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Nr. 7 / 2018

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«Ich muss tanzen!» Ein

«Ich muss tanzen!» Ein zwölfjähriges Mädchen besucht zum ersten Mal mit seiner Mutter ein Theater. Auf der Bühne wird getanzt. Wie von einem Blitz getroffen weiss sie von diesem Moment an, dass sie tanzen möchte. So geschehen vor bald siebzig Jahren in Biel. Was aus dieser Berufung geworden ist, erfahren Sie auf den nachfolgenden Seiten. Das Gespräch findet an einem warmen Sommertag in unserer Redaktion statt. Für einmal bin ich nicht aufgeregt, sondern gespannt und neugierig. Ich habe mit Margret bereits viele Gespräche über Gott und die Welt geführt, aber eigentlich nie gezielt Fragen zu ihrem Leben als Tänzerin gestellt. Das soll sich nun ändern. Margret, warum bist du Balletttänzerin geworden? Meine Mutter hat mich ins Theater Biel mitgenommen. Ich weiss nicht mehr genau, was an diesem Abend getanzt wurde – es sind ja seither auch schon fast siebzig Jahre vergangen. Als der Donauwalzer von Johann Strauss gespielt wurde, war es um mich geschehen. Ein Blitz fuhr durch meinen Körper. Ich habe wirklich wie eine Art Stromschlag in mir gespürt. Von dieser Sekunde an wusste ich, dass ich Tänzerin werden möchte – oder besser gesagt werden muss. Was geschah nach diesem «Blitzschlag»? Ich fragte meine Mutter, wie ich Tänzerin werden könne. Ich wusste gar nichts. Klar war, dass ich Ballettunterricht nehmen müsste. Ich ging als junges Mädchen alleine ins Theater, suchte den Ballettsaal und stellte mich den beiden Solistinnen, die für den Unterricht zuständig waren, vor. So begann es. Ich ging leidenschaftlich gerne einmal wöchentlich ins Training und bezahlte die Stunden von meinem ersparten Sackgeld. Aber leider war dieses Sparschwein schon bald leer. Ich musste meinen Lehrerinnen gestehen, dass ich das Training nicht mehr besuchen könne. Diese hatten kein Verständnis und sagten meinen Eltern: «Das Kind muss tanzen!» Kurz darauf wurden die beiden Tänzerinnen im Ausland engagiert und verliessen das Theater – leider. Der Unterricht fiel natürlich aus. Uns wurde gesagt: «Macht die Übungen jeden Tag weiter. Ihr werdet zwar nicht besser, aber auch nicht schlechter.» Wie ging es dann weiter? Ich hatte das Glück, dass die Eltern einer Kollegin in ihrem privaten Haus einen Ballettsaal mit Stangen und Spiegeln eingerichtet hatten. Dort durfte ich jeden Abend nach der Schule trainieren. Zum Glück eröffnete eine deutsche Tänzerin schon bald in Biel eine Ballettschule. Wir wurden weiter unterrichtet und gefördert. Ich war ehrgeizig und glücklich. Da ich diesen Unterricht nicht bezahlen konnte, aber unbedingt tanzen wollte, bot mir die Lehrerin an, mich gratis zu unterrichten, wenn ich jeden Morgen den Ballettsaal putzen würde. Und natürlich auch die Fenster, die Toiletten und, und, und. Diese Bürde habe ich natürlich getragen – ich wollte tanzen! Nach der offiziellen Schulzeit konnte ich dann täglich mehrere Stunden trainieren und mich stetig verbessern. 6 Schweizer Hausapotheke 7-2018

Wann hast du das erste Mal auf der Bühne getanzt? Das war noch in Biel. Als Elevin durfte ich immer wieder für kleine Auftritte auf die Bühne. Im Alter von 18 Jahren kam dann der grosse Moment: Ich wurde am Stadttheater Hagen in Westfalen engagiert. Mit einem Koffer und viel Vorfreude bestieg ich den Zug und fuhr alleine in eine unbekannte und neue Welt. In meine Welt. Ich bezog ein kleines Zimmer, das ungeheizt, ohne Bad/Toilette und ohne Kochgelegenheit war. Mein neues Zuhause lag drei Kilometer vom Theater entfernt. Da ich mir die öffentlichen Verkehrsmittel nicht leisten konnte, musste ich diese Strecke mehrmals täglich zu Fuss gehen. Die Arbeit am Theater Hagen gefiel mir. Mein Leben war mit Trainingseinheiten und den Auftritten am Abend ausgefüllt. Trotzdem hatte ich manchmal furchtbares Heimweh nach der Schweiz, meinen Eltern, den Bergen und dem See – einfach nach allem Vertrauten. Ich war ja noch jung. Das war sehr hart. Ich zahlte für die Verwirklichung meines Traumes einen hohen Preis. Zudem hatte ich oft Hunger. Die Gage, die ich am Theater Hagen erhielt, reichte eigentlich nicht zum Leben. Ich trainierte viel – oft mit knurrendem Magen. Die ganze Kraft für die körperlichen Leistungen im Alltag holte ich aus meiner Seele – der Körper war zu schwach. Nahrung für die Seele schöpfte ich aus dem Tanzalltag, der Theaterwelt und den wunderschönen Inszenierungen. Ich war endlich Teil eines Ganzen. Wie sah dein Alltag als Tänzerin aus? Am Morgen begann das Training meistens um 9.30 Uhr mit den Exercises an der Stange. Dann folgten das Training in der Mitte und die Proben für den Abend. Wenn wir Glück hatten, konnten wir um zirka 13.00 Uhr nach Hause. Für die Vorstellung am Abend betrug die Präsenzzeit nochmals etwa fünf Stunden. Das Training war sehr anstrengend und forderte mich jeden Tag – körperlich und auch geistig. Ich war immer von meinem Ehrgeiz und meiner Freude getrieben, deshalb habe ich oft nach dem Training noch weiter geübt und schwierige Passagen perfektioniert. Was hast du am liebsten getanzt? Meine Favoriten waren «Concerto grosso» von Georg Friedrich Händel und natürlich der «Cancan» von Jacques Offenbach. Der «Donauwalzer» von Johann Strauss ist bis heute mein Liebling. Dieser Walzer bedeutet für mich alles: Anfang und Ende, Leben und Tod. Da werde ich immer extrem sentimental. Am wenigsten gefiel mir die Polka. Glücklicherweise ist mir auch dieser Tanz mit der Zeit ans Herz gewachsen. Wer die Bühne liebt, der tanzt eigentlich alles. Wie lange hast du in Deutschland getanzt? Nach drei Jahren verliess ich das Theater in Hagen und freute mich auf mein neues Engagement am Staatstheater in Kassel. Das war meine schönste Zeit als Tänzerin; wir waren eine wunderbare Tanztruppe. Lindert Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen. Original DR. ANDRES Wallwurzsalbe Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Dr. Andres Pharma AG Schweizer Hausapotheke 7-2018 7

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