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Nr. 8 / 2019

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Angst vor dem Versagen,

Angst vor dem Versagen, die mich schon als kleines Kind begleitet hat, nicht zu verstecken, sondern mit ihr umzugehen. Dieses Gefühl darf aber auf keinen Fall ansteckend wirken – das wäre sehr schwierig für das jeweilige Gegenüber. Haben Sie lieber Fragen gestellt oder lieber Antworten gegeben? Ich gebe nicht gerne Antworten (bei dieser klaren Antwort schmunzeln wir beide!). Das sind immer tiefe Blicke in die Seele. Ganz umgehen kann ich es aber nicht, weil ich ja in meinen Sendungen immer Fragen gestellt habe. Ich kann nicht von anderen Menschen erwarten, dass sie mir Red und Antwort stehen und ich meinerseits blocke ab. «Aeschbacher» unterschied sich stark von anderen Sendungen. Warum? Das lag daran, dass ich mich in die Geschichte der einzelnen Menschen vertiefen wollte. Dazu brauchte es logischerweise ein Team, das mithalf, seriös zu recherchieren und mir die gewonnenen Eindrücke vermittelte. Wir hatten die klare Devise, die Gäste gemeinsam zu suchen. Wichtig war, dass ich sie vorher nie besuchte. Es war ein vertrauensvoller Stafettenlauf, bei dem wir uns auf zwei Punkte einigten: A auf das Thema und B auf die Menschen, die dieses Thema illustrierten. Es gab immer eine klare Aufgabenteilung. Das Team sprach vorab mit den potenziellen Gästen und informierte mich. Wichtig war, dass ich die Vorbereitungen des Teams in meinem Kopf hatte und jedes Detail wusste. Das war eine gegenseitige Vertrauenssache. Meinen Gästen begegnete ich immer erst in der Sendung das erste Mal. Nur so entstand eine wahre und nicht eine gespielte Neugier. Es war nie eine Abfolge von sturen Fragen, sondern eine Begegnung. Es durfte nie ein Verhör sein, sondern ein Gespräch. Dort lag der Unterschied zu anderen Sendungen. Ich fühlte mich so nie in einem Korsett. Für mich war auch immer wichtig, dass der Moderator nicht der Inhalt ist, sondern eine Bühne bietet, worauf der Inhalt stattfinden kann. Das hat etwas mit gegenseitigem Vertrauen zu tun. Ich war nie ein Mensch, der voller Misstrauen aufdecken und anklagen, sondern verschiedene Lebensentwürfe vorstellen wollte – nicht wertend, sondern zuhörend. «Aeschbacher – die Sändig, wome nie nume us Längwili luegt» – sondern? Aus Neugier. Neugier auf Menschen. Neugier, was diese Menschen zu erzählen haben. Neugier auf die Vielfalt und auf Unbekanntes. Das ist auch mein Lebensmotto: Angst vor dem Versagen und Neugier, die immer mit Risiko verbunden ist. Bei der Neugier weiss man nie, Zur Person Kurt Aeschbacher ist 1948 geboren und in Bern aufgewachsen. Nach seinem Studium in Betriebs- und Volkswirtschaft, wurde er 1976 Vizedirektor der Gartenausstellung «Grün 80» in Basel. 1981 wechselte er als Redaktor und Moderator zum Schweizer Fernsehen, wo er die unterschiedlichsten Sendungen entwickelte und moderierte. Ende 2018 endete seine Tätigkeit vor und hinter der Kamera. Er ist unter anderem Herausgeber der Zeitschrift 50plus und ehrenamtlicher Botschafter von Unicef Schweiz und Liechtenstein. was am Schluss daraus resultiert. Diese beiden Pole – Yin und Yang – waren für mich immer ein grosser Antrieb, aber auch eine Bremse. Vielleicht braucht es beides. Sie waren viele Jahre als Schnupperlehrling für die Sendung «Sommerjob» unterwegs. Gab es eine Ausgabe, die Sie speziell berührt hat? Vorab möchte ich erklären, worum es mir mit dieser Sendung gegangen ist. Ich wollte Berufe, die im Prestige der Gesellschaft vielleicht nicht so hoch oben stehen, so thematisieren, dass man Respekt vor dieser Arbeit bekommt. Wenn ich als Schnupperlehrling etwas ausprobiere, was sehr banal erscheint und ich daran scheitere, dann erhöht sich der Respekt vor dieser Arbeit. Mir wurde klar, dass diese Berufe viel Feinarbeit und Aufmerksamkeit verlangen. Einen Einsatz möchte ich speziell erwähnen: Ich war in Basel mit einem jungen Mann mit der Kehrichtabfuhr unterwegs. Damals gab es noch keine Container. Schon nach dreiviertel Stunden war ich am Ende meiner Kräfte. Diese Säcke sind schwer und schneiden an den Händen ein. Wenn ich einen Sack nahm, beförderte mein Lehrmeister in der gleichen Zeit deren drei in den Kehrichtwagen. Während der Znünipause, die nötig war für mich, fragte ich ihn, was sein Traumberuf wäre. Seine Antwort war, einmal Fahrer des Kehrichtfahrzeugs zu werden. Bei dieser Antwort fühlte ich mich selbst ertappt, weil ich eine ganz andere Reaktion erwartet hatte. Dieser junge Mann arbeitet täglich mit Leidenschaft und Überzeugung. Das hat mich sehr beeindruckt. Was mögen Sie nicht? Menschen, die mich anlügen, machen mich traurig und wütend. Es ist für mich ein Vertrauensmissbrauch, der auch in meinem Leben schon stattgefunden hat. Solche Erfahrungen kränken mich im Innersten. Das hindert mich aber nicht daran, grundsätzlich Vertrauen zu haben. Was ist wertvoll für Sie? Es ist ein Privileg, im Leben mit so viel Glück 8 Schweizer Hausapotheke 8-2019

eschenkt zu werden. Ich lebe unglaublich komfortabel – ohne Reichtum, aber auch ohne Geldsorgen. Auf meinem Weg durfte ich viele spannende und interessante Menschen kennenlernen, vielleicht wieder durch den Zufall der Postleitzahl, wie ich schon am Anfang des Gesprächs erwähnt habe. Wenn ich in Ruanda zur Welt gekommen wäre, hätte ich solche Privilegien nicht. Was bedeutet Ihnen Amelie? Mein Hund bringt Struktur in meinen Alltag. Sie zwingt mich auf ihre charmante Art, meinen Schreibtisch zu verlassen und mit ihr an die frische Luft zu gehen. Die Beziehung zu einem Hund bedeutet eine vorurteilslose Freude am Zusammensein. Sie zeigt mir Liebe, manchmal überrascht sie mich auch und baut bei mir Stress ab. Sie ist eine Art Psychiaterin und die treuste Freundin. Auf diesem Weg bedanke ich mich bei Kurt Aeschbacher: Für seine Gastfreundschaft, seine mir geschenkte Zeit und die vielen Jahre, in denen ich ihn und seine Sendungen am Schweizer Fernsehen verfolgen und geniessen durfte. Er hat viele Zeichen gesetzt und uns mit wertvollen Geschichten auf seine ganz speziell herzliche Art immer wieder überrascht. Beim Abschied steht auch Amelie wedelnd in der Tür. Sie freut sich auf den Spaziergang, der nun angesagt ist. Amelie und Kurt Aeschbacher sind ein wunderbares Team. © Fotos: zvg «Ich wollte verschiedene Lebensentwürfe vorstellen — nicht wertend, sondern zuhörend.» Sylvia Felber ist Redaktionsleiterin der Schweizer Hausapotheke seit 1991, Heimweh-Baslerin und FCB-Fan. ADVANCED SWISS SUNCARE Made in Switzerland Dermatologischer UV-Schutz für die Berge. Sehr hohe Verträglichkeit Alle Ultrasun-Produkte sind OHNE Parfum, Mineralöle, Silikone, PEG-/ PPG-Emulgatoren, irritierende oder hormonaktive Filter, Aluminium-Verbindungen und Konservierungsmittel formuliert. Extra leicht Extra leichte lamellare Gele Erhältlich in Apotheken und Drogerien Schweizer Hausapotheke 8-2019 9

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