Aufrufe
vor 11 Monaten

Nr. 8 / 2020

  • Text
  • Wirkung
  • Patienten
  • Apfel
  • Zudem
  • Frauen
  • Zeit
  • Vitamin
  • Menschen
  • Hausapotheke
  • Schweizer
URSCHWEIZERISCH – KLEIN UND FEIN | OPERATION BEI VORHOFFLIMMERN | EISENMANGEL | STUMPFE VERLETZUNGEN | NASENSALBE | HUSTENSIRUP | ERNÄHRUNGSTRENDS UND -MYTHEN | HOMÖOPATHISCHE KREISLAUFTROPFEN | HEILPFLANZE ENZIAN | NATÜRLICHE VITAMINE | PFLANZLICHES GOLD BEI STIMMUNGSSCHWANKUNGEN | WALLWURZ BEI GELENKSCHMERZEN | SPRECHSTUNDE FÜR MEDIKAMENTE IM FITNESS-SPORT | GETREIDE, HÜLSENFRÜCHTE UND SAATEN | URDINKEL-REZEPTE | NATÜRLICHES NASENSPRAY | JEDER TAG EINEN APFEL | VITAMIN-D3-TROPFEN | ABWEHRSTARK ÄTHERISCHE ÖLE | NATÜRLICHE WÄRMEFPLASTER | BESENHEIDE, GEMMOTHERAPIE | NATUR HILFT BEI VERSTOPFUNG | STREITPUNKT HAUSAUFGABEN | ZWEITHAAR UND HAARERSATZ | ERKÄLTUNG HOMÖOPATHISCH BEHANDELN | WORTWEISE | RIECHSTÖRUNGEN | SIRUPE BEI ERKÄLTUNGSHUSTEN | ERKÄLTUNGSMITTEL MIT ECHINACEA | KRÄUTERHEFE MIT VITAMIN D | LEBEN MIT DER ZUCKERKRANKHEIT | COPD-RISIKOTEST | SCHWARZ-WEISS-DENKEN | ANTIVIRALE PFLANZEN | WERTVOLLE RANDE | MODERNE THERAPIE BEI RHEUMATOIDER ARTHRITIS RA | NATÜRLICH GEWONNENE VITAMINE | MEERRETTICHWURZEL UND -ELIXIER | ENTLASTUNGSANGEBOTE SRK | MITEINANDER – FRAUENSOLIDARITÄT | MINERALISCHES BASENBAD | PFLANZLICHER RUHESPENDER | TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN TCM | STOFFWECHSELTHERAPIE | HERZINSUFFIZIENZ | VITALITÄT MIT MIKRONÄHRSTOFFEN | BURNOUT – NICHTS GEHT MEHR | ZÄHNEKNIRSCHEN | SPANNENDES RUND UM DEN SCHLAF | MUNDTROCKENHEIT | TROCKENE NASENSCHLEIMHÄUTE | IM FITNESSWAHN | KUREN UND ERHOLEN | AMINOSÄUREN | PFLEGE FÜR EMPFINDLICHE HAUT | BESSERE DURCHBLUTUNG | PFLANZENKRAFT BEI BRONCHITIS

Vorhofflimmern mit einer

Vorhofflimmern mit einer Operation beseitigen? Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung überhaupt. Dieses kann mit Medikamenten und/oder einer Ablation behandelt werden. In hartnäckigen Fällen kommt die chirurgische Ablation zum Einsatz, diese bringt ausgezeichnete Langzeitergebnisse und ermöglicht das Absetzen des Blutverdünners. Patient Hugo Eisenbart berichtet über seine Erfahrungen. Prof. Salzberg und Patient Hugo Eisenbart Herr Eisenbart, bei Ihnen wurde 2015 eine «chirurgische Ablation» vorgenommen. Sie sind heute 64 Jahre alt und arbeiten immer noch bei der SBB. Trotz der strengen Arbeit bei der Bahn waren Sie immer recht gesund. Wie haben Sie erkannt, dass Sie an Vorhofflimmern leiden? Was waren Ihre Symptome? Wie ich später erfahren habe, hatte ich die typischen Vorhofflimmern-Beschwerden: Herzstolpern, oft Schwindel und später zunehmend Kurzatmigkeit. Die Beschwerden wurden über wenige Monate immer stärker. Meine Frau schickte mich dann zum Hausarzt. Er erkannte schnell, dass da etwas mit dem Herzen und insbesondere dem Puls nicht gut sein könnte. Er hat mich an den Kardiologen überwiesen. Wie hat Sie der Kardiologe untersucht und was war der Befund? Der Kardiologe machte ein Elektrokardiogramm, eine Echokardiographie und ein Langzeit-EKG über 48 Stunden. Dann sagte er mir, ich hätte Vorhofflimmern. Ich war nicht begeistert! Welche Therapie hat er Ihnen dann verordnet? Einen Blutverdünner und ich sollte mit einem Betablocker beginnen, um den Puls zu stabilisieren. Das habe ich versucht, jedoch hatte ich starke Nebenwirkungen: Mir war ständig schwindlig und ich war sehr müde. Es war zunehmend eine Belastung. Ich habe mich dann nach weiteren Optionen erkundigt. Welche Therapie-Optionen wurden Ihnen von Ihren Ärzten vorgeschlagen? Die Katheter-Ablation, also der Eingriff über die Leiste und dann durch das Herz, um das Gewebe zu veröden. Jedoch gaben mir die Kardiologen eine Erfolgsprognose von nur 50 Prozent mit einem Eingriff, weil mein Herz schon vergrössert war. Das war mir zu wenig. Das hätte bedeutet, dass ich vielleicht zwei- bis dreimal mit dem Katheter hätte operiert werden müssen. Das war noch nicht die optimale Lösung für mich. Wie sind Sie dann auf die chirurgische Ablation gestossen? Ein Bekannter von mir wurde auch schon von Prof. Salzberg operiert und war begeistert. Am nächsten Tag habe ich ihn dann angerufen. Er konnte mir schon am Telefon sehr gut erläutern, wer für die Operation infrage kommt, wie der Ablauf ist und was die Vorteile sind. Ein paar Tage später wurde ich bei ihm vorstellig. Was war für Sie ausschlaggebend, die Ablation chirurgisch vorzunehmen? Die Methode, also dass es nur einen einmaligen Eingriff von zirka 90 Hier ist zu sehen wie beide Chirurgen am OP-Tisch stehen. Es wird in Vollnarkose eine Lungenvenen-Isolation durchgeführt und ein Clipping (Verschluss) des linken Herzohrs. Minuten braucht und von aussen her, also über kleine Eingänge am Brustkorb passiert, hat mich interessiert. Nach den Voruntersuchungen hat mich die mit Prof. Salzberg besprochene Erfolgschance überzeugt. Ein sympathischer Arzt! Wie ist die Operation verlaufen? Hatten Sie Zweifel? Es war Sommer 2015, der Eingriff verlief gut, ohne Komplikationen. Ich war optimal vorbereitet. Ich hatte vollstes Vertrauen in Prof. Salzberg und das Team. Angst hatte ich keine. Nach vier Tagen im Spital war ich eine Woche zu Hause und anschliessend wieder bei der Arbeit. Wann haben Sie die Medikamente abgesetzt? Etwa sechs Wochen nach der Operation. Dann habe ich die Medikamente nicht mehr gebraucht. Seither nehme ich nichts mehr. Das ist eine grosse Erleichterung. Wie geht es Ihnen heute, über vier Jahre nach dem Eingriff? Mir geht es heute sehr gut. Ich fühle mich gesund, mache viel Sport und wandere, so oft wie ich kann. Leben Sie heute ohne Einschränkungen? Ja, alles weg. Ich lebe ein ganz normales Leben ohne Blutverdünner oder sonstige Medikamente. Nie mehr Vorhofflimmern? Ich weiss gar nicht mehr, wie das war. Ich fühle mich rundum gesund. Keinerlei Rhythmusstörungen. Mein Herz ist gesund. Mein Kardiologe ist auch zufrieden mit mir, ich gehe einmal im Jahr zur Kontrolle zu ihm. Würden Sie diese Operation wieder machen? Ja, ich würde die Operation wieder machen. Ich habe die Operation ja meinem Bruder empfohlen – den hat Prof. Salzberg dann drei Monate später auch mit Erfolg operiert. Ihm geht es gleich gut wie mir heute! Unsere Lebensqualität ist tipptopp. Vielen Dank! Kontakt Herz & Rhythmus Zentrum AG Ärztehaus Bellaria Bellariastrasse 38 CH-8038 Zürich +41 (0)44 209 25 48 info@swiss-ablation.com swiss-ablation.com Prof. Salzberg, Gründer des Herz & Rhythmus Zentrum mit seinem langjährigen Mentor und jetzt Partner, Dr. med. Wim-Jan van Boven (PhD), aus Amsterdam. 2 Schweizer Hausapotheke 8-2020

Klein und fein Vor knapp hundert Jahren zog ein Bäcker aus Zweisimmen in die weite Welt, um seine «Hafergüetzi» einer Jury vorzustellen. Karl Gerber gewann am «Salon de la Boulangerie et Pâtisserie» mit seinen vollwertigen Güetzi prompt eine Goldmedaille – das war im August 1925 in Paris. Mit diesem internationalen Erfolg in der Tasche entstanden in der kleinen Backstube im Berner Oberland seine Kreationen fortan unter dem Credo «Gesunde Ernährung mit viel Genuss». Karl Gerbers Biscuits waren damals schon naturbelassen, ehrlich und schmackhaft. Schon sehr früh belieferte er die ersten Reformhäuser und auch Sanatorien. Der innovative Bäcker stand nicht nur in der Backstube. An seinem Haus stand: Bäckerei – Conditorei –Spezerei – Karl Gerber. Das Haus steht heute noch mitten in Zweisimmen. Es war ein Betrieb, der traditionell geführt wurde und in dem alle Familienmitglieder in irgendeiner Form mithalfen. Bis heute ist er in den Händen der Familie Gerber. Daniel, der Enkel von Karl Gerber, führt die wohl kleinste Biscuitfabrikation der Welt mit traditionellem Gerber-Herzblut. Seit dem Jahr 2000 ist er am Ruder. Daniel Gerber stand einst auch in der Backstube und weiss genau, was hinter den berühmten Hafergüetzi steckt. Bis heute hat sich an den Grundzutaten nichts geändert ausser, dass der neue Besitzer noch mehr Wert auf Naturbelassenheit und Regionalität legt. So hat er – der Zeit voraus – das umstrittene Palmöl durch ein Schweizer Rapsöl ersetzt und schon früh auf Bio-Qualität umgestellt. Daniel Gerber hält eine Familientradition am Leben, obwohl er nicht Bäcker ist; seine Leidenschaft ist die Fotografie. Vermutlich ist es ein nostalgisches Gefühl, das ihn dazu bewegt hat, diesen Familienbetrieb nicht in fremde Hände zu geben. Eine wunderbare und lobenswerte Entscheidung, die manchmal vermutlich auch ihre Tücken hat. Innovationen mit bewährten Zutaten haben durchaus ihre Berechtigung in dem manchmal nicht einfachen Wettbewerb. Daniel Gerber trotzt der grossen Konkurrenz mit seinen Vollkornbiscuits. Klein, aber fein macht er weiter und führt in der dritten Generation fort, was einst sein Grossvater kreiert hat. Gemeinsam mit Daniel Gerber blicke ich auf die Entstehung der Hafergüetzi zurück, und wir sprechen auch über die Neuzeit, über Träume, das Leben und neue Ideen. Lesen Sie das Interview mit dem Enkel des Bäckers aus Zweisimmen ab Seite 6. Sylvia Felber Schweizer Hausapotheke 8-2020 3

Unsere Zeitschriften