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Nr. 7 / 2021

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genervte Mutter, die mit

genervte Mutter, die mit ihrem widerspenstigen Kind spricht: «Wie oft muss ich es dir noch sagen?!» Wer lässt sich als Partner schon gerne als Kind behandeln? Lob nicht vergessen Meinungsverschiedenheiten kommen in jeder gesunden Partnerschaft vor. Es ist wichtig, in einer ruhigen Phase miteinander über die Unzufriedenheit mit dem Gegenüber zu reden. Der Grundtenor dabei lautet: Es gibt da ein Thema, für das ich mit dir eine Lösung finden möchte. Wenn dagegen der Gesprächseinstieg mit einem gereizten Tonfall beginnt, wird die andere Person reflexartig eine Abwehrhaltung einnehmen. Am besten beginnt man mit seiner eigenen Sichtweise, so kann die Partnerin oder der Partner die Ursache des Konflikts besser nachvollziehen. Vielleicht hat der Mann gar nie bemerkt, dass seine Frau von ihm mehr Unterstützung in schwierigen Situationen erwarten würde. Oder die Frau wusste nicht, dass ihr Mann wegen der vielen Überstunden noch nicht dazu gekommen ist, den Wagen in die Garage zu bringen, es war nicht Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit, wie sie vermutet hatte. In vielen Partnerschaften finden diese klärenden Gespräche nicht statt; früher oder später kommt es wieder zu genervten Vorwürfen. Laut Paarexperten spielt dabei die Annahme mit, dass einen die Partnerin oder der Partner mittlerweile gut kennen sollte. Sie oder er sollte selber wissen, worauf man besonderen Wert legt. Aus dieser unzutreffenden Annahme können dauerhafte erhebliche Kommunikationsstörungen entstehen. Es stehen ständig Vorwürfe im Raum, die ungeklärt bleiben. Ein Klima der Unzufriedenheit herrscht vor. Der Umgangston ist vermehrt gereizt, die Nörgeleien nehmen zu, die Offenheit füreinander ist rückläufig. Beide Partner begeben sich in eine innere Schutzhaltung, weil sie ständig auf brüskierende Äusserungen gefasst sind. Dabei entwickelt sich eventuell eine Negativspirale, aus der das Paar nur schwer wieder herausfindet: Es kommt zu einem Gewirr von Verletzungen, Frustrationen sowie Schuldzuweisungen und zu immer mehr Frustrationen. Aus dem ursprünglichen Feuer der Liebe wird eine kleine Sparflamme. Die Partner distanzieren sich gefühlsmässig von9¨einander, die gegenseitige Loyalität wird innerlich aufgekündigt. In Gedanken wird eine mögliche Trennung durchgespielt. Es mangelt mittlerweile in der Beziehung an Wertschätzung und an Solidarität. Manche Paare gehen in dieser Phase auseinander, weil das Klima in der Beziehung auf Dauer unerträglich ist und weil sie keinen anderen Ausweg aus dem Dilemma finden. Zudem steigt das Risiko von Flirtavancen nach aussen, weil unbewusst gehofft wird, dass bei einer anderen Person die Grundbedürfnisse nach Anerkennung und Wertschätzung eher erfüllt würden. Um weniger in eine verfahrene Situation in der Partnerschaft zu kommen, sind frühzeitige klärende Gespräche sehr wichtig. Zudem raten Paartherapeuten zu häufigen Zeichen der Wertschätzung, damit die Partnerin oder der Partner nicht den Eindruck bekommt, alles falsch zu machen. Wer für sich selber eine Liste mit fünf angenehmen Eigenschaften der Partnerin oder des Partners notiert, wird rasch auf Gründe kommen, die öfters ein Lob Wverdient haben. Adrian Zeller verfügt über eine mehrjährige Praxis erfahrung im Gesund heitswesen. Seit 1995 ist er journalis tisch und publizistisch tätig. WELEDA HUSTENSIRUP Für Kinder ab 1 Jahr* Bei Hustenreiz und zähem Schleim *Bei Kindern unter 2 Jahren nicht ohne ärztliche Abklärung anwenden. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage. Weleda AG, Schweiz 24 Schweizer Hausapotheke 7-2021

Beratung zur Erstellung der Patientenverfügung Geführt durch den Medizin-Dschungel Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) bietet eine Patientenverfügung zum selber Ausfüllen an. Ein Beratungsgespräch lohnt sich jedoch. Ein Selbsterfahrungsbericht über den begleiteten Weg, den eigenen Willen festzuhalten. In zwei Tagen werde ich zusammen mit einer Beraterin vom SRK-Kantonalverband in meiner Nähe meine Patientenverfügung erstellen. Zur Vorbereitung soll ich mir Notizen zu meiner persönlichen Werthaltung machen. Dazu habe ich Unterlagen erhalten. Ich schreibe munter drauflos, was meine Motivation ist. Dann wird es schwieriger. Es fällt mir nicht leicht, meine Gedanken in Worte zu fassen. Ich lese die Wegleitung. Da sie verständlich die einzelnen Punkte erklärt, finde ich wieder in den Schreibfluss zurück. Trotzdem frage ich mich bei jeder Formulierung: Drücke ich mich unklar oder zu extrem aus? Nach dem ersten Teil wird mir bewusst, dass ich Mühe habe, die Detailfragen alleine zu beantworten. Entsprechend gespannt bin ich auf das Beratungsgespräch. Ich fühle mich von Beginn weg gut aufgehoben beim SRK Kanton Bern. Die 59-jährige Beraterin hat einen Lehrgang besucht, um sich das Fachwissen anzueignen. Nach ihren einleitenden Worten wird mir klar, worum es wirklich geht: «Ihre persönliche Werthaltung ist der rote Faden. Er zieht sich durch alle Detailfragen und sorgt dafür, dass Ihre Patientenverfügung keine Widersprüche enthält.» Die Werthaltung soll aufzeigen, «warum» ich eine medizinische Massnahme befürworte oder ablehne. Während des ganzen Gesprächs verspüre ich keinen Hauch von Beklemmung. Im Gegenteil, es gibt sogar einen Grund zu lachen. Dann, wenn ich mich nicht entscheiden kann und immer wieder mal «Entscheid durch Bevollmächtigte» ankreuzen will. Meine Beraterin erinnert mich an meine ursprüngliche Motivation: Die Angehörigen sollen entlastet sein. Stimmt, recht hat sie. Folgen wir wieder «dem roten Faden». Entscheiden muss ich. Auch mein fragender, hilfesuchender Blick bleibt erfolglos. Komme ich jedoch gänzlich von meiner ursprünglichen Wertehaltung ab, gibt sie mir einen Hinweis. In diesem Sinn hat die Beraterin eine Kontrollfunktion und stellt sicher, dass letztlich auch das medizinische Fachpersonal keine widersprüchlichen Aussagen findet. Denn solche könnten falsch ausgelegt werden. Die Beraterin hält alle meine Entscheide schriftlich fest und schickt mir die Patientenverfügung fertig zum Unterschreiben nach Hause. Nun kann ich das Dokument selber aufbewahren oder geschützt beim SRK hinterlegen. Die Hinterlegung beim SRK stellt sicher, dass im Ernstfall die medizinischen Fachpersonen jederzeit darauf zugreifen können. Jede hinterlegte Patientenverfügung wird von einer Fachperson auf Verständlichkeit und formelle Vollständigkeit überprüft. Und ich erhalte alle zwei Jahre eine Aufforderung, die Verfügung den aktuellen Umständen anzupassen. So kann ich im Notfall nicht nur sicher sein, dass die Verfügung rasch zur Hand ist, sondern auch, dass sie verständlich formuliert ist. Eine Patientenverfügung klärt übrigens auch die Frage der Organspende und regelt, wer im Spital Auskunft und Zutritt erhält. Für nicht Verheiratete ist dies eine rechtlich gute Lösung, um eine bestimmte Person zu bevollmächtigen. Es ist nie zu früh, sich mit dem Leben und seinem Lebensende auseinanderzusetzen. Wir wissen nie, wann es dafür zu spät sein könnte. Und schliesslich ist es, ist wie mit jeder Pendenz, die wir von der Liste als «erledigt» streichen dürfen: Es ist ein gutes Gefühl. Tanja Reusser Die persönliche Wertehaltung ist der rote Faden beim Ausfüllen der Patientenverfügung. Die Beraterin des SRK hilft mit den richtigen Fragen. Vorausschauend planen Ob Sie sich beraten lassen oder ob Sie sich zuerst selbst informieren und mit den Vorlagen eigene Überlegungen anstellen wollen – in der Vorsorgemappe des Schweizerischen Roten Kreuz finden Sie die nötigen Informationen. Jetzt bestellen: vorsorge.redcross.ch Schweizer Hausapotheke 7-2021 25 © SRK / Ruben Ung

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