Aufrufe
vor 3 Monaten

Nr. 7 / 2019

  • Text
  • Bewegung
  • Verschiedene
  • Zeit
  • Wichtig
  • Immunsystem
  • Alltag
  • Astaxanthin
  • Hausapotheke
  • Menschen
  • Schweizer

Ernährung und

Ernährung und Immunsystem Wer sich für die bevorstehende Erkältungs- und Grippesaison wappnen möchte, kann mit einer abwechslungsreichen Ernährung schon sehr viel tun. Das Immunsystem ist ein komplexes Gebilde aus zellulären und humoralen Bestandteilen; unsere Ernährung hat grossen Einfluss darauf. Mit dieser Einleitung hat Noah Frehner, dipl. Drogist HF, meine erste Frage bereits vorweggenommen und beantwortet. Und, schon mitten im Thema, erklärt er mir weiter: «Unser Körper braucht einerseits die Makronährstoffe (Proteine, Kohlenhydrate, Fette) in qualitativ und quantitativ richtiger Zusammensetzung, damit er überhaupt funktioniert; und andererseits die Mikronährstoffe. Dazu gehören Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.» Frisch, farbig, regional Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, seien viele verschiedene Früchte und Gemüse grundsätzlich eine gute Basis: «Diese sollten regional und frisch, möglichst naturbelassen, unverarbeitet und schonend zubereitet sein; etwa als Rohkost oder im Dampfkochtopf oder Dampfgarer – damit die wertvollen Inhaltsstoffe geschützt und erhalten bleiben.» Bei den Zubereitungsarten, egal ob kalt oder warm, müsse jeder für sich selber herausfinden, was passe; nicht jeder Mensch vertrage alle gleich gut. «Als Experiment sehr aufschlussreich ist ein Esstagebuch», erläutert Noah Frehner, «in dem man mal für eine Woche notiert, was gegessen wird: Häufig täuscht man sich gewaltig in Sachen Vielfalt und ‘gesunden’ Anteilen.» Das Ziel wäre, Ende der Woche alle Farben im Teller gehabt zu haben und damit eine breite Abdeckung an Nährstoffen; verschiedene Protein- und Kohlenhydratquellen zu sich zu nehmen und gute, natürliche Fette (ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Hanf-, Lein- und Rapsöl): «Wenn einem das gelingt, ist schon sehr viel getan!» Gewürze, Tees und mehr Für noch mehr Alternativen und inhaltliche und geschmackliche Ergänzung der Basislebensmittel sorgten Gewürze und Kräuter, etwa Ingwer, Galgant und Zimt, Kurkuma oder Muskatnuss, «und interessant ist auch Kakao, wegen seinem sehr breiten Spektrum an Mineralstoffen. Geben Sie die Gewürze beim Kochen möglichst früh bei, schon beim Anbraten oder Dämpfen.» Bei Tees wiederum gebe es keine Mischungen, die spezifisch das Immunsystem unterstützen; alle könnten aber präventiv entsprechend «gepimpt» werden, etwa mit frischem Zitronensaft oder Fruchtsäften (wie Aronia) und Ingwer. «Und Sorten mit Thymian oder Salbei, also die typischen Erkältungstees», so Frehner weiter, «haben aufgrund der ätherischen Öle eine antimikrobielle Wirkung: Das unterstützt die Schleimhäute in ihrer Schutz- und Abwehrfunktion. Spätestens, wenn die Heizsaison einsetzt und die Raumluft trockener wird, sollten Sie ja sowieso auf genügend Flüssigkeit achten.» Darmschleimhaut und Nahrungsergänzung Wer immer wieder geplagt sei von Erkältungen, sollte zudem seine Darmschleimhaut nicht ausser Acht lassen: «Da kann man mit fermentierten Nahrungsmitteln viel machen. Dazu gehören Sauerkraut – und mit Kimchi zunehmende Einflüsse aus dem asiatischen Raum, wie etwa fermentierte Randen, ein sehr spannendes Produkt. Oder Sie fassen gar eine Darmsanierung ins Auge; dafür wäre jetzt noch genügend Zeit vor dem Winter.» Schliesslich wäre da noch das breite Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln, «beispielsweise zur spezifischen Ergänzung bei bestimmten Ernährungsformen, etwa ein Vitamin B-Komplex bei Veganern oder Vegetariern. Aufgrund der Vielfalt an Möglichkeiten ist eine sorgfältige Beratung wichtig. Man kann beispielsweise auch eine reduzierte Aufnahme an Nährstoffen unterstützen beziehungsweise verbessern; fehlende Stoffe zuführen oder vorhandene zusätzlich energetisieren, wenn die Ernährung die nötigen Mikronährstoffe liefert, diese aber nicht in die Zellen aufgenommen werden und Mangelerscheinungen auftreten. Oft habe ich beobachten können, dass die Immunreaktion eine Antwort auf körperliche, seelische und geistige Herausforderungen ist. Will heissen: Flexibilität ist gefragt – auch auf dem Teller!» Ann-Brita Dähler Wichtige Mikronährstoffe fürs Immunsystem Vitamine: A, B-Komplex, C, D, E Mineralstoffe: Eisen, Zink, Mangan, Selen Sekundäre Pflanzenstoffe: Senfölglykoside und Phytoöstrogene «Immunmüesli à la Noah» Hafer- gemischt mit Amaranthflocken, Haferkleie, gemahlene Paranüsse; verfeinert mit Saisonfrüchten und getoppt mit etwas Kakao, Karob oder Zimt. Damit tut man sich schon morgens viel Gutes! Noah Frehner ist dipl. Drogist HF und Naturheilpraktiker TEN in Ausbildung, Schwerpunkt Ernährung und Heilpflanzenkunde; er arbeitet als Filialleiter in der Drogerie Haas in Frauenfeld. 46 Schweizer Hausapotheke 7-2019

UrDinkel-Pasta DIE Teigware aus Schweizer Getreide UrDinkel, das Korn unserer Ahnen, eignet sich hervorragend zur Herstellung feinster Pasta. Damit bieten UrDinkel-Pasta im Gegensatz zu herkömmlichen Teigwaren, die fast ausschliesslich aus importiertem Hartweizen hergestellt werden, eine wunderbare einheimische Alternative. Dinkel hat sich nördlich der Alpen vor über 3000 Jahren entwickelt. Bei den Alemannen stieg er zum wichtigsten Getreide auf. Im Mittelalter schrieb die Äbtissin Hildegard von Bingen: «Der Dinkel ist das beste Getreide, er ist warm, nährend und kräftig.» Damals war Dinkel auch ein begehrtes Zahlungsmittel. Zu Gotthelfs Zeiten war der Dinkel unser wichtigstes Brotgetreide. Noch heute wird er deshalb umgangssprachlich «Korn» genannt. Die Modernisierung der Landwirtschaft verdrängte den Dinkel beinahe aus der Schweizer Kulturlandschaft. Dank engagierten Bauern und Röllmüllern aus den angestammten Gebieten wird heute wieder vermehrt UrDinkel angebaut. Nährstoffkraftwerk UrDinkel ist ein herausragender Proteinlieferant, eine wichtige Quelle essentieller Aminosäuren und reich an Nahrungsfasern. Bestechend ist auch der gegenüber Weizen deutlich höhere Mineralstoffgehalt, besonders bei Magnesium und Zink. UrDinkel hat ein optimales Fettsäuremuster mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren wie beispielsweise Omega 3. Dank den vorteilhaften Nährwerten des UrDinkels sind die Teigwaren überaus bekömmlich und spenden lang anhaltende Energie. Echter Dinkel Wo Dinkel draufsteht, ist nicht immer Dinkel drin: Herkömmlicher Dinkel wird oft mit modernem Weizen gekreuzt oder chemisch verkürzt, um mehr Ertrag zu erzielen. Die Marke UrDinkel garantiert für echte, alte Schweizer Dinkelsorten, die nicht mit Weizen eingekreuzt sind. UrDinkel wird ausschliesslich von kontrollierten IP-Suisse- oder Bio Suisse-Betrieben angebaut. Halmverkürzer sind nicht erlaubt. Die Einhaltung des Pflichtenhefts wird auf allen Stufen von der Kontrollstelle ProCert geprüft und zertifiziert. Über 100 Preise zu gewinnen Mit einem Teilnahmecode auf jeder Packung UrDinkel- Pasta kann jetzt am grossen Wettbewerb teilgenommen werden. Zu gewinnen gibt es Wellness-Ferien für 2 Personen und über 100 weitere genussvolle Preise. Weitere Infos, Verkaufsstellen und Rezepte finden Sie auf urdinkel.ch. Schweizer Hausapotheke 7-2019 47

Unsere Zeitschriften

Schweizer Hausapotheke

Nr. 6 / 2019
Nr. 5 / 2019
Nr. 4 / 2019
Nr. 1 / 2019
Nr. 3 / 2019
Nr. 2 / 2019
Nr. 1 / 2019
Nr. 8 / 2018
Nr. 7 / 2018
Nr. 6 / 2018
Nr. 5 / 2018
Nr. 1 / 2018
Nr. 4 / 2018
Nr. 3 / 2018
Nr. 2 / 2018
Nr. 1 / 2018
Nr. 8 / 2017
Nr. 7 / 2017
Nr. 6 / 2017
Beckenbodentraining