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Nr. 8 Dezember/Januar 2017

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Der Blaue mit dem roten

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Jeden Tag ein bisschen reiner. Wünsche. Selbstverwirklichung heisst, diesen Sehnsüchten und Wünschen nachzuspüren und sie dann – soweit das möglich ist – konkret umzusetzen. Das bedeutet Entscheidungen zu treffen. Manchmal sogar weit reichende Entscheidungen. Ebenso sind es Entscheidungen, die in den Augen anderer als unkonventionell erscheinen. Und schliesslich: Wer sich selbst verwirklichen will, der liebt. Sich selbst, die anderen, die Welt, das Leben. Die Liebe, so sagen übereinstimmend viele Philosophen, sei die stärkste Kraft im Universum. Die Liebe bewege am meisten, und Selbstverwirklichung sei letztlich nichts anderes als Bewegung. «Ein jedes Werk, das nicht auf Liebe gegründet ist, trägt den Keim des Todes in sich und geht seinem Ruin entgegen», sagte Pestalozzi. Noch drastischer formulierte es Ludwig Feuerbach: «Nur der ist etwas, der etwas liebt. Nichts sein und nichts lieben ist identisch.» Das eigene Wesen erkennen Viele Menschen erreichen ihre Ziele nicht, weil sie gar keine haben. Wer sich also verwirklichen will, der braucht Ziele. Und zwar möglichst exakte Ziele. Ziele setzen und Ziele erreichen ist vergleichbar mit dem Kauf eines Tickets am Bahnschalter. Stehe ich vor dem Schalter und weiss nicht, welches das Ziel meiner Bahnfahrt sein soll, so erhalte ich auch kein Ticket. Internationale Studien haben gezeigt, dass Firmen und Institutionen, welche eine Leitidee und dementsprechend exakte Ziele haben und beides schriftlich festlegen, um das Vielfache erfolgreicher sind als Firmen, welche weder eine Leitidee noch konkrete Ziele haben. Wer sich also erfolgreich auf den Weg zur Selbstverwirklichung machen will, beginnt damit, sich ein paar grundsätzliche Fragen zu stellen. Zum Beispiel die folgende: Was ist mein Lebensmotto? Welches sind meine Ziele? Was möchte ich erreichen, wie möchte ich leben, wie möchte ich sein? Was kann ich ab sofort konkret tun, um das zu erreichen, was ich erreichen will? Bin ich genügend motiviert und bereit, konkret etwas zu unternehmen, um meine Ziele auch erreichen zu können? Man müsse nur positiv denken und fest daran glauben, dass man ein gesetztes Ziel erreichen könne, dann werde es klappen, ist eine weit verbreitete Meinung. Jahrelang kursierten unzählige Bücher zum Thema «positives Denken». Warum aber gelingt das den einen, während andere trotz angestrengtem positiven Denken auf der Strecke bleiben? Der Grund ist relativ einfach: Wenn sich Menschen Ziele setzen, die ihrem innersten Wesen nicht entsprechen, dann werden sie diese Ziele nie und nimmer erreichen. Menschen, die ihre Ziele erreichen, haben sich Ziele gesetzt, die ihnen auch tatsächlich entsprechen. Es kann nicht jeder ein erfolgreicher Pianist, ein Spitzenfussballer oder ein Bildhauer werden. Aber jeder kann genau das werden, was seinem innersten Wesen entspricht. Eine Rose kann auch «nur» eine schöne Rose werden und niemals eine schöne Tulpe, selbst wenn sie das unbedingt möchte. Somit gibt es auf dem Weg zur Selbstverwirklichung eine ganz entscheidende Grundsatzfrage: Wer bin ich und welche Ziele entsprechen mir wirklich? Wer diese Frage aufrichtig und ehrlich beantwortet hat, der ist seinen Zielen und der Verwirklichung seines Selbst schon sehr nahe! Albin Rohrer ist Berater, Coach, Autor, Kurs- und Seminar leiter sowie Musiklehrer. PurDerm – Komplette Basispflege für unreine Haut. Schweizer Hausapotheke 8-2017 23

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