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Nr. 8 / 2020

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HOMÖOPATHIE Erkältung

HOMÖOPATHIE Erkältung – homöopathisch behandeln Herr H. kommt wegen einer Erkältung zur Behandlung. Schon seit zwei Wochen fühlt er sich schlecht und hat öfters Durchfall und Blähungen. Seit zwei Tagen ist er zudem erkältet und hat Fieber. Basierend auf den folgenden Symptomen wird eine Gabe Gelsemium C2O0 verschrieben: • Auslöser: geschäftlicher Stress mit finanziellen Sorgen • Müde, Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein • Fröstelig; Kältegefühl im Rücken; verwirrtes Gefühl im Kopf, Schmerzen in der rechten Schläfe; Wundgefühl im Nacken, das besser wird, wenn er den Nacken mit den Händen hält • Stiche in der rechten, unteren Bauchseite, Blähungen im Unterbauch, Erleichterung nach Windabgang und nach Stuhlgang, Verschlimmerung nach Trinken • Verstopfte Nase, so gut wie kein Nasenausfluss • Schmerzloser, gelb-brauner Durchfall • Gliederschmerzen; die Beine schlafen beim Sitzen oder Liegen ein; verspürt ein ausgeprägtes Müdigkeitsgefühl in den Beinen und Kribbeln in den Händen Am nächsten Tag berichtet er das Folgende: Nach Gelsemium wurde ihm sofort wärmer und die Gliederschmerzen wurden deutlich besser. Der Durchfall trat weniger häufig auf. Insgesamt fühlt er sich kräftiger. Die Kopfschmerzen sind aber gleichgeblieben und der Schnupfen löst sich nicht. Eine Wiederholung von Gelsemium bringt keine Veränderungen. Fünf Tage nach Beginn der Erkältung kommt Herr H. erneut in die Praxis. Er sieht sehr geschwächt aus, die Gesichtszüge sind eingefallen, die Gesichtsfarbe ist blass-gräulich. Er hat blaue Ringe unter den Augen. Er sitzt mit nach vorne hängenden Schultern. Die Befragung ergibt Folgendes: • Schwache, nasale Stimme, Reden und Antworten ermüdet ihn sehr, verspürt beim Reden eine Schwäche in der Brust 30 Schweizer Hausapotheke 8-2020 • Niedergeschlagen, hoffnungslos; Angst, nicht mehr gesund zu werden, eine schlimme, unheilbare Krankheit zu haben • Sehr erschöpft, Bedürfnis zu liegen; auch der Schwindel und die Kopfschmerzen wer den besser im Liegen • Warme Hände, kalte Füsse • Ist jetzt verstopft • Hat keinen Appetit, höchstens Verlangen nach Obst • Hat weiterhin Fieber, um 38 o C Er erhält Acidum phosphoricum LM3, fünf Tropfen alle zwei Stunden, drei- bis viermal. Kurz nach der ersten Gabe von Acidum phosphoricum fühlt er sich viel besser, psychisch und körperlich, hat mehr Energie, die Kopfschmerzen haben sich gebessert. Am nächsten Tag hat er ein neues Symptom: Ohrenschmerzen rechts. Wir warten ab. Einen Tag später setzt Ausfluss im schmerzenden Ohr ein und die Schmerzen lassen nach. Er hat im Schlaf viel geschwitzt und das Fieber ist gesunken. Der Zustand bessert sich zunehmend, der Ohrausfluss dauert vier Tage an. Der Patient fühlt sich gesund und ganz erholt. Kommentar Die Homöopathie ist eine bewährte Methode bei der Behandlung von Erkältungen und grippalen Infekten. Auch bei viralen Infekten, wo die Schulmedizin keine oder nur wenige wirksame Medikamente hat, ist die Homöopathie eine wirksame Alternative. Komplizierte oder schwere Fälle sollten immer nur von ausgebildeten Homöopathen behandelt werden. Nur einfache, milde Erkältungen eignen sich für die Selbstmedikation. Bei grippalen Infekten und Grippe kommt es manchmal vor, wie im vorliegenden Fall, dass mehrere Arzneien notwendig sind. Die Symptome ändern sich im Laufe der Erkrankung, und basierend auf dem veränderten Krankheitsbild sollte dann das ähnlichste Arzneimittel verschrieben werden. In diesem Fall Acidum phosphoricum. Typisch für Acidum phosphoricum sind die schwache, nasale Stimme und die Müdigkeit in der Brust beim Reden. Der Kranke will alleine sein und nur liegen. Die Beschwerden sind besser nach dem Schlaf. Es besteht kein Appetit – ausser auf erfrischende Dinge wie zum Beispiel Obst. Martine Jus, Dipl. Homöopathin SHI/hfnh, Praxisleitung SHI Homöopathische Praxis in Zug Über 130 homöopathische Pflanzenarten — ein Garten Der SHI Homöopathie-Garten in Zug ist jederzeit öffentlich zugänglich und kann mit der bereitgestellten homöopathischen Pflanzen- Dokumentation im Alleingang entdeckt werden. Auf Anfrage werden ab acht Personen auch Führungen organisiert. SHI Haus der Homöopathie Steinhauserstrasse 51 6300 Zug shi.ch/garten

Endlichkeit Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids – und ein Quell unendlichen Trostes. Der letzte Teil von Marie von Ebner-Eschenbachs Aussage mag zuerst überraschen. So leidvoll es ist, Geliebtes zu verlieren, so tröstlich ist es in der Tat zu wissen, dass Unliebsames wie Traurigkeit und Schmerz ebenfalls vergänglich ist. Da sehnen wir dann jeweils am Morgen schon die Nacht herbei, die im Schlaf vergeht, und sind froh, wenn ein weiterer Tag vorüber ist, und kaum aufgewacht warten wir wieder auf den Abend … Die Zeit, die in den schönen Augenblicken immer zu schnell dahinrast, soll jetzt genauso schnell verfliegen, schliesslich heilt sie alle Wunden. Meistens mögen wir die Vergänglichkeit jedoch nicht, schon gar nicht die des eigenen Daseins. Neulich, als ich etwas über die schweizerische Energiestrategie 2050 las, wurde mir bewusst, dass ich dieses gar nicht so ferne Jahr möglicherweise, nein, wahrscheinlich, nicht mehr erleben werde. Bis vor Kurzem wäre mir ein solcher Gedanke nie durch den Kopf gegangen. Obwohl sich die jugendliche Illusion der Unverwundbarkeit schon lange von mir verabschiedet hat, war mir diese absehbare eigene Endlichkeit nicht derart präsent. Seit einiger Zeit ertappe ich mich hingegen immer wieder dabei, dass ich mich frage: «Werde ich das noch erleben?» Lautet die ehrliche Antwort «Nein», macht mich das zuweilen ganz kribbelig. Denn ich möchte so gern erfahren, wie die Menschheit diese und jene Herausforderung meistern wird! Es ist, als ob man im Fernsehen die erste Folge eines spannenden mehrteiligen Thrillers schaut und schon weiss, dass man die Fortsetzung verpasst. Natürlich wurde mir meine Endlichkeit bereits in die Wiege gelegt, doch früher war es eine unbestimmte Grösse. Jetzt kann ich sie bemessen. Noch in Jahrzehnten, bestenfalls, aber das Ende des Massstabs ist sichtbar. Karin Jundt ist Autorin und Verlegerin von Und noch immer vergeude ich Zeit Fachbüchern über Selbstliebe, Karma, mit Unnützem, Unsinnigem. Yoga und Spiritualität. Seltsam. Unbegreiflich. selbstliebe.ch WALA Echinacea Mund- und Rachenspray bei Entzündungen des Mund- und Rachenraums www.wala.ch Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. WALA Schweiz AG, 3011 Bern Schweizer Hausapotheke 8-2020 31

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