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Nr. 8 / 2020

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Unterschätzte

Unterschätzte Wurzelknolle In der Beliebtheitsskala der Gemüse sind Randen weit nach hinten gerückt; zu Unrecht; denn sie stecken voller wertvoller Inhaltstoffe. Sie müssen nicht immer müssen! Medizinprodukt zur Akutbehandlung und Vorbeugung von Blasenentzündungen. Ohne Antibiotika, Zuckerzusatz, künstliche Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe. www.alpinamed.ch Alpinamed Preiselbeer D-Mannose Trinkgranulat zum kalt oder warm Trinken Tomaten, Karotten und Zucchetti sind bei den Schweizerinnen und Schweizern ganz besonders beliebt, bei Randen fällt der Sympathiebonus erheblich geringer aus. Früher galten sie als Speise für die arme Landbevölkerung. Mittlerweile haftet ihnen das Image einer geschmacklich kaum interessanten Speise an. Zurückhaltung löst im Weiteren der intensivrote Saft aus, der deutliche Spuren an den Händen hinterlässt. Doch zum Glück muss man deswegen nicht auf die wertvollen Inhaltsstoffe verzichten: In den Grossverteilern sind fertig zubereitete Salate sowie vorgekochte Knollen erhältlich. Beim eigenen Zubereiten von noch ungekochten Randen trägt man zum Schutz am besten Handschuhe. So bleiben keine Spuren an den Händen zurück. Landestypische Rezepte Ursprünglich stammen die Randen aus Nordafrika und dem Nahen Osten. Die Römer sorgten mit ihrem Imperium für eine weitläufige Ausbreitung der roten Knolle. So geniesst man heute in Schweden den Rödbetssallad, in Russland Borschtsch und in Norddeutschland das Labskaus. Ihre weite Verbreitung verdankt die Knolle auch ihren geringen Ansprüchen an den Standort. In humosem und durchlässigem Boden gedeiht sie gut. Die ein- bis zweijährige Pflanze wächst an sonnigen wie auch an halbschattigen Plätzen und kann bis in den Spätherbst geerntet werden. In einer mit Sand gefüllten Kiste sind Randen während Monaten lagerfähig. Einige Faktoren sind dabei wichtig: Der Sand muss frisch sein, die Temperatur sollte 0 bis 3 Grad betragen und es darf kein Licht auf das Gemüse fallen. Bei unsachgemässer Lagerung kann es ein muffiges Kelleraroma annehmen. Wissenschaftliche Experimente deuten darauf hin, dass der Saft der Randen die Sauerstoffverwertung in den Zellen erhöht, die Folge ist eine längere Ausdauer im Leistungssport. Zudem wirkt er schützend auf Herz und Kreislauf und senkt den Blutdruck. Seine reichlich enthaltenen Antioxidantien reduzieren zudem zellschädigende Substanzen, wie etwa UV-Strahlung, Umweltgifte und die Auswirkungen von Dauerstress. Im Weiteren unterstützen Inhaltsstoffe die Tätigkeit von Leber und Galle; und ihre Ballaststoffe fördern die Verdauung. Das Gemüse wird auch immer wieder bei Blutarmut empfohlen, etwa für Schwangere, Stillende und für Frauen nach der Menopause. Zwar enthalten Randen tatsächlich viel Eisen, das für die Blutbildung wichtig ist, jedoch in einer Form, die der Darm nur schwer aufnehmen kann. Fisch und Fleisch, Erbsen, Tofu, Vollkornreis sowie Vollkornprodukte sind ihrerseits gute Eisenlieferanten für den Organismus. Randen besitzen wenig Eigenaroma, daher lassen sie sich auf schier endlos vielfältige Weise zubereiten und kombinieren. Originell sind etwa Randensorbet und Randenglace. Der Klassiker ist Randensalat, verschiedene Beigaben wie Pinienkerne, Parmesan, Baumnüsse, Äpfel, Orangenschnitze, Meerrettich oder Ingwer sorgen dabei für geschmackliche Abwechslung. Randen lassen sich auch als Tatar zubereiten und etwa mit Brunnenkresse garnieren. Auch Kraut essbar Beliebt sind Randen auch als hauchdünne Chips, die im Backofen zubereitet und zum Apéro gereicht werden. Auch mit Raclettekäse überbacken ergeben sie eine schmackhafte Mahlzeit. Zusammen mit Apfelschnitzen und Nüssen lässt sich zudem aus der Knolle eine sämige Mousse kochen, die auf Toastbrot gestrichen Häppchen ergibt. Randen können auch in einem aufgeschlagenen Ei, Mehl und Paniermehl gewendet und wie Schnitzel gebraten werden. Übrigens sind auch die jungen Blätter essbar, sie sind eine wertvolle Zutat in Salaten und als Suppenbeigabe. Adrian Zeller 40 Schweizer Hausapotheke 8-2020

Rheumatoide Arthritis: Herausforderung für Arzt und Patient gemeistert Rheumatoide Arthritis (RA) – auch chronische Polyarthritis genannt – ist eine entzündliche rheumatische Erkrankung, die vor allem die Gelenke betrifft. Unbehandelt führt die unheilbare Krankheit zu Gelenkzerstörung und massiv eingeschränkter Beweglichkeit. Wenn konventionelle Behandlungsansätze nicht erfolgreich sind, kann heute mit modernen Therapiemethoden und einer guten Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Patienten eine Ruhe der Erkrankung (Remission) und eine gute Lebensqualität erreicht werden. Dr. Jean-Jacques Volken und zwei seiner Patienten erzählen von ihren Erfahrungen und wie sie zusammen die Herausforderung RA gemeistert haben. «WICHTIG IST ZUHÖREN, INFORMIEREN UND FÜR DIE PATIENTEN DA SEIN.» Dr. Jean-Jacques Volken ist erfahrener Rheumatologe in Siders und Präsident der Vereinigung der Rheumatologen des Kantons Wallis. Er behandelt seit über 25 Jahren Patienten mit RA. Spez. FMH in Allgemeiner Innerer Medizin und RHEUMATOLOGIE, Manuelle Medizin SAMM, Interventionelle Schmerztherapie SSIPM. Joëlle Galloni (30) erhielt vor sieben Jahren, nachdem sie den Jakobsweg gegangen war und starke Schmerzen hatte, die Diagnose RA. Zuerst glaubte man, ihre Schmerzen rühren von der grossen Belastung der 2200 Kilometer langen Strecke her. Nachdem Medikamente und Physiotherapie keinen Erfolg brachten, wurden weitere Abklärungen gemacht und die richtige Diagnose gestellt. Heute spielt sie in der Nationalliga B Basketball und trainiert dreimal pro Woche. Und sie ging auf eine weitere mehrwöchige Wanderung. «ICH HABE EINE KRANKHEIT, ICH BIN NICHT KRANK.» «IMMER OFFENBLEIBEN, ÜBER DIE KRANKHEIT REDEN UND SICH NIE KOMPLETT ZURÜCKZIEHEN.» Gilbert Bregy (54) brauchte vor der Diagnose RA wegen der Morgensteifigkeit zwei bis drei Stunden, bevor er sich richtig bewegen und zur Arbeit gehen konnte. Als Schichtarbeiter war dies insbesondere bei Frühschichten sehr schwierig. Da er in dieser Zeit auch einen Bandscheibenvorfall erlitt, wurde die Behandlung zuerst darauf ausgerichtet. Aber auch nach der Operation verbesserten sich die Symptome nicht und weitere Abklärungen mussten gemacht werden. Heute wird Gilbert Bregy richtig behandelt, ist sehr zufrieden und hat eine gute Lebensqualität. Er arbeitet 100 Prozent und ist begeisterter Mountainbiker. Schweizer Hausapotheke 8-2020 41

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