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Nr. 8 / 2019

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Heimat – zwischen

Heimat – zwischen Tradition und Moderne Ist es die heimelige Winterzeit, die mir die Musse zum Nachdenken gibt? Sind es meine Kindheitserinnerungen, wenn ich in der Küche stehe, Guetzli aussteche und mir dieser unverkennbare Duft von frischem Gebäck in die Nase steigt? Der gemütliche Kerzenschein, der unsere weihnachtlich dekorierte Wohnung verzaubert? Wahrscheinlich ein Zusammenspiel aus allem – und so begleitet mich immer wieder die Überlegung, was «Heimat» bedeutet. Irgendwie steht dieser traditionsbehaftete Begriff unserem modernen Zeitgeschehen diametral entgegen. Ist Heimat nicht eher statisch, örtlich gebunden, traditionell, wertebehaftet, rückwärtsgerichtet, gar «bünzlihaft»? Und sind wir heute nicht bestrebt, möglichst hybrid, global denkend, trendbewusst und etwas unverbindlich unterwegs zu sein? Mit Sicherheit gibt es ganz viele Möglichkeiten, dieses Gedankenspiel weiterzuführen und zu einer individuellen Antwort zu gelangen. Ist es somit nicht auch Ausdruck unseres modernen Zeitgeistes und hedonistischen Individualismus’, dass wir uns zu einem so selbstverständlichen Begriff überhaupt Gedanken machen? Überlegt ein Mensch, der in einem unsicheren Land lebt – vielleicht Existenzängste hat – überhaupt, was Heimat bedeutet? Ist diese Frage eventuell Ausdruck von Wohlstand? Gab es diese Gedanken zu Zeiten unserer Grosseltern schon? Ich könnte noch ganz viele Fragen in den Raum stellen; und ich käme wohl je nach Auslegungsart und Austausch mit Drittpersonen unterschiedlicher Generationen zu dispersen Antworten. Lassen Sie sich auf meine Gedankenreise mitnehmen; und vielleicht ermuntere ich Sie mit meinen Zeilen, dass auch Sie sich in einer ruhigen Minute mit dem Heimatbegriff auseinandersetzen. Ich mag die moderne Welt mit all ihren Möglichkeiten: Geografisch gesehen war ich schon an mehreren Orten zuhause – auch im Ausland –, blicke auf einige berufliche Stationen in verschiedenen Kantonen zurück, reise mehrmals im Jahr in unterschiedliche Länder, spreche mehrere Sprachen und mag das Vernetzte, Globalisierte. Und trotzdem komme ich immer wieder gerne nach Hause. Nach Hause in die Schweiz, nach Hause in meine Wohnung. Diese Mikroauslegung des Heimatbegriffs zeigt meines Erachtens, dass Heimat ein gefühlsbetonter Begriff ist. Das Gefühl, nach einem langen Flug wieder wohlbehalten auf heimischem Boden zu landen; das Gefühl, wieder in die vertrauten vier Wände zu kommen. Es sind Emotionen, die ausgelöst werden; Emotionen, die mit vergangenen Erlebnissen und ergo Erinnerungen verbunden sind. Diese Erinnerungen sind Zeugen unserer eigenen Biografie, fest gespeichert in unserem Gedächtnis und abrufbar, wenn wir etwas Bestimmtes hören, riechen, sehen oder spüren. Eine kleine Zeitreise Ich habe mich kürzlich auf eine kleine Zeitreise zurück in meine Kindheit begeben. Ich bin nach Hause gefahren an den Ort, wo ich aufgewachsen bin und an den ich immer wieder sehr gerne zurückdenke. Wehmut überkam mich, als ich die Zufahrtsstrasse zu jener Siedlung entlanggefahren bin, wo ich damals mit meinen Spielkameraden zu jeder Jahreszeit draussen auf einer grossen Wiese mit vielen Platanen herumgetollt bin, wo wir Verstecken gespielt oder auf dem Spielplatz getobt haben. Ich schlenderte durch diese Siedlung, vorbei am Hallenschwimmbad, wo mein Vater meiner Schwester und mir das Schwimmen beibrachte. Ich blieb vor unserem ehemaligen Reihenhäuschen mit der Hausnummer 92 stehen. Wie gross ich alles in meiner kindlichen Erinnerung abgespeichert hatte; und nun, über 30 Jahre später und mit dem Blick einer erwachsenen Person, erschien mir alles viel kleiner. Auch das Dorfzentrum hatte sich verändert – obwohl ich immer noch einige ursprüngliche Dorfcharakterzüge erkannte. Ich schwelgte in Erinnerungen und fühlte mich wohl. Wie gern ich doch zur Schule gegangen bin und wie aufgeregt ich an meinem ersten Schultag war! Gedankenverloren blieb ich vor dem Primarschulhaus stehen und blickte hinüber zur grossen Fensterfront, hinter der ich mein erstes Schulzimmer wusste. Sicherheit und Wohlgefühl Ist Heimat auch ein Ort der Kindheit, der Familie und der ersten Sozialisation? Ich darf mit grosser Dankbarkeit auf eine geborgene Kindheit, liebende Eltern und ein herrliches Zuhause zurückblicken. Es fehlte uns an nichts und ich durfte mich zu der Person entfalten, die ich heute bin. Mir wurden wichtige Werte vermittelt, die ich in mir trage und weitergeben werde. Ich ahne, dass ich mir eine erste Teilantwort auf meine Initialfrage des Heimatbegriffs geben kann; nämlich, dass Heimat für mich ein Gefühl der Erinnerung, der Geborgenheit und der Familiensozialisation darstellt. Ich versuche den Blickwinkel zu verstehen, warum man Heimat mit Tradition, Wertvorstellungen, Zugehörigkeit und aus einer eher rückwärtsgerichteten Sicht betiteln kann. Für mich ist es in diesem Moment ein eher wohliger Zustand der Sicherheit und des Wissens, woher ich komme und warum ich so bin, wie ich bin. Die kleine, geborgene Heimat meiner Kindheit und Jugend hat den Wunsch in mir geprägt, eine ebenso liebevolle wie wertebasierende Heimat im Hier und Jetzt und ergo in 10 Schweizer Hausapotheke 8-2019

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