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Nr. 8 / 2019

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Neuartige Basistherapie

Neuartige Basistherapie begeistert Patienten mit Neurodermitis 10 bis 20 Prozent aller Kinder und 5 bis 10 Prozent der Erwachsenen leiden an Neurodermitis. Die Krankheit, die in Schüben verläuft und zu Juckreiz führt, beeinträchtigt die Lebensqualität stark. Vor Kurzem haben 52 Betroffene in der Schweiz vier Wochen lang ein neuartiges Gel und eine Creme mit Vitamin B 12 getestet – mit beachtlichem Erfolg. Das Grundproblem bei Neurodermitis ist die trockene Haut und ihre gestörte Schutzfunktion. Durch kleinste Risse gelangen Reizstoffe und Allergene einfacher in die Haut und lösen dort eine Entzündung aus, die oft stark juckt. Es kommt zu einem Teufelskreis, dem sogenannten Juck-Kratz- Kreislauf. Je mehr sich Betroffene kratzen, desto stärker wird die Haut in Mitleidenschaft gezogen und desto intensiver werden die Entzündungen und der Juckreiz. Schlafprobleme sind keine Seltenheit, und häufig ziehen sich Betroffene aufgrund der sichtbaren Ekzeme zurück. Vielfältige Ursachen Die Ursachen der Neurodermitis sind vielfältig. Neben der genetischen Veranlagung können auch Umweltfaktoren, das Klima, bei Kindern gewisse Lebensmittel und andere Allergene wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben einen Einfluss auf die Krankheit haben. Aber auch Schwitzen und Reibung können Schübe verursachen. Neurodermitis tritt heute häufiger auf als noch vor ein paar Jahrzehnten. Wissenschafter vermuten, dass eine übertriebene Hygiene oder die Umweltverschmutzung dahinterstecken könnten. Juckreiz Kratzen Entzündung Gestörte Hautbarriere Die Bedeutung der Basistherapie Eindringen von Reizstoffen/ Allergenen Neurodermitis ist eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar, aber gut behandelbar ist. Heute ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine geeignete Basistherapie die wichtigste Massnahme im Umgang mit der Krankheit ist. PD Dr. Martin Glatz, Facharzt für Dermatologie, Allergologie und klinische Immunologie in Uster, und bis vor Kurzem Leiter der Spezialsprechstunde für Neurodermitis am Universitätsspital in Zürich, sagt: «Die medizinisch erfolgreichste Behandlung ist das Eincremen der Haut am ganzen Körper zweimal täglich mit einer rückfettenden Lotion, Creme oder Salbe. Dadurch repariert man die gestörte Schutzfunktion der Haut und verbessert ihren Feuchtigkeitsgehalt und ihre Elastizität. Das macht 95 Prozent des Erfolges einer Neurodermitis-Therapie aus.» Am besten baut man das grosszügige Eincremen in die tägliche Morgen- und Abendroutine direkt nach dem Baden oder Duschen ein. Betroffene müssen ihre Haut oft über viele Jahre, manchmal lebenslang eincremen, denn die Therapie wirkt nur so lange, wie sie angewandt wird. «Eine Überdosierung beim Eincremen ist übrigens nicht möglich», ergänzt Martin Glatz. 24 Schweizer Hausapotheke 8-2019

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