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Nr. 8 Dezember/Januar 2017

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Seelenhunger | Immunsystem | Pilates

Wenn blaue Flecken zur

Wenn blaue Flecken zur Gefahr werden Wer kennt sie nicht – die blauen Flecken, die entstehen, wenn man sich irgendwo gestossen hat. Doch nicht immer sind blaue Flecken harmlos. Manche Menschen, vor allem ältere, leiden plötzlich ohne offensichtlichen Grund an riesigen Hämatomen, die sich über grosse Flächen des Körpers erstrecken. Dahinter kann eine spezielle Form der Bluterkrankheit (Hämophilie) stecken, die erst im Laufe des Lebens erworben wird. Im Gegensatz zur angeborenen Bluterkrankheit, die fast nur Jungen und Männer betrifft, ist die erworbene Hämophilie keine Erbkrankheit, die aufgrund einer Genmutation entsteht. Sie kann bei beiden Geschlechtern meist im höheren Alter auftreten und plötzlich zu ausgeprägten blauen Flecken führen, die überall am Körper auftreten und zum Beispiel den ganzen Brustkorb, die gesamte Bein- oder Armlänge betreffen können. Erkrankte haben zuvor nie an aussergewöhnlichen Blutungen gelitten. Die Ursachen Eine erworbene Hämophilie wird in etwa der Hälfte der Fälle durch Krankheiten, wie die rheumatoide Arthritis, die chronisch entzündliche Darmerkrankung Colitis ulcerosa, Asthma, Schuppenflechte oder Krebs ausgelöst. Ganz selten kann die Krankheit auch während einer Schwangerschaft oder in den Monaten nach der Geburt sowie als Reaktion auf bestimmte Medikamente auftreten. Bei 50 Prozent der Betroffenen findet man keine zugrunde liegende Erkrankung, die als Ursache in Frage kommt. Abwehrreaktion des Immunsystems Das Immunsystem von Menschen, die an erworbener Hämophilie leiden, erkennt den körpereigenen Gerinnungsfaktor (Faktor VIII) plötzlich als Eindringling und produziert deshalb Antikörper, um ihn ausser Gefecht zu setzen. Dadurch wird die normale Blutgerinnung gestört, und es 58 Schweizer Hausapotheke 8-2017 kommt spontan oder bereits bei kleinsten Verletzungen oder während Operationen zu Blutungen, die sich kaum stillen lassen. Seltene Erkrankung mit hohem Sterberisiko Die erworbene Hämophilie tritt sehr selten auf. Von einer Million Menschen sind etwa ein bis zwei im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Oft gehen sie nicht sofort zum Arzt, obwohl die blauen Flecken an ihrem Körper in keinem Verhältnis zu den erlittenen Verletzungen stehen. Blutungen sind auch in Organen, Muskeln und Gelenken möglich und zeigen sich zum Beispiel durch Blut im Urin oder im Stuhlgang. Für den behandelnden Arzt ist die Diagnosestellung bei der erworbenen Hämophilie nicht so einfach, denn herkömmliche Tests zur Überprüfung der Blutgerinnung, wie zum Beispiel der Quicktest, zeigen unauffällige Resultate. Um eine Diagnose zu stellen, bedarf es spezieller Gerinnungstests. Oft erhalten Patienten die Diagnose deshalb erst verzögert. Das kann zu lebensbedrohenden Situationen führen, wenn sich Betroffene zum Beispiel einer Operation unterziehen müssen und es in der Folge zu anhaltenden Blut ungen kommt. Behandlung und Prognose Leidet ein Patient mit erworbener Hämophilie an Blutungen, müssen diese zuerst gestoppt werden. Dazu wird ein gentechnisch hergestellter Gerinnungsfaktor oder eine Kombination von verschiedenen Faktoren verabreicht, jedoch nicht Faktor VIII, da dieser vom Körper sofort ausgeschaltet werden würde und deshalb nicht wirken könnte. In einem zweiten Schritt kommen über mehrere Monate Medikamente zum Einsatz, die das überschiessende Immunsystem des Patienten drosseln und damit die Produktion der Antikörper unterdrücken. Diese Medikamente erhöhen jedoch die Anfälligkeit für schwere Infektionen. Sind die Antikörper dank der Therapie einmal eliminiert, beträgt das Rückfallrisiko zirka 20 Prozent. In seltenen Fällen verschwinden die Antikörper spontan, und die Krankheit heilt von allein aus. Die Heilungschancen hängen vor allem davon ab, ob die Diagnose rechtzeitig gestellt wird und ob Betroffene an Krankheiten leiden, die die erworbene Hämophilie auslösen können. Ist Letzteres nicht der Fall, stehen die Prognosen gut. Mit freundlicher Unterstützung von Novo Nordisk Susanna Steimer Miller

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