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Nr. 6 / 2018

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Demenz: Gesunder

Demenz: Gesunder Lebensstil und frühzeitige Diagnose helfen Demenz kann jede und jeden treffen, und bis heute sind Demenzkrankheiten unheilbar. Dennoch: Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko einer Erkrankung verringern. Zudem erlaubt eine frühzeitige Diagnose den Betroffenen, vorzusorgen und somit auch mit Demenz ein möglichst selbstbestimmtes und selbstständiges Leben zu führen. Krankheiten wie Cholesterin, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht schaden den Blutgefässen im Hirn. Darum empfiehlt es sich, beispielsweise auf Nikotin zu verzichten sowie wenig Zucker und Salz zu konsumieren. Es ist erwiesen, dass besonders eine herz- und gefässfreundliche Ernährung, wie sie etwa in der mediterranen Küche zu finden ist, sich positiv auf das Gehirn auswirkt. Fitness von Geist und Körper mindert Risiko Laut Fachwelt sollten wir alle regelmässig körperlich und geistig aktiv sein. Das Gehirn wird nämlich dadurch stärker durchblutet, bildet neue Nervenzellen und stellt neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen her. Bei geistig aktiven Menschen nehmen die kognitiven Fähigkeiten weniger stark oder später ab. Am besten ist das Gehirn so fit zu halten, dass es Spass macht. Dies können der Erwerb einer Fremdsprache, ein neues Hobby, Musizieren, Jassen, Tanzen sein. Warum erkranken Menschen mit vielen Freundschaften und sozialen Aktivitäten seltener an einer Demenz? Forschende vermuten, dass das Gehirn in Gesellschaft anderer vielseitig angeregt wird. Wir müssen uns in Gesprächen daran erinnern, was andere erzählt haben, wir bleiben aufmerksam, wenn wir mitsprechen wollen. Daher gilt es, möglichst aktiv zu sein und Dinge zusammen mit anderen zu unternehmen. Frühe Demenzdiagnose verschafft Zeit für Vorsorge Doch selbst ein gesunder Lebensstil schützt nicht vor einer Demenzerkrankung. Vergesslichkeit, Probleme in der Wortfindung und in der Orientierung, Schwierigkeiten bei Routineaufgaben, wahnhafte Vorstellungen oder Antriebslosigkeit können erste Anzeichen einer beginnenden Demenz sein. Die Ursache dieser Symptome ist jedoch nicht zwingend eine Demenz. Auch eine Depression, Mangelernährung, eine Stoffwechselkrankheit oder ein Gehirntumor zeigen teils ähnliche Symptome. Um diesbezüglich Klarheit zu erlangen, braucht es eine genaue Abklärung bei einer Ärztin oder einem Arzt. Grundsätzlich gilt: Je früher eine Demenzdiagnose vorliegt, desto besser kann die Krankheit behandelt werden. Gerade eine früh gestartete medikamentöse Therapie mit Antidementiva wirkt besonders gut. Sie kann die Symp tome mildern und den Krankheitsverlauf teilweise verlangsamen. Nichtmedikamentöse Therapien können Begleitsymptome der Demenz, wie Ängste und Depressionen, entschärfen oder sogar beheben. Dies alles erhöht die Lebensqualität für Menschen mit Demenz enorm. Eine frühzeitige Demenzdiagnose befähigt des Weiteren zu einem möglichst selbstständigen Leben. So können sich Betroffene – Erkrankte sowie Angehörige – über Therapien und Entlastungsangebote informieren, sich beraten lassen. Sie können sich rechtzeitig auf die künftigen Lebensumstände einstellen und beispielsweise Wohnsituation sowie Lebensgewohnheiten anpassen. Ob eine Person Pflegewünsche für die Zukunft festhalten, die Sorge für das eigene Vermögen einer Drittperson übertragen oder das eigene Erbe regeln will – dank frühzeitiger Diagnose kann noch vieles selbst bestimmt werden. Und Selbstbestimmung führt auch im Fall von Demenz zu mehr Lebensqualität. Mehr Information dazu: ● «Demenz vorbeugen – So halten Sie ihr Gehirn fit» ● «Vergesslich? Eine Abklärung hilft weiter» Alzheimer Schweiz bietet kostenlos viel Informationsmaterial rund um Demenz: www.alz.ch Infothek Haben Sie Fragen zur Demenz? 058 058 80 00 38 Schweizer Hausapotheke 6-2018

Trio infernal Im Machtkampf um «Gut» und «Böse» (letzte Ausgabe) muss/soll sich der äussere Kampf in einen inneren verlängern. Gute (förderliche) und böse (bedrohliche) Kräfte sind im Erleben des Säuglings äussere Mächte. Das Erziehungsziel der Humanisierung des Menschen will ihm die Selbststeuerung ermöglichen: Ich will und kann das Gute tun. In der letzten Ausgabe ging ich von der Naturordnung aus, in der die, das oder der Stärkere gewinnt. Zunächst ist dies eine körperliche und energetische Frage: Wer hat mehr Kraft? Aber schon im Tierreich können wir neben der Körperkraft auch die Willenskraft beobachten. Wenn Sie im Wallis die Kür der Königinnen anschauen, sehen sie Erstaunliches. Nur junge Kühe stossen die Hörner zusammen, dass es kracht. Erfahrenere stehen sich gegenüber, umkreisen sich. Eine macht einen Schritt, die andere steht. Noch einen Schritt vor. Stehvermögen zermürbt. Eine senkt den Kopf oder beginnt Gras zu fressen: Der Kampf ist entschieden. Herrschaft über den Willen Wie ist dies zu erklären? Die physische Kraft muss nicht ausgelebt werden. Die Gewinnerin wird Leitkuh, offensichtlich weil sie von den andern anerkannt wird. Sie müssen sich nicht verletzen. Ich weiss nicht genau, welche Kräfte mit im Spiel sind; zweifellos auch die Körperkraft und die Masse. Aber offenbar braucht es nicht den physisch durchgeführten Machtkampf. Die – aus menschlicher Perspektive gesprochen – unterlegene Kuh beugt sich dem Willen der Mächtigeren. Andere Interpretation: Die gescheitere gibt nach – wer kann das bei Kühen wissen? Auch in der Erziehung beobachten wir den Kampf um den Willen. Von Anbeginn steht der Säugling zwischen zwei Spannungsfeldern. Das innere Spannungsfeld sind seine Bedürfnisse: Nahrung, Wärme, Nähe, Sicherheit, Hautkontakt usw. Das äussere Spannungsfeld entsteht nach der Vertreibung aus dem Paradies der Gebärmutter, die alles zeitgenau lieferte. Der verselbständigte Organismus braucht alle Bedürfnisbefriedigung von aussen. Die Selbstverständlichkeit der Lieferungen ist nicht mehr garantiert. Ich muss selber etwas tun: Zum Beispiel mich bemerkbar machen. Dabei lerne ich früh ein höchst individuelles Zusammenspiel meiner Wünsche (Bedürfnisse) mit dem Willen meiner Umgebung. Von körperlichem Machtkampf kann natürlich noch keine Rede sein. Das Ringen geht um den Willen meiner «PartnerIn». Kann ich sie/ihn dazu bringen, meine Bedürfnisse zu befriedigen? Herrschaft über die Triebe Sicher ist es gut, wenn meine Wünsche und Bedürfnisse befriedigt werden. Nur ist das Leben kein Schlaraffenland. Ich gerate notwendigerweise in Interessenskonflikte mit Wünschen und Bedürfnissen von Mitmenschen und Begrenzungen der Lebensumstände. Im Kampf, wer sich durchsetzt, entstehen Sieg, Niederlage, Verletzung, vielleicht Gewalt. Es geschieht Böses. Was für mich gut ist, kann für andere schlecht sein. Setze ich rücksichtslos meine Befriedigung durch, erscheine ich anderen als böse. Aushalten von Triebspannung (Frustrationstoleranz), verzichten lernen und Wünsche der Mitmenschen zu respektieren sind Gegenpole zur eigenen Triebkraft. Die wichtigste Kraft, um diese Fähigkeiten zu entwickeln, sind starke ethische Grundhaltungen, die sich aus den sozialen Bedürfnissen und deren Beantwortung durch die Erziehenden entwickeln. Sie helfen den Menschen ihre Triebwelt in Zaum zu halten. Fehlt der Aufbau der Ethik (Gewissen) oder gelingt es der Erziehung nicht, Ethik im Kind zu festigen, bleiben Kinder – und in der Folge etliche Erwachsene auch – völlig ihren Trieben ausgeliefert. Die ursprünglich natürliche Anspruchshaltung an die Mitwelt, die dem Säuglingsdasein noch entspricht, müssen Kleinkinder schrittweise abbauen und der mitmenschlichen Vernunft unterordnen lernen: Die Berechtigung eigener Ansprüche und eigener Freiheitsforderungen endet an der Grenze, wo jene der anderen Kinder (Menschen) beginnt. Das kann ein Kind nicht von sich aus wissen, das muss ihm gesagt (und immer wieder gesagt) werden. Wo sich diese Grenze im Einzelfall befindet, wird in unendlich vielen kleinen Schritten – und immer nur vorläufig – gelernt. Eine wichtige erzieherische Aufgabe ist, möglichst gewaltfreie Strategien zu lehren, um solche Grenzziehungen und Interessensausgleiche auszuhandeln. («Diplomatie im Kindesalter» als Gewaltprävention). Trio infernal Gelingt dieser Erziehungs- resp. Entwicklungsschritt nicht, wird ein Mensch einem inneren Schweizer Hausapotheke 6-2018 39

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