittels einer Spritze direkt in das betroffene Gelenk injiziert werden, wo es oft länger anhaltende Besserung bringt. • Körpereigene, natürliche Substanzen wie Chondroitin oder Glucosamin sind für die Bildung und den Erhalt der Knorpelmasse nötig. Sie können, als Tabletten eingenommen, den Knorpelstoffwechsel aktivieren und den Knorpelabbau verlangsamen. Christiane Schittny ist Apothekerin und Betriebsleiterin. Seit 15 Jahren arbeitet sie als Fachjour nalistin für diverse Printmedien.

Was tun bei Skoliose? Eine Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule mit Rotation und Deformierung einzelner Wirbelkörper. Wer am meisten davon betroffen ist und welche Symptome die Skoliose erkennbar machen, erfahren Sie in diesem Beitrag. Man unterscheidet zwischen der idiopathischen Skoliose, deren Ursache nicht bekannt ist und der symptomatischen Skoliose, die sich auf eine bestimmte Ursache zurückführen lässt. Die idiopathische Skoliose entwickelt sich meist während des Wachstums, das heisst im Kindesund Jugendalter. Mädchen sind häufiger davon betroffen als Jungen. Woran erkennt man eine Skoliose? Idiopathische Skoliosen verursachen zu Beginn grundsätzlich keine Beschwerden. Deshalb sind sie schwer zu erkennen. Mit fortschreitendem Wachstum ent stehen je doch Beschwerden, und die Verkrümmung wird sichtbar. So sind beispielsweise ungleich hohe Schultern oder ein Schiefstand des Beckens äusserlich erkennbare Symptome, die therapiebedürftig sind. Wie sieht die Behandlung für Betroffene aus? Die Skoliose-Therapie richtet sich nach Grad und Ursache der Fehlstellung. Entscheidend ist auch das Alter der betroffenen Person. Ist die Skoliose fortgeschritten, reicht eine regelmässige Physiotherapie nicht mehr aus. Dann ist der Einsatz eines Korsetts notwendig. Eine korrigierende Operation wird erst bei einer schweren Skoliose empfohlen. Wie funktioniert ein Korsett? Da die Korsettbehandlung auf das Wachstum der Wirbelsäule angewiesen ist, muss bei der Patientin oder beim Patienten ein wesentliches Wachstumspotenzial vorhanden sein. Zur Erstellung eines Korsetts wird ein 3-D-Scan des Oberkörpers gemacht. Im Anschluss wird daraus ein individuelles Korrekturmodell erstellt. Dieses ist zur Wachstumslenkung mit Korrekturpelotten und Öffnungen ausgestattet. Trägt nun die Patientin oder der Patient das Korsett, bewegt sich der Körper mit jedem Atemzug in die vordefinierten Expansionsräume. Dieses Prinzip beruht darauf, dass die verkrümmte Wirbelsäule durch unterschiedliche Druck- und Entlastungszonen korrigiert wird. Das verhindert eine Verschlechterung, und optische Asymmetrien können merklich korrigiert werden. Für einen optimalen Erfolg muss das Korsett während 22 bis 23 Stunden pro Tag getragen werden, sofern die Ärztin oder der Arzt nichts anderes verordnet hat. Das ist wichtig, damit die Wachstumslenkung der Wirbelsäule auch wirkt. Die Orthopädietechniker der Balgrist Tec AG sind auf komplexe Orthesen- Versorgungen wie die Herstellung von Skoliose-Korsetten spezialisiert. Sie erarbeiten in enger Zusammenarbeit mit Ärzten und Physiotherapeuten ein individuelles Versorgungskonzept. Bei uns sind Sie in guten Händen Ihr kompetenter Partner mit einer langjährigen Tradition rund um Orthopädie-Schuhtechnik – Orthopädische Schuheinlagen – Schuhzurichtungen – Orthopädische Serien- und Massschuhe – Spezial- und Komfortschuhe Wir steigern Mobilität. Ihr verlässlicher Ansprechpartner für: - Alltags- und Therapiehilfen - Orthopädie-Schuhtechnik - Kranken- und Pflegeartikel - Orthopädietechnik - Inkontinenzversorgung - Rollstuhlversorgung Balgrist Tec AG | Forchstrasse 340, 8008 Zürich | T +41 44 386 58 00 | balgrist-tec.ch Orthopädie – Bandagen, leichte Orthesen – Kompressionsversorgung Fuss-Orthopädie Feldmann Witikonerstrasse 24, 8032 Zürich Ohmstrasse 22, 8050 Zürich www.fof.ch Schweizer Hausapotheke 6-2022 51

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