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Nr. 8 / 2021

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Eisig kalte

Eisig kalte Temperaturen, trockene Heizungsluft und häufiges sowie heisses Waschen: All diese Faktoren können die empfindliche Haut an den Händen strapazieren und zu spröden, rissigen und extrem trockenen Stellen führen. Warum der Winter unseren Händen zu schaffen macht Die Haut an den Händen ist vergleichsweise dünn – gleichzeitig ist sie äusseren Faktoren wie Heizungsluft und Kälte so stark ausgesetzt, wie fast keine andere Hautstelle des Körpers. An den Händen hat die Haut jedoch viel weniger Talgdrüsen als beispielsweise die Gesichtshaut. Die Talgdrüsen sind wichtig, weil sie für die Produktion eines speziellen Lipid-Wasser-Gemischs verantwortlich sind, das die Haut vor äusseren Einflüssen schützt. Dieser Mechanismus kann vor allem im Winter aus dem Gleichgewicht geraten. Die Talgdrüsen bilden weniger Fett, wenn es draussen kälter wird. Hinzu kommt, dass die trockene Heizungsluft in geschlossenen Räumen der Haut Feuchtigkeit entzieht. All diese Faktoren führen schliesslich dazu, dass die Haut sich nicht mehr vor dem Austrocknen schützen kann und trocken oder stellenweise sogar rissig wird. SOS Hände ausreichend pflegen Im Winter ist eine besonders reichhaltige Pflege angesagt. Am besten eignen sich dafür Cremes mit rückfettenden Wirkstoffen wie zum Beispiel Sheabutter und Mandelöl. Sie wirken wie ein Schutzschild und sorgen dafür, dass die Haut keine Feuchtigkeit verliert und austrocknet. Die DADO SENS HAND- REPAIR Intensiv-Handcreme setzt mit dem innovativen Feuchtigkeitskomplex «Hydracair S» aus hochwertigen und effektiven Pflanzenwachsen genau hier an. — Pflege bei trockenen Händen im Winter Extra-Pflege Die Hände abends am besten dick eincremen und zusätzlich beim Schlafen Baumwollhandschuhe tragen. Dadurch nimmt die Haut die pflegenden Inhaltsstoffe nach und nach auf. Wer unter stark gereizter und geröteter Haut leidet, verwendet am besten eine Creme mit Zink. Die DADO SENS SOS CARE Akutcreme mildert Brennen und Juckreiz dank Süssholzwurzelextrakt und Beta-Glucanen. Diese Allround-Creme eignet sich besonders für trockene Lippen. Für schöne Hände im Winter bedarf es nicht viel Aufwand und mit diesen Tipps sind trockene Hände im Winter kein Problem mehr. Werden die Beschwerden jedoch über einen langen Zeitraum stärker, wird empfohlen, einen Arzt zur Abklärung aufzusuchen. Denn manchmal können hinter extrem trockenen Händen auch ernsthafte Hauterkrankungen stecken. Was tun bei trockenen Händen? Um die Haut bestmöglich zu schützen, bedarf es einer Pflege, welche die Schutzbarriere der Haut nachhaltig stärkt. Der Feuchtigkeitsspeicher in der Haut soll aufgefüllt und aufrechterhalten werden. Mit diesen SOS-Tipps gelingt das garantiert: Richtiges Händewaschen Die Hände sollten statt mit heissem, lieber mit lauwarmem Wasser und einem beruhigenden, rückfettenden Produkt gewaschen werden. Die EXTRODERM Duschcreme von der Marke DADO SENS unterstützt das Feuchthaltevermögen der Haut, macht sie widerstandsfähiger und lindert Rötungen durch Inka-Omega-Öl und Borretschsamenöl. 52 Schweizer Hausapotheke 8-2021

GEMMOTHERAPIE Sorbus aucuparia Vogelbeerbaum Der Vogelbeerbaum, auch Eberesche genannt, wächst in ganz Europa vom Nordkap bis nach Sizilien, ja selbst auf Island ist er heimisch. Die Beeren sind entgegen der verbreiteten Meinung nicht giftig, sondern nach Entbitterung sehr gesund. Der Vogelbeerbaum ist im Herbst von besonderer Schönheit mit seinen orangerot gefärbten Fiederblättern und den leuchtend roten Beeren. Volksnamen wie Gimpelbeere, Drosselbeere oder Krammetsbeere (Krammet ist ein alter Name für Drossel) kommen nicht von ungefähr. Gut 60 Vogelarten, aber auch Siebenschläfer, Haselmaus und weitere Kleinsäuger lieben die Früchte, die botanisch gesehen zum Kernobst gehören. Blätter und Knospen schmecken zudem Rehen und Hirschen. Die Vorliebe der Vögel für die Beeren wurden früher zum Vogelfang genutzt. Der lateinische Name «aucuparia» stammt denn auch von avis (Vogel) und capere (fangen). Weitere längst vergessene Namen sind Quitsche oder Queckbeere. Sie leiten sich von quicken oder quecken ab, was «lebendig machen» bedeutet. Die Vogelbeere strotzt vor Lebendigkeit, vermehrt sie sich doch nicht nur durch Samen, sondern auch über Ableger, Wurzel- und Stockausschläge. Ihre Ruten wurden früher genutzt, um symbolisch Lebenskraft und Fruchtbarkeit auf Haustiere zu übertragen. Quicklebendig, trickreich und unbeschwert Der Baum aus der Familie der Rosengewächse bleibt mit 15 Metern Höhe recht klein und wird rund 100 Jahre alt. Er ist ein typischer Pionierbaum, der mit jedem Standort zurechtkommt. Durch seine weit- und tiefreichenden Wurzeln wirkt er der Erosion entgegen, was bei Wildbach- und Lawinenverbauungen eingesetzt wird. Das Herbstlaub zersetzt sich rasch und hilft beim Humusaufbau in den oft kargen Böden. Die weissen Blüten riechen nach Fisch und locken so Fliegen und Käfer an, aber – dank Nektar und Pollen – auch Bienen. Eine Besonderheit hilft der Vogelbeere an Extremstandorten zu überleben: Sie besitzt unter der glatten Rinde der jungen Zweige Chlorophyll und kann damit auch im laublosen Zustand Photosynthese betreiben. Obschon sie an oft lebenswidrigen Standorten wächst, Kälte, Wind und karge Böden erträgt, strahlt sie eine unbeschwerte Verspieltheit aus. Die Schöpfungsgeschichte der Kelten erzählt, dass die erste Frau eine Vogelbeere, der erste Mann eine Erle gewesen sei. In der nordischen Mythologie rettete der kleine Baum den mächtigen Thor, der in einen reissenden Fluss gefallen war, indem er ihm einen seiner Zweige entgegenstreckte. So konnte sich Thor festhalten und sich ans Ufer ziehen. Zum Dank verschonte er die Vogelbeere fortan vor seinen Blitzen. Kränze aus Vogelbeere vor den Fenstern oder auf dem First sollten deshalb das Haus vor Blitzschlag schützen. Ganz allgemein galt sie als Schutzbaum, sei es vor Hexen oder bösen Zaubern. In Schottland war es schlicht ein «Muss», eine Vogelbeere vors Haus zu pflanzen. In einigen Gegenden wurden Gerätschaften zur Butterherstellung aus ihrem Holz gemacht, um buttermindernden Zauber abzuwehren. Neue Tiere auf dem Hof erhielten einen Absud aus Vogelbeeren zu trinken. Das war zwar ein Abwehrzauber gegen Krankheiten und Verhexung, hatte aber dank der gesundheitlichen Wirkungen der Beeren auch einen realen Hintergrund. Die Vogelbeere wurde so hochgeschätzt, dass es vielerorts als Frevel galt, sie zu fällen. Meist werden Kinder vor den Vogelbeeren gewarnt, sie seien giftig. Doch das ist nicht ganz richtig. Die rohen Beeren können durch ihre Bitterstoffe zwar den Magen reizen, doch sie sind so bitter, dass niemand grosse Mengen davon verzehrt. Durch Frost, einfrieren oder kochen wird die bittere Parasorbinsäure in Sorbinsäure umgewandelt, die Früchte können jetzt bedenkenlos gegessen oder zu Saft, Marmelade oder Schnaps verarbeitet werden. Im Norden sind die getrockneten Früchte eine wertvolle Nahrungsergänzung im Winter, denn sie sind reich an Vitamin C, Provitamin A und Mineralien. Sie regen den Stoffwechsel an, wirken bei Erkältungen schleimlösend und helfen bei Heiserkeit. Die Beeren regen die Nieren an, sind entzündungshemmend und gelten als blutreinigend. Sie stärken zudem die Leber, beruhigen den Magen, helfen bei Durchfall und werden auch bei Rheuma und Arthritis angewendet. Interessant ist ihr Einsatz bei Grünem Star zur Senkung des Augeninnendruckes. Neben den erwähnten Vitaminen enthalten sie ätherische Öle, Anthocyane, Carotinoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, organische Säuren und Amygdalin. In der Gemmotherapie werden die sich öffnenden Frühlingsknospen verwendet. Das Mazerat verbessert den Lymphfluss und den venösen Kreislauf. Es wirkt entzündungshemmend, stoffwechselanregend und blutreinigend. Es hilft bei Krampfadern, Venenentzündungen und fördert die Mikrozirkulation des Blutes. Die Vogelbeere wirkt einer Übersäuerung entgegen, lindert rheumatische Erkrankungen und Gicht. Sie hilft bei Entzündungen der oberen Luftwege und bei Tinnitus. Und nicht zuletzt vermittelt sie Menschen mit eher düsterer Grundstimmung die lockere Unbeschwertheit der Vogelbeere. Ursula Glauser-Spahni ist Biologin. Seit mehr als 30 Jahren sammelt sie Schweizer Bachblüten für die Firma Phytomed AG. Sie verfasste 2008 das Buch «Kaninchenapotheke». Schweizer Hausapotheke 8-2021 53

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