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Nr. 7 Oktober/November 2017

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Beschwingt durch den Herbst

«An manchen Tagen

«An manchen Tagen erscheint mir jede Treppe wie die Eiger-Nordwand» Multiple Sklerose wird auch die Krankheit mit den tausend Gesichtern genannt: Bei jedem Betroffenen verläuft sie anders. Irene Rapold lebt schon seit elf Jahren mit MS und beteiligt sich engagiert am Schweizer MS Register. Bei Irene Rapold wurde 2006 MS diagnostiziert. Die ausgebildete Chemikerin hatte bis dahin ein beruflich erfolgreiches, selbständiges Leben geführt. Eigentlich wollte sie sich beruflich wieder stärker engagieren, sobald die Kinder gross wären. Doch die Multiple Sklerose hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. «Ich bin mit 48 aus dem Berufsleben ausgestiegen, das ist schon hart». Die eingeschränkte Mobilität belastet Irene Rapold im Alltag. «An manchen Tagen erscheint mir jede Treppe wie die Eiger-Nordwand.» Trotzdem liess es sich die gebürtige Bündnerin nicht nehmen, sich als Teil des Forschungsgremiums aktiv an der Entwicklung des Registers zu beteiligen. Dieses Gremium besteht aus Forschern, Neurologen, aber eben auch aus MS- Betroffenen, die fortwährend bei Entscheidungen mit einbezogen werden. Startschuss für Schweizer MS Register Jedes einzelne Schicksal ist für das bessere Verständnis der Krankheit von Bedeutung. Deshalb lancierte die MS-Gesellschaft 2016 das Schweizer MS Register. Diese umfassende Datenbank hat zum Ziel, die Verbreitung von MS und die Lebenssituation von Betroffenen in der Schweiz systematisch zu dokumentieren. Hierzu gehören unter anderem Aspekte der Lebensqualität, der Ernährung, der Arbeitssituation, medikamentöser und nicht-medikamentöser MS-Therapien oder alternativmedizinischer Behandlungen. All diese Informationen werden von den Betroffenen selbst eingetragen und sollen helfen, das Verständnis für MS-Betroffene wie Multiple Sklerose hat tausend Gesichter Multiple Sklerose ist eine sehr individuell verlaufende chronische Erkrankung des Nervensystems. Das Immunsystem greift bei MS- Betroffenen das Gehirn und das Rückenmark an und verursacht regelmässig Entzündungen. Dies verursacht eine Reihe unterschiedlicher Symptome wie Lähmungen, Gehschwierigkeiten, Sehstörungen, Fatigue (grosse Müdigkeit) oder Inkontinenz. MS ist nicht heilbar, aber behandelbar. Je früher man mit der Therapie be ginnt, desto günstiger lässt sich der Verlauf beeinflussen. Irene Rapold hat Multiple Sklerose und setzt sich für das Schweizer MS Register ein. Irene Rapold in der Gesellschaft und bei Entscheidungsträgern zu fördern. Die in diesem «MS-Tagebuch» gesammelten Angaben helfen umgekehrt den einzelnen Betroffenen und ihren Ärzten, damit sie Vorkommnisse und den Verlauf der Krankheit genau beobachten können. Irene Rapold ist vom Nutzen des Schweizer MS Registers überzeugt: «Das MS Register erlaubt es mir, mich anhand von konkreten Fragen mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen und meine Erfahrungen an andere Schweizer MS Register: Verhaltensänderung nach der Diagnose Betroffene weiterzugeben. Gleichzeitig lerne ich viel über mich und meine Krankheit.» Wichtige Erkenntnisse über MS Nach fast 1.5 Jahren können bereits erste Erkenntnisse aus dem MS Register gezogen werden, etwa wie häufig die Krankheit vorkommt, wie oft ein Arzt konsultiert wird oder ob die MS-Diagnose Einfluss auf die Ernährung der Betroffenen hat. Eine besonders interessante Grafik stellt dar, wie sich das Verhalten von Betroffenen nach der Diagnose verändert hat. Einige dieser Veränderungen werden bewusst getroffen, andere sind durch die Krankheit bedingt. Ab der Mittelachse nach links ist ersichtlich, was nach der Diagnose reduziert wird. Die Balken nach rechts zeigen Tätigkeiten, die vermehrt eine Rolle spielen. Es fällt auf, dass viele Betroffene nach der Diagnose weniger Sport treiben und weniger körperlich aktiv sind. Grundsätzlich wirkt sich Bewegung aber auch bei MS-Betroffenen positiv auf das Wohlbefinden aus, wenn die Aktivität an die eigenen Möglichkeiten angepasst wird, Das zunehmende Interesse an Methoden zur Entspannung und bewusstem Umgang mit Stress sowie die Abnahme an sozialen Kontakten sind im Hinblick auf die psychische Belastung zu deuten, die eine MS-Diagnose mit sich bringen kann. Fast 40 Prozent verzichten nach der Diagnose auf Alkoholkonsum – möglicherweise weil sie fortan auf eine gesündere Ernährung und Lebensweise achten. Schweiz. MS-Gesellschaft Kontakt Josefstrasse 129 8005 Zürich T 043 444 43 43 | F 043 444 43 44 info@multiplesklerose.ch Beratung per MS-Infoline 0844 674 636 Montag bis Freitag 9.00 bis 13.00 Uhr 52 Schweizer Hausapotheke 7-2017

Die Natur hilft sich selbst am besten Schon lange bevor es die Pharmaindustrie gab, wussten die Menschen um die spezifische, heilende Wirkung von Pflanzen und Bäumen. In den letzten 15 bis 20 Jahren kam der Verwendung von natürlichen und pflanzlichen Arzneimitteln eine immer grössere Bedeutung zu. Aufgrund des natürlichen Ursprungs weisen diese Medikamente eine hohe Verträglichkeit auf. Zahlreiche Veröffentlichungen haben für die Behandlung von Mundschleimhauterkrankungen die Verwendung von Phytopharmaka aufgezeigt. Eine wissenschaftliche Arbeit (1) hat die wichtigsten Untersuchungen für die Wirksamkeit von den natürlichen Inhaltsstoffen des Oraflogo Gel ® auf die Regeneration der Mundschleimhaut, insbesondere von Ulcera, die traumatisch oder infektiös bedingt sind, bewertet. Oraflogo Gel enthält natürliche Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Aloe barbadensis, Macadamia alternifolia, Centella asiatica, Cupressus sempervirens, Rosskastanie und Coenzym Q10. Fazit: Es wurde versucht, die natürlichen Bestandteile des Oraflogo Gel zu analysieren, um ihre Wirkung in der Mundpathologie auszuwerten. Separat wurde es als nützliches orales Arzneimittel anerkannt. Besonders gute Ergebnisse zur Verringerung postoperativer Blutungen, Zahnfleischblutungen und Zahnfleischerkrankungen zeigte sich in der Wirkung der Kombination natürlicher Inhaltsstoffe in Form dieses topischen Gels. Die Verwendung als pharmazeutisches Gel bei der Regeneration von oralem Weichgewebe klingt sehr erfolgsversprechend. In einer anderen Untersuchung wurde die Wirkung des Oraflogo Gel auf Schmerzen und Blutungen, verursacht durch Ulzerationen bzw. Extraktionen, untersucht. Schon am dritten Tag waren 72 Prozent der Patienten, behandelt mit Oraflogo Gel, schmerzfrei. Ähnlich war das Ergebnis bei Blutungen gegenüber sieben bzw. sechs Tagen bei Patienten, die ein Placebo erhielten. (1)= komplette Untersuchung anfordern: info@w3solutions.ch alle Infos: www.oraflogo.ch Erhältlich in Apotheken, Drogerien, beim Arzt, Zahnarzt und Hygienisten, Pharmacode 6021664 Der Enkeltrick und andere Betrugsformen Wie man sich und seine Angehöri gen davor schützt. de oder das Eigentum ihrer Opfer zu gelangen», so Decker. Es ist das Schreckensszenario vieler Angehöriger: Die Grosseltern werden am Telefon, an der Tür, per Post oder im Internet um viel Geld betrogen. Enkeltrick, Haustürgeschäfte oder Phishing sind bekannte Methoden. «Es kommt regelmässig vor, dass Betrüger die Gutgläubigkeit, Hilfsbereitschaft und Fürsorge älterer Menschen skrupellos auszunutzen versuchen», so Rolf Decker, Projektleiter der Präventionsabteilung der Kantonspolizei Zürich. Neben dem finanziellen Schaden entsteht oftmals auch psychischer Stress und grosse Verunsicherung. «Die Betrüger erweisen sich meist als enorm kreativ, wenn es um Mittel und Wege geht, um an das Geld, die Wertgegenstän- Was viele nicht wissen: Die Berücksichtigung einiger weniger, dafür aber besonders wichtiger Verhaltensregeln macht es Betrügern schwerer, ihre Methoden erfolgreich anzuwenden. «Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, dass das notwendige Wissen für die eigene Sicherheit oft fehlt», so Paul Fritz, Geschäftsführer von Home Instead Schweiz. Um Familien und ihre Angehörigen zu sensibilisieren und zu schützen, hat Home Instead, gemeinsam mit Rolf Decker, einen neuen (kostenlosen) Ratgeber erarbeitet. Dieser informiert über häufig angewendete Betrugsmethoden, erläutert, weshalb Senioren zum Ziel werden und wie man Betrugsfälle verhindert. Der Ratgeber kann kostenlos bestellt (0800 550 440) oder runtergeladen werden (www.homeinstead.ch./enkeltrick). Schweizer Hausapotheke 7-2017 53

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