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Nr. 7 / 2019

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DAMIT DER Nacken NICHT

DAMIT DER Nacken NICHT mehr schmerzt Viele schauen täglich stundenlang auf den Bildschirm ihres Handys oder Computers. Die Folgen sind Verspannungen und Kopfschmerzen. Achten Sie einmal darauf: Beim Blick aufs Smartphone oder auf den Computer senken die meisten von uns nicht nur ihre Augen, sondern den ganzen Kopf. Was für uns eine selbstverständliche Bewegung ist, ist für die Muskulatur ein enormer Kraftakt. Statt der üblichen vier bis sechs Kilogramm muss der Nacken in dieser Position ganze 20 Kilogramm stützen. Die Folgen sind oft Verspannungen. Das Phänomen aufgrund der Smartphone-Nutzung ist heutzutage so weit verbreitet, dass Mediziner ihm einen eigenen Namen gaben: Handy- Nacken. «In dieser Position muss unsere Halswirbelsäule einer hohen Kraft entgegenwirken», erklärt Professor Bernd Kladny, Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, in der deutschen «Apotheken Umschau». «Die Bänder sind ständig gedehnt, die Muskulatur ist angespannt, der Bereich kann nicht mehr gut mit Blut versorgt werden.» Die nahe liegendsten Lösungen: Entspannung, Bewegung, weniger Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Doch für viele, insbesondere Büroangestellte, ist das kaum eine Option. Experten empfehlen, für nachhaltige Effekte nebst dem Nacken auch den Rücken zu stärken. Damit sollte am besten früh angefangen werden. Ab 25 Jahren schwindet die Muskelkraft kontinuierlich. Ab 50 Jahren verlieren wir jährlich bis zu zwei Prozent der Muskeln – ausser wir trainieren sie bewusst. Den Rücken und den Nacken stärken Kieser Training ist seit über 50 Jahren auf gesundheitsförderndes Krafttraining spezialisiert. Die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelten Maschinen fokussieren gezielt auf jene Muskeln, die im Alltag vernachlässigt werden. Um der Verspannung im Nacken entgegenzuwirken, empfiehlt sich das Training an den verschiedenen Rücken- und Nackenmaschinen. Ergänzendes Training für die Schulter- und Brustmuskulatur beseitigt weitere muskuläre Ungleichheiten und stärkt so den gesamten Rücken. Das Krafttraining kann in der Folge ein typisches Reaktionsmuster des Körpers durchbrechen. Denn wer Rückenprobleme hat, nimmt normalerweise eine Schonhaltung ein, um den Schmerz zu vermeiden. Diese Schonhaltung führt wiederum zum Abbau der Rückenmuskeln, und diese können die Wirbelsäule immer weniger stützen. «Irgendwann schmerzen sogar einfache Belastungen», berichtet Dr. med. Gabriela Kieser. Damit dieser Kreislauf gar nicht erst entsteht, kommt das Krafttraining für den Rücken ins Spiel. Es hilft, die Muskeln zu erhalten oder wiederherzustellen. Eine medizinische Trainingsberatung und eins zu eins begleitete Trainings sind die Basis für ein individuelles Trainingsprogramm, das auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Dieses ganzheitliche Training stellt sicher, dass alle wichtigen Muskelgruppen des Körpers trainiert werden, in lediglich zwei wöchentlichen Einheiten à 30 Minuten. Über Kieser Training Kieser Training ist seit über 50 Jahren auf gesundheitsorientiertes, effizientes Krafttraining an eigens dafür entwickelten Maschinen spezialisiert. Im Fokus steht die Gesundheit. Mittlerweile trainieren an 160 Standorten in Australien, Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz über 270 000 Menschen nach der Kieser Training-Methode. Jetzt Kunde werden und profitieren! Wenn Sie bis zum 30. November ein Abonnement bei Kieser Training abschliessen, trainieren Sie bis Ende des Jahres gratis. Suchen Sie auf kieser-training.ch ein Studio in Ihrer Nähe, und kommen Sie für ein kostenloses Einführungstraining vorbei. Nacken-Training Buchen Sie jetzt Ihr kostenloses Einführungstraining: Mehr Informationen unter kieser-training.ch/nacken www.kieser-training.ch/nacken 22 Schweizer Hausapotheke 7-2019

Wunderwerk Rücken Vier von fünf Menschen klagen im Laufe des Lebens über Rückenschmerzen. Der Schmerz zieht sich durch alle Altersgruppen und sozialen Schichten. Wer beispielsweise darauf tippt, dass körperlich schwere Arbeit häufiger Rückenschmerzen verursacht als Büroarbeit, liegt falsch. Stabil und doch flexibel – hart und doch nachgiebig: Unser Rücken ist ein Wunder an Perfektion. Und trotzdem hoch sensibel. Nahezu 90 Prozent aller Schweizer klagen irgendwann in ihrem Leben über Rückenschmerzen. Meist vergeht der Schmerz innerhalb weniger Tage von alleine. Doch nicht immer, weil die Ursachen vielfältig sind und oft nur durch entsprechende ärztliche Befragung, Untersuchungen und Abklärungen weiter eingegrenzt werden können. Unterschieden werden zwei Arten von Rückenschmerzen: Bei Überbelastung von Muskeln, Sehnen und Bändern sind sie unspezifisch; entstehen die Schmerzen durch Erkrankungen der Wirbelsäule oder andere Krankheiten, sind sie spezifisch. Eine stark belastete Achse Die Wirbelsäule verbindet den Rücken mit den Armen, den Beinen und dem Kopf und sorgt für eine grosse Stabilität trotz grosser Beweglichkeit. Sie besteht aus Wirbelkörpern, zwischen denen die Bandscheiben elastische Puffer bilden, und ermöglicht Menschen den aufrechten Gang. Für zusätzliche Stabilität sorgen Sehnen, Bänder und Muskeln. Oftmals entstehen Spannungen und Verhärtungen in ganzen Muskelgruppen infolge Bewegungsmangel und Fehlbelastung, wobei sich insbesondere zwei Bereiche lokalisieren lassen: Am häufigsten sind Schmerzen in der Lendenwirbelsäule (70 Prozent), gefolgt von Schmerzen in der Halswirbelsäule (25 Prozent). Der Schmerz kann chronisch werden Bei akuten Schmerzen, die ein bis drei Monate dauern, kann der Schmerz oftmals auch ohne Behandlung verschwinden. Aufwendiger in Diagnostik und Therapie wird es, wenn der Schmerz mehr als drei Monate andauert oder in Intervallen wiederkehrt. Mediziner sprechen dann von chronischem und nicht mehr vom akuten Schmerz. Bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, CT oder MRI können die Diagnostik unterstützen. Aber nicht immer widerspiegeln diese Befunde die eigentliche Ursache: Da kann beispielsweise im Röntgenbild an Wirbeln eine starke Abnützung sichtbar sein, ohne dass diese Schmerzen verursacht. Jeder Mensch ist individuell, dementsprechend werden vom Fachpersonal Behandlungen ausgesucht, die zum Rückenpatienten passen: Beispielsweise Krafttrainings an Geräten; Elektrotherapie, um Verspannungen entlang blockierter Strukturen zu lösen oder aktive Bewegungen, die der Physiotherapeut vorgibt. Häufig kombinieren die Patienten weitere Therapien dazu, wie Akupunktur, Massagen oder ein Bewegungstraining wie Yoga, Pilates oder Tai- Chi. Allerdings sollte nicht alles auf einmal ausprobiert werden. Wichtig ist, auf welche Behandlung der Patient anspricht – sonst werden keine Fortschritte erzielt. Gedankliche und körperliche Übung Die bekannte Alexander-Technik besteht aus einfachen, meditativen Übungen, die man problemlos zu Hause oder auch am Arbeitsplatz machen kann. Diese Körpertherapie hilft, schädigende Bewegungsmuster zu erkennen und zu verändern. Es geht vor allem darum, das Bewegungsverhalten mit der Vorstellungskraft zu steuern. Damit können Verspannungen im Rücken gelockert und dadurch Beschwerden gelindert werden. Eine vor sieben Jahren veröffentlichte Studie mit 670 Patienten beweist, dass diese Technik Schmerzen wirksam bekämpft. Teilnehmer mit chronischen Rückenschmerzen, die Alexander- Technik-Lektionen absolvierten, hatten (laut einem Pressebericht) nach einem Jahr nur noch an drei Tagen Beschwerden; 18 Tage weniger als Personen, denen ein Arzt Schmerzmittel, Physiotherapie oder eine Operation verordnete. Sich selber Gutes tun Allerdings kennen Ärzte heute Risikofaktoren, welche die Gefahr einer Chronifizierung erhöhen: Rauchen, Alkohol, Drogen, Probleme im privaten und beruflichen Bereich, Depressionen, Stress, krampfhaftes Durchhalten. Nicht umsonst gibt es die Sprichworte «Uns sitzt die Angst im Nacken» oder «Wir neigen dazu, uns zu viel aufzuhalsen.» Damit es gar nicht so weit kommt, sollte mit dem eigenen Körper sorgfältig umgegangen werden: Schmerz ist primär ein Warnsignal! Jacqueline Trachsel ist Journalistin BR. Seit 1994 schreibt sie als selbständige Journalistin und Redaktorin für diverse Medien. Schweizer Hausapotheke 7-2019 23

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