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Nr. 7 / 2020

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Kinderschutzengel

Kinderschutzengel «Kinder und Uhren dürfen nicht beständig aufgezogen werden. Man muss sie auch gehen lassen.» Wie recht Jean Paul mit dieser Aussage hat, wurde mir neulich wieder bewusst, als ich mit einer Familie mit zwei Kindern, sieben und fünf Jahre alt, in die Berge fuhr. Es war wohltuend zu beobachten, wie unbesorgt ihre Eltern sie laufen liessen, selbst wenn sie abseits des Wanderweges einen Felsen erklimmen wollten. Heutzutage scheinen manche Eltern in Dauerangst um ihre Nachkommen zu sein – wohl ein Ausdruck ihrer eigenen Lebensangst … Fortwährend werden die Sprösslinge überwacht, häufig ermahnt durch ein «Pass auf!» und «Nein, nicht!» oder «Komm da runter!». Laut einer deutschen Studie ist die Hälfte aller Kinder unter zwölf noch nie eigenständig auf einen Baum geklettert. Traurig. Zuweilen höre ich Eltern gar rufen: «Lauf nicht so schnell, sonst stürzt du!» Na und? Pflaster auf das aufgeschürfte Knie und weiter geht's. Solch überbehütende Eltern kannte ich im Italien meiner Kindheit der 60er-Jahre, wo der Satz «Renn nicht, sonst schwitzt du!» ständig ertönte; ja klar, nassgeschwitzt könnte man sich ja bei dreissig Grad im Schatten erkälten. Nicht so meine schweizerische Mutter: Ich durfte als Sechsjährige als einzige meiner Klasse unbegleitet zur Schule gehen, in der Stadt, und kaum konnte ich mit sieben ordentlich schwimmen, allein im See baden. Noch viel mehr Freiheiten liess sie mir, als wir in die Schweiz zogen. Das war damals hier üblich und niemandem wäre es eingefallen, die Kinder zur Schule zu fahren oder draussen zu beaufsichtigen. Wir waren alle wild und abenteuerlustig, hatten das ganze Dorf, Wiesen, den Bach und Wald als Spielplatz. Es war schön. Dabei haben wir viel gelernt. Und überlebt haben wir auch, unsere Schutzengel passten gut auf uns auf. Doch macht man die Kinderschutzengel fast arbeitslos – fühlen sie sich dann nicht nutzlos, werden nachlässig und unaufmerksam und sind nicht zur Stelle, wenn man sie einmal wirklich braucht? Karin Jundt ist Autorin und Verlegerin von Fachbüchern über Selbstliebe, Karma Yoga und Spiritualität. selbstliebe.ch Gesunde Ernährung ist Reformsache. reformhaus.ch/filialen 48 Schweizer Hausapotheke 7-2020

Blind in die Nacht Die Augen vieler Menschen vermögen in der Nacht zu wenig erkennen. Dies erhöht das Unfallrisiko massiv. Manche Menschen verlassen Geburtstagsfeiern oder andere gesellige Runden frühzeitig: Sie wollen noch bei Tageslicht zu Hause sein, denn die Dunkelheit bedeutet für sie erheblichen Stress. Tatsächlich sehen viele Menschen in der Nacht sehr schlecht. Dies hat Folgen: Jeder dritte Verkehrsunfall ereignet sich in der Dämmerung oder in der Nacht. Kontraste sind dann weniger gut sichtbar, Distanzen lassen sich schlechter einschätzen. Fussgänger in dunkler Kleidung sowie schlecht oder nicht beleuchtete Velofahrer erhöhen das Unfallrisiko zusätzlich. Im Weiteren können auch vom Regen nasse Fahrbahnen und Autofenster die Gefahr erhöhen: Sie streuen das Licht, es blendet, dadurch kann die Sicht für Augenblicke eingeschränkt sein. Um im Dunkeln die Dinge besser erkennen zu können, sind die Pupillen nachts weit geöffnet. Wenn dann plötzlich eine grosse Menge Licht auf die Netzhaut trifft, reagiert diese durch das Blenden überfordert. Es kann auch zum sogenannten «Nachglühen» kommen; damit sind kurze, geisterhaft wirkende Nachbilder gemeint, die das Klarsehen zusätzlich stören. Das Erkennen von Personen, Tieren oder Hindernissen ist in dieser Zeit kaum möglich. Verkehrsteilnehmer sind für einige Meter nahezu blind unterwegs. Um wieder richtig sehen zu können, müssen die Sehzellen mit frischem Vitamin A versorgt werden – dies dauert einige Sekunden. Gelegentlich kann die Sehfähigkeit mit einer Brille mit Spezialbeschichtung auf den Gläsern wieder erhöht werden, sie reduziert den Blendeffekt. Eine Sonnenbrille sollte man keinesfalls als Notlösung aufsetzen: Durch sie verschwinden die Kontraste, die räumliche Orientierung fällt schwerer. 12 Prozent der Menschen zwischen 50 und 59 in der Nacht nicht mehr genügend, um fahrtauglich zu sein. Ab 60 ist es ein Fünftel, ab 70 sind es 35 Prozent. Augenarzt aufsuchen Neben der altersbedingten Reduzierung des Sehvermögens können verschiedene weitere Ursachen zu nächtlicher Seheinschränkung führen. Verschiedene Gendefekte sind mögliche Gründe für die Nachtblindheit, für sie gibt es kaum Behandlungsmöglichkeiten. Im Weiteren können die Sehzellen auch durch die Zuckerkrankheit beeinträchtigt werden. In der Schweiz gelten rund 500 000 Personen als Diabetiker. Krankhaft verminderte Sicht in der Dunkelheit kann einerseits das ganze Gesichtsfeld betreffen, aber auch zu einem sehr eingeengten, röhrenartigen Blick führen. Auch Leber- sowie Darmerkrankungen sind weitere mögliche Auslöser: Durch sie kann der Organismus Vitamin A und Zink weniger gut aufnehmen – beide spielen beim Sehvorgang eine entscheidende Rolle. Erhöhter Augeninnendruck, der zu Grünem Star führen kann, ist ebenfalls möglicher Auslöser für Nachtblindheit. Bei dessen Entstehung kann beispielsweise Bluthochdruck sowie Diabetes eine Rolle spielen. Oft muss die auslösende Grundkrankheit – wie Diabetes, Darmkrankheit oder Bluthochdruck – medizinisch angegangen werden, um das nächtliche Sehvermögen wieder zu verbessern. Wenn man in der Dunkelheit immer weniger erkennen kann, ist ein baldiger Besuch des Augenarztes in jedem Fall sehr ratsam. Adrian Zeller Einen 3000er besteigen. Im T-Shirt. Jetzt neu mit Vitamin D Natürlich mehr für dein Immunsystem. Getrübte Linse Bei eingeschränkter Sicht bei Tag und auch bei Nacht kann der Graue Star eine wichtige Rolle spielen. Nach 60 ist ungefähr die Hälfte der Bevölkerung von ersten Anzeichen dieser Linsentrübung betroffen. Da sie sich meistens sehr langsam entwickelt, bemerken viele Menschen die sich verschlechternde Sehfähigkeit lange nicht. Generell nimmt ab 50 die Sehfähigkeit in der Nacht bei fast allen Menschen altersbedingt leicht ab. Nach Schätzungen von Fachleuten sehen rund Vitamin D im Strath Aufbaumittel unterstützt das Immunsystem. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Erhältlich in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern. bio-strath.com Schweizer Hausapotheke 7-2020 49

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