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Nr. 7 / 2021

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könnte. Durch die

könnte. Durch die Bewegungslosigkeit baut der Körper ab und dieser Verfall wird wiederum ängstlich und aufmerksam beobachtet. Doch auch hier hilft nur eines: Den Körper in Bewegung bringen! Und wenn bloss ein Spaziergang für den Anfang möglich ist, ist dieser tausendmal besser, als - wie gesagt - auf dem Sofa zu sitzen oder gar im Bett zu liegen ... Man muss zwar nicht unbedingt laufen, um gesund zu bleiben, aber jeder braucht irgendeine Form von regelmässiger, ausdauernder Bewegung. Denn diese beugt vielen Leiden vor und kann auch Krankheitsverläufe verlangsamen oder stoppen. Das betrifft sowohl körperliche Erkrankungen als auch psychische Störungen. Menschen, die an Ängsten oder Depressionen leiden, neigen häufig zu sozialem Rückzug, Inaktivität, negativer Selbst- und Realitätseinschätzung, mangelnder Selbstwirksamkeit, Selbstfürsorge und einem geschwächten Selbstwertgefühl. Bewegung und Sport hilft bei psychischen Erkrankungen, denn er hat einen positiven Effekt auf Körper und Seele, lautet ein Slogan. Sport – jetzt auch noch als (Psycho-) Therapie? Nun, die meisten stationären Behandlungsprogramme enthalten auch Elemente körperlicher Aktivierung. Ein im Jahr 2014 veröffentlichter Überblick verschiedener Untersuchungen zeigt: Körperliche Aktivität, (nicht nur Ausdauertraining, auch Tanzen, Tai Chi oder Yoga) wirkt sich günstig auf depressive Symptome aus. Aber ebenso positiv auf schizophrene Störungen. Allerdings bleibt unklar, welche körperliche Aktivität bei welcher psychischen Störung wirksam ist. Gleichzeitig ist aber auch bekannt: Im Zusammenhang mit verschiedenen psychischen Störungen ist die körperliche Aktivität wegen entsprechenden gesundheitlichen Risiken erheblich vermindert. Wie dürfte Sport oder Bewegung wirken? Nach längerem (mehrwöchigem) Einsatz scheint Sport oder Bewegung ebenso antidepressiv zu wirken wie die einschlägigen Medikamente. Dies spricht für einen mindestens teilweise gemeinsamen Wirkungsweg, beispielsweise im gemeinsamen Serotonin- System. Sport und Bewegung regen über die gesteigerte Aktivität auch soziale Interaktionen an und ermöglichen dadurch positive Verstärkungen seitens der sozialen Mitwelt. Hinter psychischen Störungen stehen in vielen Fällen womöglich seelische Probleme oder schwierige Lebensumstände. Bewegung und Sport sind bei Problemen zwar hilfreich, doch kann man seinen Problemen nicht davonlaufen, früher oder später wird der Betroffene davon eingeholt. Beides ist kein Ersatz für eine Problemlösung. Wer beides zur Ablenkung von seinen wahren Problemen benutzt, kann dies zwar für den Moment erreichen, doch klarerweise verschwinden sie durch diese Art des Wegschauens nicht. Wer Probleme hat, sollte sich ihnen stellen und sie zu lösen versuchen, empfohlenerweise mit professioneller Hilfe. Es gilt zu erkennen, was hinter der Depression oder der Angst steckt, welche schwierige Situation oder welches Lebensthema ungelöst ist. Praxiserfahrungen und Erkenntnisse zeigen, dass durch Sport und Bewegung im Alltag die in der Psychotherapie ausgelösten Veränderungsprozesse praktisch erlebt und vertieft werden können. Bei einem geschwächten Selbstwertgefühl beispielsweise werden in der Psychotherapie die zugrunde liegenden Selbstabwertungsprozesse bewusst gemacht und der Betroffene wird mit sich selbst konfrontiert. Gemeinsam wird an einer realistischeren Selbsteinschätzung gearbeitet: Der Sport eignet sich als dankbares Trainingsfeld. Denn ein Mensch in der Depression hat den Zugang zu den eigenen Bewegungsimpulsen verloren, jener im Burn-out übergeht die Signale des eigenen Körpers. Hier setzt die Körperbewegungstherapie an. Über den achtsamen Umgang und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper kann der Betroffene wieder Kontakt zu seiner inneren Bewegung aufnehmen, ein Gefäss (Containment) schaffen, welches ihm einen Anker im eigenen Körper ermöglicht und Vertrauen in die eigene Körperwahrnehmung schafft. Jacqueline Trachsel Virtuelles Magenband lässt Pfunde verschwinden Im Gegensatz zum operativen Eingriff verspricht die imaginäre Magenband-Hypnose eine risikofreie Alternative. Übergewichtige, die sich für eine Magenband-Hypnose interessieren, haben oft schon unzählige Diäten erfolglos hinter sich. Sie sehen in dieser Behandlung ihre letzte Hoffnung. Als Voraussetzung für eine erfolgreiche Hypnose muss der Wille vorhanden sein, die Ernährung und andere Lebensgewohnheiten umstellen zu wollen. Zudem sollte man gegenüber alternativen Methoden aufgeschlossen sein und keine Kontraindikationen (zum Beispiel Psychosen) aufweisen. Vorgehensweise Die Hypnose versetzt eine Person in einen durch sie kontrollierten Zustand zwischen Schlaf und Wachsein: Gesprochene Worte werden in Vorstellungen umgewandelt und als real erlebt. Das in der fiktiven OP gelegte Magenband ist nun im Langzeitgedächtnis abgespeichert und suggeriert einen verkleinerten Magen. Dadurch entsteht ein frühzeitiges Sättigungsgefühl. Oft geht es auch um das Aufdecken der Ursachen, etwa von negativen Ereignissen aus der Vergangenheit, die hinter einem kompensierenden Essverhalten stecken können. Mit der Hypnose können falsche Verhaltensmuster wirksam verändert werden. Erfahrung Diverse Studien belegen einen signifikanten positiven Effekt beim Abnehmen mit Hypnose im Vergleich zum Abnehmen ohne Hypnose. Wie viele Sitzungen nötig sind, ist von Klient zu Klient unterschiedlich und hängt auch von den jeweiligen Ursachen ab. Wichtig ist ein sicherer und verantwortungsvoller Umgang mit den Klienten, deshalb sollte man sich nur in die Hände erfahrener Experten begeben. Ein Klient hat damit nach einer Sitzung à drei Stunden fünfzig Kilogramm innert eines Jahres abgenommen. Daria Peter mental coaching Bäderstrasse 25 5400 Baden dariapetermentalcoaching.ch 44 Schweizer Hausapotheke 7-2021

Ort der Geborgenheit und Sicherheit Für viele ist die Familie nach wie vor der wichtigste Wert für ein glückliches Leben. Wie auch immer Familie heute zusammengesetzt ist, sie ist nach wie vor Zeichen für Geborgenheit, Liebe, Harmonie, Zusammenhalt und gleichzeitig das Gefühl, sich aufeinander verlassen, miteinander durch dick und dünn gehen zu können. Neben der aufwendigen und oft komplizierten Organisation des Alltags zerbrechen sich viele Eltern den Kopf darüber, welche Werte sie ihren Kindern wie und auf welche Art und Weise vermitteln können, um deren seelische, soziale und körperliche Entwicklung am besten fördern zu können. Viele sind unsicher und oftmals wissen sie erst, wenn die Kinder erwachsen sind, was sie hätten anders oder noch besser machen können. Johann Wolfgang von Goethe verfasste einst einen gut gemeinten Ratschlag, der auch heute noch seine Gültigkeit hat: «Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel. Der Mensch braucht Menschen Fehlen traditionelle Beziehungen und Verbindungen wie solche in einer Familie, so besteht ein gewisses Vakuum. Der Mensch ist angewiesen auf eine Form des Zusammenlebens mit anderen Menschen. Die Familie steht wohl dabei an erster Stelle. Im Laufe des Lebens variiert zwar die Wichtigkeit der Familie, ihre Bedeutung geht allerdings nie ganz verloren. Die Familie kann sein wie die Heimat: Ein Land, wohin sich der Mensch zurückziehen kann, wenn er sich nicht wohlfühlt, ein Land, in der die gleiche Sprache gesprochen wird. So wie die Welt hat sich jedoch auch die Familie verändert. Die Bedeutung des Vaters für die Erziehung wurde erkannt. Arbeiten beide Elternteile, ist das Kind überwiegend bei anderen Personen, zum Beispiel in der Krippe, bei der Tagesmutter, im Kindergarten, im Hort. Doch was heisst heute Familie überhaupt? Das sind heute auch viele Alleinerziehende und Patchwork-Konstellationen, gleichgeschlechtliche Partner und solche aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Vorbei sind die Zeiten, in denen scheinbar alle wussten, was man zu tun hat, was richtig und was falsch ist. Stattdessen müssen Eltern eine eigene Autorität aufbauen – und diese kann nur auf festen Werten und Prinzipien beruhen, die als Navigationspunkte dienen. Die Welt ist offener Die Familie ist offener und bietet so dem Kind mehr Anstösse, vielleicht auch mehr Belastungen. Das Gleiche gilt für die Eltern. Weil sie meist «nur» ein Kind oder zwei Kinder haben, sind sie auf der einen Seite zwar entlastet, auf der anderen Seite wiederum sind die Forderungen an sie umso grösser. Die Grossfamilien früherer Tage gibt es kaum Ihr Schweizer Gesundheitspartner Schweizer Hausapotheke 7-2021 45

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